Bio-Bäckerei Öfferl

Nächster Weg - direkt zum Öfferl! © Valentina Wasner
ESSEN & TRINKEN

veröffentlicht von sebastian

8. November 2020

ESSEN & TRINKEN

Ihr steht auf hochwertige Qualität und faire Preise bei Brot und Gebäck? Dann seid ihr in der Bio-Bäckerei Öfferl goldrichtig.

Als wir begonnen haben, haben wir einfach mal alles in Frage gestellt."

Zwar hat das Öfferl offensichtlich zu Beginn alles in Frage gestellt, aber jetzt haben sie im wahrsten Sinne des Wortes alles richtig gemacht. Wie? Dir sagt dieser Begriff absolut gar nichts? Na dann heißts jetzt aber weiterlesen und inspirieren lassen. Wir haben uns wieder einmal für euch schlau gemacht.

Das Konzept

Beim Öfferl handelt es sich um eine einzigartige Bäckerei mit Wurzeln im tiefsten Weinviertel. Der Familienbetrieb setzt vor allem auf Bioprodukte und das vielschichtige Handwerk des Backens wird großgeschrieben. Beim Versuch, mit der Menge mitzuschwimmen und herkömmliche Backmischungen zu verwenden, wurde deutlich, dass sich das Öfferl nicht in diese Richtung bewegen darf. Der Beruf des Bäckers wird schon seit einiger Zeit nicht ausreichend wertgeschätzt und diesem Denken will der Familienbetrieb entgegenwirken. Jedes Weckerl, jedes Semmerl und jedes Stangerl wird per Hand geformt, was nur noch die wenigsten Bäckereien von sich behaupten können.

Fairness ist auch ein Punkt, der in diesem Kontext angesprochen werden muss. Die Landwirte, die zu einem großen Teil für die Zutaten von Gebäck verantwortlich sind, sollen für ihre Arbeit auch Wertschätzung erhalten. Das Öfferl setzt auf faire und ausgeglichene Verträge mit den regionalen Lieferanten, weswegen die Qualität steigt. Oft schätzen auch wir im Waldviertel nicht, was wir um uns herum alles haben. Fleisch, Eier, Gemüse usw. werden auch bei uns angeboten, also daran scheitert es nicht. Das Konsumverhalten befindet sich zurzeit sowieso in einem Wandel -> hoffentlich in die richtige Richtung.

öfferl

Na, jetzt auch hungrig?
© Valentina Wasner

Der Backprozess

Gutes Gebäck braucht Zeit, das perfekte Gebäck von Öfferl benötigt rund zwei Tage. Für die unterschiedlichen Brotvariationen wird lediglich Sauerteig benutzt, der zwischendurch immer wieder rasten muss. Im Anschluss daran kommen sie in den Dampfbackofen, welcher den Broten eine unverkennbare Note versetzt. Das Öfferl baut hierbei vor allem auf Qualität, die bereits im Boden beginnt. Deswegen stammen die Zutaten, wie oben erwähnt, aus der Region, genauer gesagt aus dem Weinviertel oder Burgenland.

Wenn wir von waschechtem Familienbetrieb sprechen, dann übertreiben wir keinesfalls. Das Herz des Öfferl besteht aus dem Chef Georg, seiner Mutter und seinem Vater sowie seinem Cousin Lukas Uhl und seiner Cousine. Mehr geht wirklich nicht, oder? Das Wissen und Können hat sich über viele Jahre angesammelt, wurde weitergegeben oder auch neu erlernt. Genau das macht den Betrieb unserer Meinung nach aus.

Die Herzstücke der Bäckerei

Auf der Website sind die verschiedenen Brote ersichtlich, die sich unglaublich gut verkaufen. Wir möchten euch diese kurz auflisten:

  • Madame Crousto: sinnlich, zartweich und sanft (biodynamisches Weizenmischbrot)
  • Mademoiselle Crousto: natürlich, blühend und zierlich (biodynamisches Weizenmischbrot)
  • Ulrich Urkorn: mutig, süßlich und urig (biodynamisches Vollkornbrot)
  • Rainer Roggen: bodenständig, knackig und saftig (biodynamisches Roggenbrot)
  • Rotraud von Oberkulm: verbunden, fein und nussig (biodynamisches Dinkelbrot mit Waldblütenhonig)
  • Robert de Vino: erdig, gelassen und mild (biodynamisches Sonnenblumen-Walnussbrot)
  • Meister Wenzel: familiär, vollmundig und mostig (biodynamisches Roggenmischbrot)

Darüber hinaus gibt es leckere Handsemmeln, Kornspitze, Salzstangerl, Weinbergspitzen und Dinkelweckerl, welche die Gäste des Öfferl lieben. Für die Naschkatzen unter euch trumpft die Bäckerei unter anderem mit Cruffins (Croissant und Muffin vereint), die mit unterschiedlichen Toppings (Zimt, Schokolade, ..) gekauft werden können. Die Klassiker, wie Topfengolatschen, Krapfen oder Apfelstrudel dürfen natürlich auch nicht fehlen. Alles, was das Waldviertler Herz begehrt!

arbeitsplatz

Bei der Arbeit.
© Valentina Wasner

Wo kann ich die Produkte kaufen?

Wie bereits erwähnt, liegt das Mutterschiff der Bäckerei im Weinviertel, genauer gesagt in Gaubitsch. Hier kommen die frischen Backwaren täglich in alle Betriebe, in denen sie verkauft werden. Da wird frisch wirklich großgeschrieben:

  • Gaubitsch 15, 2154 Gaubitsch (Weinviertel)

In Wien gibt es insgesamt drei Standorte, wobei es sich bei einem lediglich um einen Pop-Up-Store (zeitlich begrenzt) handelt:

  • Wollzeile 31, 1010 Wien (am besten zu erreichen über U3 Stubentor beziehungsweise Linie 3A Riemergasse)
  • Pop-Up-Store Mariahilfer Straße 9, 1060 Wien (am besten zu erreichen über U2 Museumsquartier)
  • Währinger Straße 93, 1180 Wien (am besten zu erreichen über U6 Währinger Straße beziehungsweise Linien 40/41 Kutschkergasse)

Diverse Waren werden auch an anderen Standorten verkauft. Nähere Informationen findest du auf der Website vom Öfferl.

öfferl

Wie wär’s damit?
© Valentina Wasner

Das Bistro

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, im Öfferl eine Kleinigkeit zu essen. Wenn du also genug Zeit hast und in Ruhe dein Essen genießen willst, ist das möglich. Der Standort in der Wollzeile im 1. Wiener Gemeindebezirk ist mit gemütlichen Tischen und Stühlen ausgestattet. Das Team verzaubert dich von morgens bis nachmittags mit leckeren Speisen und Snacks. Das solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen! Was ich persönlich sehr cool finde ist, dass sich die Speisekarte je nach Saison verändert und anpasst. Je nach Jahreszeit wird mit anderen Produkten und Erzeugnissen der Natur gearbeitet.

Die Kaffeeliebhaber unter euch müssen sich das Öfferl auf jeden Fall merken. Angeboten wird feinster Kaffee, der fair gehandelt und sogar selbst geröstet wird. Was will man mehr? Die Qualität spricht also für sich, weswegen man sich keinesfalls vom Preis abschrecken lassen darf. Viele sind die Spottpreise einer Hofer-Backbox gewöhnt, aber damit kann das Öfferl nicht verglichen werden. Die Preise spiegeln das ausgesprochen vielfältige Handwerk, die Zeit und die hochwertigen Inhaltsstoffe wider. Man sollte beim Kauf auch den fairen Handel und die Verwendung von Zutaten aus der Region berücksichtigen. Und wenn’s schmeckt, kann man auch einmal etwas tiefer in die Tasche greifen.

öfferl

Zum Anbeißen!
© Valentina Wasner

Fazit

Du hast beim Lesen sicher gemerkt, wofür das Öfferl steht und warum dieses Konzept verfolgt wird. Die Verwendung von regionalen Produkten ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Welt befindet sich in einem Wandel und wir in Österreich haben Ressourcen, von denen wir unbedingt Gebrauch machen sollen. Das Bewusstsein dafür soll gestärkt werden, was auch Georg Öfferl und Lukas Uhl ein wichtiges Anliegen ist.

Eine letzte Frage an Lukas: Warum war beziehungsweise ist es euch ein Anliegen, eure Produkte und somit das Handwerk nach Wien zu bringen – also sozusagen das Land in die Stadt zu transportieren?

~ Hauptgrund ist auf jeden Fall der wirtschaftliche Faktor, den das Handwerk des Bäckers mit sich bringt. Es braucht logischerweise eine gewisse Kaufkraft, um die Produkte verkaufen zu können. Am Land war beziehungsweise ist das oftmals etwas schwieriger, weswegen wir uns eher nach Wien begeben. Die Wurzeln werden aber nach wie vor im Weinviertel bleiben! Außerdem ist es ein tolles Gefühl, wenn du als Kunde weißt, woher die Zutaten für dein Weckerl wirklich kommen. Und für uns ist das natürlich auch schön mitanzusehen. ~

 
 

veröffentlicht von sebastian

8. November 2020

ESSEN & TRINKEN
Die asiatische Küche besteht nur aus Sushi und Maki? Falsch gedacht! Vor allem Wien hat einiges mehr zu bieten, wenn es um asiatische Restaurants geht.