Fragezeichen Theater-Film und Medienwissenschaften Studium

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veröffentlicht von MarleneK

13. April 2021

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Dich interessiert ein Theater- Film und Medienwissenschaften Studium? Wir haben das Wichtigste zusammengefasst und eine Studentin interviewt!

Du hast die Matura erfolgreich abgeschlossen und bist jetzt auf der Suche nach einem Studium, das zu dir passt? Gleichzeitig bist du dir aber noch unsicher, was dich interessiert? Wir stellen dir das Theater- Film und Medienwissenschaften Studium (TFM) in Wien vor!

Was ist Theater- Film und Medienwissenschaften (TFM) überhaupt?

Vielleicht bist du dir noch unsicher, was Theater- Film und Medienwissenschaften überhaupt ist. Sie gehört auf jeden Fall zu den kulturwissenschaftlichen Disziplinen, dabei untersucht sie auf verschiedenste Art und Weise theatrale und mediale Verfahren und Konstellationen. Dabei fragt sie unter anderem auch nach der Geschichte und Theorie von Theater, Film und Medien. Ziel ist eine Klärung, was die drei Gegenstandsbereiche überhaupt ausmacht, dies ist eine essenzielle und immer wieder neu zu machende Aufgabe. Deshalb geht es im Studium nicht nur um Analysen oder Beschäftigung mit Theorien, sondern auch um Politik, Kulturtheorie, Ökonomie und Philosophie.

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Zuerst: Die Basics!

Theater- Film und Medienwissenschaften ist ein Bachelorstudiengang an der Universität Wien. Das heißt, dass die Mindeststudienzeit 6 Semester beträgt. Um das Studium zu beenden, musst du 180 ECTS-Punkte bringen, davon sind 30 ECTS-Punkte Erweiterungscurriculum, die du in anderen Fachbereichen deiner Wahl absolvierst. Die ausgefallensten Erweiterungscurricula berichten wir hier. Das Studium wird in Deutsch abgehalten. Einen Aufnahmetest gibt es nicht, dafür aber eine Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP), die du im 1. Semester machen solltest. Abschließen wirst du das Studium mit einem Bachelor of Arts (BA).

Wichtig anzumerken ist, dass TFM wie alle Studiengänge der Uni Wien ein theoretisches Studium ist. Das bedeutet, dass keine beziehungsweise sehr wenig praktische Erfahrung vorgesehen ist. Um diese zu bekommen, sind Praktika notwendig.

Abschließend noch einige Fun Facts: Im Jahr 2020 studieren 1657 StudentInnen TFM, dabei haben 158 ihr Studium 2020 abgeschlossen. Die durchschnittliche Anzahl der Semester bis zum Abschluss sind 7,8 Semester.

Das Curriculum

Ein ausführliches Curriculum findest du auf der offiziellen Homepage. Du beginnst das Theater- Film und Medienwissenschaften Studium mit der Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) im Ausmaß von 16 ECTS Punkten. Diese musst du positiv abschließen, um weiterstudieren zu können und umfasst eine Einführung in die relevanten Themenbereiche. Danach gibt es verschiedene Pflichtmodulgruppen: Aufbau (41 ECTS Punkte), Vertiefung (33 ECTS Punkte), Theater- Film und Mediengeschichte (20 ECTS Punkte) und eine Wahlmodulgruppe (30 ECTS Punkte), in der du deine Interessen vertiefen kannst.

Berufsaussichten

Nach einem Abschluss in Theater- Film und Medienwissenschaften hast du Qualifikationen für vielseitige Berufsfelder erworben, die ein analytisches Verständnis für die Geschichte von Theater, Film und Medien sowie gesellschaftliche Relevanz von Ästhetik verlangt:

  • innovative Berufe im vermittelnden, künstlerischen sowie organisatorischen Bereich von Theater-, Film- und Medienproduktion, -distribution und -rezeption
  • wissenschaftliche und administrative Aufgaben, sowohl an öffentlichen Stellen, der Forschung und Universitäten.

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Interview mit Steffi (25)

Abschließend haben wir noch ein Interview mit Steffi geführt, die Theater- Film und Medienwissenschaften im Bachelor studiert hat. Sie erzählt uns schonungslos ehrlich aus dem Studienalltag und verrät uns Tipps und Tricks, um das Studium bestmöglich zu meistern.

Wann hast du dein TFM-Studium in Wien begonnen?

im Wintersemester 2014 und mein Abschluss war nach 9 Semester.

Was waren deine persönlichen Erfahrungen mit dem Studium? Wieviel Lernaufwand musstest du hineinstecken?

Meine persönliche Erfahrung war gut, der Lernaufwand war zwar groß, aber dennoch immer überschaubar, es gab auch immer wieder eine Abwechslung, da man eben auch Stücke oder Filme anschaut, diese wirklich erleben kann und dann analysiert, es ist also nicht nur eins zu eins aus Büchern lernen. Diese Abwechslung fand ich persönlich sehr gut, da man eine Theorie auch viel besser anwenden bzw. verstehen kann und durch die Filme/Stücke der Horizont erweitert wird, ich habe neue Interessen entwickelt und mich mit viel mehr Themen nicht nur im Studium, auch im privaten Bereich auseinandergesetzt.  Wenn man sich zu Anfang auch gleich eine Lerngruppe sucht oder Freundschaften schließt, ist es viel praktischer wenn man gemeinsam lernt, bzw. sich die Arbeit auch aufteilen kann sollte es wirklich mal mehr werden.

Warum hast du TFM studiert?

Ich war damals ziemlich unentschlossen und wusste nur dass ich etwas machen will, was das Thema Kunst und Medien beinhaltet. Ich habe mich beraten lassen, auch zu anderen Fächern und kam so auf TFM. Es hörte sich für mich am passendsten an.

Was hast du von der Uni erwartet? Was hat sich davon bewahrheitet und wurdest du in irgendeiner Hinsicht enttäuscht?

Anfangs war ich überrascht dass TFM zum Massenstudium zählt, die meisten Menschen sieht man wirklich in der STEOP, damit hatte ich nicht gerechnet. Außerdem ging ich davon aus dass viele kreative Köpfe in dem Studium sein werden. Das stimmt auf jeden Fall, und obwohl der Hauptfokus des Studiums auf der Theorie und nicht auf der künstlerischen Praxis liegt, gibt es so viele StudentInnen die sich in Gruppen zusammenschließen und außerhalb des Studiums privat künstlerische Projekte aufziehen, das hat mir sehr gut gefallen. Es gab zwar auch vereinzelt praktische Projekte innerhalb des Studiums, es war aber etwas enttäuschend für mich, dass es so ein kleines Angebot war. Aber wie gesagt, die Praxis ist nicht der Fokus in TFM, möchte man dennoch praktische Erfahrung sammeln, sollte man sich auch wegen Praktika umschauen.

Wie schaut’s mit Lernaufwand aus? Hast du noch genug Freizeit oder Zeit für einen geringfügigen Job?

Ja ein geringfügiger Job geht sich aus, auch wenn man versucht, in Mindestzeit zu studieren. Auch die Freizeit leidet nicht unbedingt darunter. Stressiger wird es kurz vor einer Prüfung oder größeren Arbeiten, da hat man schon weniger Freizeit. Während ich Teilzeit gearbeitet habe, war das schon schwieriger, zum Glück hatte ich da für die Uni weniger Aufwand, da es kurz vor dem Abschluss war. Aber ab 20 Stunden Arbeit und einem Vollzeitstudium leidet die Freizeit schon mehr darunter. Auf jeden Fall sollte man auch für die finanzielle Lage Studierendenrabatte nutzen bzw. Studienbeihilfe ansuchen, da es einfach eine Erleichterung ist.

Wo kann man am besten lernen? Gibt es diverse Hot-Spots oder auch No-Gos bezüglich Lernplatz?

Ich würde Fachbereichsbibliotheken sowie die Hauptbibliothek empfehlen, dort ist es ruhig und es gibt keine Ablenkungen. Ich fand aus auch immer sehr motivierend, inmitten der konzentrierten StudentInnen zu sitzen, das wirkt sich positiv auf die Lernmotivation aus.  Von Cafés würde ich eher abraten, da sie doch lauter sind. Für Gruppetreffen sind sie in Ordnung, wobei ich auch da eher zu ruhigen Orten raten würde.

Was macht das TFM-Studium an der Uni Wien deiner Meinung nach besonders?

Das breite Feld das TFM bietet. Am Anfang des Studiums schnuppert man in alle drei Bereiche rein und lernt sie besser kennen. Man kann sich dann in der Vertiefung fokussieren  und auch bei Arbeiten lassen gewisse ProfesserorInnen sehr viel Freiraum, was die Themen betrifft. Generell ist die Betreuung der meisten ProfessorInnen gut, man kann mit ihnen über vieles reden und es lässt sich auch für jedes Problem eine Lösung finden. In TFM steckt auch eine große Vielfalt aus anderen Disziplinen, dass macht das Studium interessant.

Was willst du den Erstsemestrigen auf diesem Weg mitgeben? Irgendwelche Tipps oder Ratschläge?

Bildet Lerngruppen, ich habe meine im ersten Semester über Moodle gefunden und es hat mir sehr geholfen beim Lernen Anschluss finden. Vernetzt euch, auf FB gibt es eine TFM Gruppe in der man über Probleme beim Lernstoff reden kann, Infos bekommt zu Projekten und allgemeine Fragen zum Studium stellen kann. Manchmal stehen auch Jobanzeigen dort, wo man dann die ein oder andere Erfahrung sammeln kann. Besucht auf jeden Fall die Vorlesungen, vor allem die STEOP. Wenn man nicht anwesend ist, ist es sehr schwer, das nachzulernen. Man kann sich über die Uni ein gratis Microsoft Office Paket runterladen für den PC zuhause, während dem Studium das sollte man nutzen.

Wenn du könntest: Was würdest du am Studium/an deiner Uni verändern?

Für die Computerräume eine Anzeige, dass man weiß ob was frei ist, um nicht umsonst hinzufahren. Wenn eine Vorlesung stark belegt ist, sie in größere Räume verlegen, damit niemand auf Treppen sitzen muss.

Zum Abschluss: Gibt es irgendetwas, von dem du wünschtest, du hättest es vor deinem Studienbeginn über dein Studium gewusst?

Ich wünschte ich hätte gewusst, wie wichtig Praktika und Networking wirklich sind. Mit einem Studienabschluss, ohne Leute aus der Branche zu kennen oder ohne Praxiserfahrung, ist es anfangs schwer, Fuß zu fassen.

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Du bist dir noch nicht sicher, ob Theater- Film und Medienwissenschaften wirklich das richtige Studium für dich ist und würdest dich gerne noch in andere Studienrichtungen einlesen? Wir haben uns auch schon mit den Bachelorstudiengängen Medizin, Psychologie, Jus, Wirtschaftsinformatik und Publizistik beschäftigt.

Außerdem geben wir dir Tipps, wie du dich vor allem in den Prüfungsphasen zum Lernen motivieren kannst und welche Lernstrategien es gibt! Vielleicht findest du dich auch bei unseren 8 Arten von Studenten wieder.

Hoffentlich haben wir dir mit diesem Artikel die Entscheidung für oder gegen ein Studium der Theater- Film und Medienwissenschaften erleichtert. Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß beim Studienbeginn!

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von marlies

13. April 2021

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Für die Sprachentalente unter euch haben wir uns wieder schlau gemacht und wichtige Infos zu Studienangeboten mit sprachlichem Schwerpunkt gesammelt.