ESSEN & TRINKEN

veröffentlicht von Thomers

6. Mai 2019

ESSEN & TRINKEN

Es gibt einige Pay as you wish Restaurants in Wien. Darunter fällt auch der Wiener Deewan. Wir waren für euch vor Ort und haben das pakistanische Restaurant getestet.

Im 9. Bezirk, in der Nähe der Uni, macht der Wiener Deewan mit seinem Pay as you wish Angebot Studenten und Schnäppchenjägern schöne Augen. Das Prinzip ist relativ simpel: bezahl so viel, wie du willst bzw. wie viel es dir wert ist. Für Getränke gibt es Fixpreise, der Rest funktioniert über die eben genannte Bezahlphilosophie. Gläser mit Leitungswasser werden außerdem zur Verfügung gestellt und sind von den Getränkefixpreisen ausgenommen.

Wie bereits erwähnt, befindet sich das Restaurant einen kleinen Fußmarsch von der Hauptuni entfernt. Die geeignetste U-Bahnstation ist folglich die U2 Haltestelle Schottentor. Von dort aus erreichst du das Lokal über die Liechtensteinstraße.

Adäquate Auswahl

Die Auswahl an Speisen ist nicht sonderlich groß, nichtsdestoweniger ist hier für jeden etwas dabei. Das Angebot beinhaltet mehrere Curries: vegetarisch, vegan oder mit Fleisch. Es gibt außerdem eine Salatbar, die mit mehreren Dressings aufwartet, und Reis oder Fladenbrot als Beilage. Das Menü wechselt unseres Wissens nach nicht, die Auswahl bleibt also immer die gleiche. Dafür werden die Speisen aber immer frisch zubereitet und wenn man bedenkt, dass man so viel bezahlen kann, wie man will, ist das Essen einigermaßen in Ordnung.

Die Salatbar und das frisch zubereitete Naan.

Wir haben jedes Gericht probiert, das angeboten wurde. Für Curries, die bekannterweise würzig bis scharf sind, schmecken die meisten Variationen allerdings etwas fad. Wer auf ein qualitativ hochwertiges Mahl Wert legt, wird hier wohl nicht zu hundert Prozent glücklich werden. Natürlich herrscht Selbstbedienung. Die Angestellten sind  zurückhaltend, und wirkten bei unserem Besuch schon fast eher abgeschreckt.

Ambiente

Während dem Essen fühlt man sich ein wenig wie in einem Wohnzimmer, es herrscht eine ungezwungene Atmosphäre. Die Luft ist jedoch etwas stickig und die Möbel sind eng aneinander gereiht. Außerdem ist es im Lokal meist etwas heiß, wenn du also Kreislaufprobleme oder Platzangst haben solltest, wirst du dich hier nicht besonders wohl fühlen. Macht aber nichts, denn man kann bei schönem Wetter auch draußen dinieren.
Um die Mittagszeit ist hier meistens viel los, wir empfehlen eher am Nachmittag hier zu speisen. Auf musikalische Untermalung wird kein Wert gelegt. Das kann durchaus ein Pluspunkt sein, wenn man an die auditive Zwangsbeglückung denkt, die einem in anderen Restaurants vorgesetzt wird.

Die Auswahl besteht aus 5 verschiedenen Curries.

Bezahlt wird, wenn man das Restaurant verlässt. Das läuft meist sehr unpersönlich ab. Man legt das Geld auf den Tresen, wird wenig bis gar nicht beachtet und das war’s dann auch schon. Kein Danke, keine Verabschiedung. Generell wirkt das Personal etwas mürrisch und desinteressiert. Vom Charme her passt der Deewan also perfekt in die Grantlerhauptstadt. Hier gehört das zum guten Ton.

Fazit

Pay as you wish ist ein System, das offensichtlich funktioniert. Studien haben bewiesen, dass Menschen sogar durchschnittlich mehr bezahlen, wenn ihnen kein fixer Preis vorgegeben wird. Im Waldviertel gibt es unseres Wissens nach so etwas noch nicht. Dieses Konzept eignet sich perfekt für Studenten, das Lokal ist noch dazu in Uni-Nähe, also ein guter Tipp für kurze Pausen zwischen Vorlesungen. Wir sind überzeugt und empfehlen den Wiener Deewan auf jeden Fall weiter. Als Gourmet bist du woanders aber vermutlich besser dran.

 

Der Wiener Deewan
Liechtensteinstraße 10
1090 Wien

Öffnungszeiten:
Montag – Samstag 11:00 – 23:00 Uhr
Sonntag + Feiertags geschlossen

 
Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von david

6. Mai 2019

ESSEN & TRINKEN
Wien, oh Wien. Gibt's was Schöneres als deine Cafés? Das Kaffeehaus ist ein Stück Wiener Leitkultur – und gehört damals wie heute zu den zentralsten Institutionen der Stadt. Wir stellen fünf der geschichtsträchtigsten vor.