Vienna Fashionweek – Eine Woche im Zeichen der Mode // 28.09.17

Wenn Fashionweek ist, wird das Museumsquartier zum Mode-Hotspot.

Die Vienna Fashionweek ist immer gut besucht

Kürzlich verwandelte sich das Museumsquartier wieder einmal zum Mode-Mekka Österreichs. Fashionweek war angesagt. Im Waldviertel hast du vielleicht schon manchmal mit viel Herzblut organisierte und durchaus erfrischende Dirndl-Modeschauen besucht oder Fashionshows von diversen Kaufhäusern. Wien ist zwar immer noch nicht Paris, Mailand, London oder New York, aber seit mittlerweile fast 10 Jahren steht nun auch Österreichs Hauptstadt, eine Woche lang im Zeichen der Mode und das kann sich sehen lassen.

Vienna Fashionweek – was ist das überhaupt?

Es gibt sie, die großen Modemetropolen à la Paris, Mailand, London und New York. Was auf diesen Laufstegen zu sehen ist, ist maßgeblich für die Trends der nächsten Saison. Dann gibt es eine Fashionweek in Berlin, Dubai, Tokio und so weiter und eben auch in Wien. Organisiert wird diese von Elvyra Geyer (sie sagt manchen vielleicht noch etwas als Jurorin von Austria’s Next Topmodel), Zigi Müller-Matyas und Designerin Maria Oberfrank. Auf den Laufstegen kannst du sowohl Mode von nationalen als auch von internationalen Designern bestaunen.

Die Fashionweek-Location

Wenn du die großen Fashionshows ein wenig verfolgst, wirst du wissen, dass Modeschauen an jedem nur erdenklichen Ort stattfinden können. In Wien wurde eine Location gewählt, die oft Hotspot von Kunst- und Kulturveranstaltungen ist: das Museumsquartier. Die Shows finden in einem davor aufgestellten Zelt statt und im Museumsquartier gibt es eine Lounge mit Getränken, eine Modeausstellung und einen Pop-up-Store. Dort kann Designerware quasi direkt vom Laufsteg weg gekauft werden.

Fashionweek-Tickets

Normalerweise kannst du Modeschauen nur besuchen, wenn du eine Einladung erhältst. Dazu musst du schon Promi, mindestens aber Modeblogger sein. In Wien ist das anders. Jeder hat die Möglichkeit, sich einfach ein Ticket für die Shows zu kaufen. Es gibt Tagestickets, mit denen du alle Shows besuchen kannst, die an diesem Tag stattfinden. Ein Ticket für den Otto-Normalverbraucher kostet um die 19 Euro. Möchtest du es etwas edler und willst du die Chance auf einen der heißbegehrten Plätze in der Frontrow haben, kannst du dir ein VIP-Ticket gönnen. Da musst du aber schon tiefer in die Tasche greifen und bist mit ca. 130 Euro dabei. Bei allen Tickets ist wichtig zu beachten, dass es dir keine Garantie darauf gibt, dass du auch tatsächlich jede Show besuchen kannst. Wenn kein Platz mehr ist, hast du Pech gehabt. Also, am besten früh genug in der Schlange anstellen, dann kommst du ziemlich sicher rein. Wie begehrt eine Show ist, hängt natürlich vom Designer ab. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Standard-Ticket bisher immer absolut ausreichend war und ich auch damit bei den weniger gut besuchten Shows sogar in der Frontrow sitzen durfte.

Fashionweek Laufsteg

Auch unkonventionelle Models erobern den Laufsteg der Vienna Fashionweek

Ein Tag auf der Fashionweek

Wenn du die Fashionweek so richtig auskosten willst und du dich einen Tag lang ganz der Mode hingeben möchtest, dann empfehle ich dir, den Samstag auszuwählen. Da beginnt die erste Show meist um 12 oder 13 Uhr und dann geht es durch bis 22 Uhr. Welche Labels du dir anschaust, ist natürlich immer Geschmackssache. Meine Favoriten waren bisher Prototype Schumacher, Anelia Peschev, Zoë, Elfenkleid und Callisti. Jede Show findet im Fashionweek-Zelt statt und du wirst erst kurz vor Showbeginn eingelassen. Meist bildet sich schon lange Zeit vorher eine Schlange und gerade bei den späteren Modenschauen ist es ratsam, sich früh genug anzustellen, weil es sonst passieren kann, dass du nicht mehr hineingelassen wirst. Dichtes Gedränge und Gewusel herrscht, wenn alle Fashionbegeisterten ihre Plätze einnehmen. Dann gehen die Lichter aus, der Laufsteg wird hell erleuchtet, die Musik beginnt zu spielen und die Magie beginnt. Das hält so lange an, bis die Modenschau zu Ende ist und ein Tonband die Fashionistas sanft, aber bestimmt dazu auffordert, das Zelt bis zur nächsten Show wieder zu verlassen. So geht das dann den ganzen Tag weiter. Dazwischen kannst du dir deine Zeit mit kühlen Drinks, Goodie-Bags oder einem Rundgang durch den Pop-up Store vertreiben. Dort findest du alle möglichen Pieces von unterschiedlichsten Designern. Wenn du wirklich jede Show besuchst, sollte dir fast ein Orden verliehen werden. Denn spätestens wenn die Schuhe schmerzen oder die ach, so sorgfältig ausgewählte Kleidung nicht mehr ganz so bequem ist (immerhin ist Fashionweek, da gibt es nun echt keinen Anspruch auf bequeme Kleidung), ist dann Schluss mit lustig und du wirst das Gelände wieder verlassen.

Kurioses am Laufsteg

Einige Designer bringen die Zuschauer mit kuriosen Kreationen zum Staunen

Einen Geheimtipp kann ich dir noch mitgeben: Es gibt einige Shows, die du gratis besuchen kannst. Diese sind auf dem Fashionweek-Schedule mit einem Sternchen markiert. So kannst du also einfach mal ganz entspannt in die Modeszene hineinschnuppern. Kostenlos kannst du auch immer die Closing Show besuchen. Allerdings musst du dich da wirklich schon fast eine Stunde vor Beginn anstellen, weil du sonst keine Chance mehr hast, eingelassen zu werden. Organisiert wird diese letzte Show nun schon seit einigen Jahren von der Agentur „mother agency“ unter der Leitung von Mario Soldo. Dort siehst du dann nicht nur eine Modenschau, denn Mario Soldo peppt diese mit Tanz- und Gesangseinlagen und Promi-Appearance auf – und sorgt selbst für launige Moderationen.

Wenn du jetzt so richtig Lust bekommen hast, findest du hier alle Infos. Nächstes Jahr wird die Fashionweek von 10.9. bis 16.9. über die Bühne gehen. Generell findet sie meistens Mitte September statt.

Wenn du auch nur ein kleines bisschen modebegeistert bist, ist die Vienna Fashionweek eigentlich ein Pflichttermin für dich. Denn wo sonst bekommst du einen Einblick in die Modeszene, professionelle Modenschauen in einer coolen Location und das entweder bei freiem Eintritt oder für knappe 20 Euro?

veröffentlicht von Stefanie Weichselbaum

“Steffi wohnt seit vier Jahren in Wien. Sie ist für das Publizistik- und Germanistikstudium hergezogen und hat sich sofort in die Hauptstadt verliebt. Wenn ihr der Großstadttrubel einmal zu viel wird, genießt sie die Ruhe im Waldviertel.”