Frühstücken in Wien - Teil 2

ESSEN & TRINKEN

veröffentlicht von marlies

30. April 2018

ESSEN & TRINKEN

Frühstücken gehört in Wien zur Tradition. Wer allerdings Lust auf mehr als „nur“ eine Semmel mit Butter und Marmelade hat, sollte sich unbedingt unsere Empfehlungen zu Herzen nehmen und sich von der Wiener Gastronomie verwöhnen lassen.

Vor einigen Monaten haben wir euch bereits ein paar empfehlenswerte Lokale zum Frühstücken in Wien vorgestellt, aber wie ihr vermutlich ahnen könnt, sind in unserer Bundeshauptstadt die Möglichkeiten – anders als im Waldviertel – nahezu endlos. Aus diesem Grund möchten wir die Serie fortsetzen und euch ein paar neue Cafés und Restaurants zeigen, die ihr unbedingt ausprobieren solltet. Anhand von Empfehlungen von Freunden und Verwandten  haben wir für euch wieder ein paar Lokale auf Herz und Nieren getestet. Dabei haben wir uns quer durch die Speisekarte gekostet, den Service unter die Lupe genommen und eigene Erfahrungen gesammelt. Generell ist es empfehlenswert im Vorhinein zu reservieren, besonders wenn ihr mehr als nur zwei bis drei Personen seid. Nicht nur am Wochenende, sondern auch während der Woche sind viele Lokale meist gut besucht.

Café Le Marché

Das kleine, aber feine Café in Hauptuni-Nähe versprüht – wie der Name schon erahnen lässt – französischen Charme, der sich sowohl in der Gestaltung des Lokals, als auch in der Speise- und Getränkekarte wiederspiegelt. Die Auswahl an Speisen ist zwar eher klein gehalten, jedoch besticht das Le Marché durch die Wohlfühlatmosphäre und (in unserem Fall) sehr guten Service. Man erkennt sowohl bei der Inneneinrichtung, als auch bei der Gestaltung der Speisen die Liebe zum Detail. Deshalb fühlt man sich als Gast binnen kürzester Zeit sehr wohl.

 
 
 

Unsere Bestellung wurde frisch und auch sehr schnell zubereitet und serviert. Aufgrund der eher überschaubaren Platzanzahl empfiehlt es sich jedoch vor allem an Wochenenden oder Feiertagen im Voraus zu reservieren. Während der Woche gibt’s von 8 bis 12 Uhr Frühstück, am Wochenende von 9 bis 16 Uhr – somit auch für Langschläfer geeignet.
Auch für eine Kaffee- und Kuchenpause am Nachmittag können wir das Le Marché wärmstens empfehlen.

Kontakt und Information

Café Le Marché

Währinger Str. 6-8
1090 Wien

Das kleine, aber feine Café liegt direkt im Zentrum und ist öffentlich leicht erreichbar.

Café Telegraph

Das Café Telegraph befindet sich unweit vom alten AKH, somit ist auch dieses nette Lokal zu Fuß von der Hauptuni aus zu erreichen und zentral gelegen. Von außen eher unscheinbar (ja, wir sind beim ersten Besuch daran vorbeigelaufen), von innen jedoch faszinierend, da es früher ein Postamt war – daher auch der Name. Im Café Telegraph wird bis 14 Uhr Frühstück angeboten, somit ist es auch bestens für ein ausgiebiges Hangover-Frühstück geeignet. Oder aber zur Belohnung nach einer Prüfung.

 
 
 

Die Vielfalt der Speisen und Getränke hat uns sofort beeindruckt, weshalb wir mit der Auswahl um ehrlich zu sein ein bisschen überfordert waren. Auch hier wurden die Speisen ganz frisch für uns zubereitet und wir wurden in keinster Weise enttäuscht. Wenn viel los ist, ist das Servicepersonal leider manchmal ein bisschen überfordert, weshalb wir euch empfehlen etwas mehr Zeit einzuplanen und einfach geduldig zu sein. In jedem Fall ist das Essen die Wartezeit wert. Alles in allem waren wir auch hier sehr zufrieden und können euch einen Besuch guten Gewissens empfehlen.

Kontakt und Information

Café Telegraph

Garnisongasse 7
1090 Wien

Im 9. Wiener Gemeindebezirk in der Nähe vom alten AKH, jedoch ein bisschen versteckt, findet ihr das Café Telegraph.

Zwettler Zwickl
Waldviertler Sparkasse

 Crème de la Crème

Das Crème de la Crème befindet sich im 8. Wiener Gemeindebezirk und ist ebenfalls sehr zentral gelegen und somit leicht erreichbar. Die kleine, aber feine Patisserie verzaubert nicht nur durch französisch inspirierte süße Köstlichkeiten, sondern auch durch das Frühstücksangebot und eine kleine Mittagskarte. In dem Familienbetrieb wird besonders auf hohe Qualität und die Verwendung regionaler Lebensmittel geachtet.  Die Einrichtung ist in sich sehr stimmig und erzeugt (zumindest für kurze Zeit) das Gefühl, man sei in einem kleinen Café in den Straßen von Paris. Somit ist ein Ausflug ins Crème de la Crème eine gute Alternative, wenn aus Zeit- oder Kostengründen ein Wochenendtrip in die Stadt der Liebe nicht möglich ist, man sich den französischen Charme aber trotzdem nicht entgehen lassen möchte. Aber Achtung: Montag ist Ruhetag!

 
 
 
Der erste Blick nach Betreten des Lokals fällt – wie sollte es auch anders sein –  auf die Vielfalt an Torten, Kuchen und Kleingebäck in der Vitrine. Aber auch das Frühstücksangebot überzeugt durch Qualität, Frische und angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Aufgrund des Platzmangels auf den eindeutig zu kleinen Tischen wurde uns binnen weniger Minuten ein Beistelltisch angeboten. Derart aufmerksames und höfliches Personal, das durchwegs ein Lächeln auf den Lippen hatte, erlebt man (besonders in Wien) auch nicht alle Tage. Die Frühstückskarte bietet im Grunde alles, was man sich unter einem gelungenen Frühstück vorstellt: frisches Gebäck und Striezel, Schinken und Käse, hausgemachte Marmeladen und Aufstriche, Müsli oder auch Avocadobrot – hier bleiben keine Wünsche offen. Wie ihr seht werden hier auch „bodenständige“ Speisen angeboten, ganz ohne jeglichen Schnick Schnack. Auch leidenschaftliche Kaffeetrinker kommen hier auf ihre Kosten.

Kontakt und Information

Crème de la Crème

Lange Gasse 76
1080 Wien

http://cremedelacreme.at/

Die bezaubernde Patisserie befindet sich in der Josefstadt und ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Figar 1070

Zu guter Letzt führte uns die Suche nach Frühstückstipps noch in das Figar. Wie einige von euch vielleicht wissen, gibt es mehrere Standorte in Wien: wir haben dem Lokal im 7. Bezirk einen Besuch abgestattet. Frühstück wird hier von 8 Uhr bis 16 Uhr serviert – somit eignet sich das Figar sowohl für Frühaufsteher, als auch für Langschläfer hervorragend. Dem 7. Bezirk entsprechend versprüht das Figar in gewisser Weise das Hipster Flair, das man sich im Vorhinein schon erwartet. In den Sommermonaten haben  die Gäste hier sogar die Möglichkeit im Schanigarten ein bisschen Sonne zu tanken und sich mit köstlichen Mahlzeiten und erfrischenden Drinks verwöhnen zu lassen.
Dank der Speisekarte des Figar ist hier mit Sicherheit für jeden Geschmack etwas zu finden – vom klassischen Wiener Frühstück bis hin zum fancy Avocadobrot und French Toast ist alles dabei.

 
 
 

Obwohl wir leider auf die rechtzeitige Reservierung vergessen haben, war das Personal sehr bemüht, uns trotzdem umgehend einen freien Tisch zur Verfügung zu stellen. Unsere Bestellung wurde rasch aufgenommen, frisch zubereitet und auch binnen kürzester Zeit serviert. Die Speisen waren äußerst liebevoll angerichtet und überzeugten auch geschmacklich auf ganzer Linie. Besonders begeistert waren wir von dem frischen Gebäck von Joseph Brot (für alle, die Joseph Brot vom Pheinsten noch nicht kennen: die Waldviertler Biobäckerei und -patisserie versorgt einige Lokale in und um Wien mit leckerem Gebäck). Mit gutem Gewissen können wir euch einen Besuch im Figar in der Kirchengasse 18 empfehlen – sowohl zum Frühstücken als auch zum Mittagessen oder um abends bei leckeren Longdrinks ein paar gemütliche Stunden zu verbringen.

Kontakt und Information

Figar 1070

Kirchengasse 18
1070 Wien

http://1070.figar.net/

Das Figar in der Kirchengasse befindet sich im 7. Bezirk unweit der Mariahilfer Straße.

Natürlich gibt es in Wien noch viele andere tolle Lokale, die sich hervorragend zum Frühstücken eignen, deshalb freuen wir uns stets über Empfehlungen,  Fotos und Erfahrungsberichte in den Kommentaren!

 
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veröffentlicht von Alexandra

30. April 2018

ESSEN & TRINKEN
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