Die österreichischen Mensen - Kantinen an den Unis

ESSEN & TRINKEN

veröffentlicht von marlies

15. Oktober 2018

ESSEN & TRINKEN

Billig, ungesund und lediglich Fertigprodukte? Das ist glücklicherweise nur noch ein veraltetes Vorurteil über Kantinenessen. Hier erfahrt ihr das Wichtigste über die Mensen an den Unis und FHs.

Österreichische Mensen – Kulinarik an Universitäten und Hochschulen seit 1974

Die österreichischen Mensen sind an über 50 Standorten in Österreich an Unis, FHs und Schulen vertreten.  Alleine in Wien befinden sich 16 davon, beispielsweise an einigen Fakultäten der Universität Wien, BOKU, TU, FH Technikum Wien und an der Pädagogischen Hochschule um nur ein paar zu nennen. Mehr als 400 Mitarbeiter kümmern sich österreichweit um euer Wohlbefinden, indem sie an Spitzentagen bis zu 15 000 Mahlzeiten zubereiten und verkaufen. Egal, ob euer Körper nach einem stärkenden Mittagessen, einem kleinen Snack oder dem schnellen Kaffee zwischendurch schreit – die nächste Mensa (oder eines der M-Cafés) ist garantiert nicht weit entfernt.

Eine besonders große Rolle spielen in dem Unternehmen die Themen Umwelt, Regionalität und Nachhaltigkeit. Nachweislich beziehen alle der über 50 Standorte sämtliche Lebensmittel von österreichischen Produzenten. Wer weiß, vielleicht stammen ja die Kartoffeln, die für den Salat benutzt wurden, sogar von deinem Nachbar aus dem Waldviertel? Auch durch Green Catering sticht das Unternehmen als einziges in dieser Branche positiv hervor.

mensa uni

Lasst euch von den Specials in den österreichischen Mensen verwöhnen!

Schmeckt, geht schnell und ist günstig."

Dieser Grundsatz wird in den Mensen großgeschrieben! Das Unternehmen legt nicht nur Wert darauf, dass ihre Kundinnen und Kunden selbst bei straffer Terminplanung in den Genuss ihrer Speisen kommen können. Es wird zudem darauf geachtet, dass ausgewogene Menüs aus qualitativ hochwertigen Zutaten zubereitet werden. Auch an der Portionsgröße wird in den Mensen nicht gespart. Trotz alldem bewegen sich die Preise definitiv in einem Bereich, der für Studentinnen und Studenten stets erschwinglich ist.  Wo sonst bekommt ihr für unter 6€ eine frisch gekochte Suppe und eine Hauptspeise mit Salat? Da der Durchschnittsstudent verständlicherweise nicht immer Zeit (oder Lust) hat selbst zu kochen, bieten sich die österreichischen Mensen als willkommene Alternative an. Auf Dauer wird schließlich niemand mit Fast Food à la Kebap, Pizzaeck und Würstl oder einem in Unmengen Plastik verpackten Sandwich aus dem nächstbesten Automaten glücklich.

Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl

Speisepläne und Angebot

Abhängig von der Größe der jeweiligen Mensa variiert natürlich das Angebot. Für gewöhnlich gibt es jedoch in den meisten Fällen zwei wechselnde Menüs, wovon eines vegetarisch ist. Zudem findet ihr in der „Gesunden Ecke“ frisches Obst, Bio-Müsli, Smoothies, gefüllte Weckerl und vieles mehr. Auch täglich wechselnde warme Desserts, warme Beilagen und verschiedene Suppen stehen in den Mensen zur Auswahl. Für diejenigen unter euch, die morgens lieber länger schlafen und das Frühstück zur Not ausfallen lassen, gibt es (zumindest an einigen Standorten) auch die Möglichkeit zu frühstücken. Von langweiligem Kantinenessen keine Spur!

mensa uni

Hmm was gibt’s wohl heute zu essen?

Um stets up-to-date zu sein, könnt ihr den Speiseplan direkt auf der Website der österreichischen Mensen abonnieren. Dann landet jeden Sonntag eine E-Mail mit den Menüs der kommenden Woche in eurem Postfach. Die App Studo bietet eine weitere Möglichkeit, mit der ihr euch über das Menü der aktuellen Woche informieren könnt. Neben Informationen zu euren Lehrveranstaltungen, einer Auflistung eurer Prüfungsleistungen und diversen Gutscheinen findet ihr eben auch günstige Essensangebote von Mensen und sonstigen Lokalen in Uni- oder FH-Nähe.

Wie ihr wisst, besteht die Zielgruppe der Mensen aus Studentinnen und Studenten, aber auch externe Gäste sind sehr gern gesehen.
Ein weiterer Vorteil: Mit dem Mensen-Pickerl der ÖH bekommt ihr auf die ohnehin günstigen Preise noch weitere Ermäßigungen.

 
 
 

Eigene Erfahrungen und Tipps

Nicht an allen Standorten der österreichischen Mensen gelten dieselben Öffnungszeiten und Angebote, weshalb es sich empfiehlt, diese Infos vorweg online zu checken. An dieser Stelle sollten wir auch erwähnen, dass es nicht unerheblich ist, wann ihr gedenkt essen zu gehen. Besonders um die Mittagszeit könnte es nämlich manchmal auch etwas stressiger zugehen. Wenn ihr dem Kampf um einen Platz an einem der Tische aus dem Weg gehen wollt und euer Zeitplan es zulässt, geht lieber etwas früher oder später essen und meidet die Hauptmittagessenszeit (also grob gesagt von 12 bis 13 Uhr).

mensa uni

Die Ruhe vor dem Sturm… noch gibt’s genügend freie Tische.

Besonders beliebt sind Angebote, die individuell an die eigenen Vorlieben angepasst werden können: Ihr liebt Pasta und könntet euch einzig und allein davon ernähren? Kein Problem, das wohl beliebteste Studentenessen gibt’s stets in verschiedenen Variationen. Oder ihr habt überdurchschnittlich viel (oder wenig) Appetit? Nur eine Obstknödel für den süßen Hunger oder doch lieber 5, 6 oder 7 als Hauptmahlzeit? Das alles ist ebenfalls kein Problem! Bei manchen Speisen könnt ihr euch die Portionsgröße selbst aussuchen und zahlt dann der Menge entsprechend. So vermeidet ihr Lebensmittelverschwendung und zahlt nur das, was ihr wirklich konsumiert.

Die M-Cafés, beispielsweise im NIG, sind nicht nur für Snacks und Kaffee zwischendurch geeignet. Bei gratis WLAN und in der hellen, freundlichen Umgebung arbeitet oder lernt sich’s direkt viel besser, wenn man die Wartezeit zwischen Lehrveranstaltungen überbrücken muss.

Falls ihr übrigens ein bisschen Rooftop-Feeling der etwas anderen Art erleben wollt, eignet sich dafür hervorragend die Mensa im NIG. Im siebten Stockwerk genießt ihr den beeindruckenden Ausblick auf die Votivkirche – ganz ohne dabei horrende Preise befürchten zu müssen.

mensa uni

Der Ausblick aus der Mensa im NIG.

Die Mensen als beliebter Treffpunkt

Wo trifft man am ehesten Studienkollegen oder Studierende anderer Studiengänge (mit Ausnahme der Uni oder FH an sich natürlich)? Ganz richtig, in den Mensen. Die Wahrscheinlichkeit, auf Studierende mit ähnlichen Interessen zu treffen, ist in den österreichischen Mensen sehr hoch. Möglicherweise werdet ihr schneller als ihr denkt in ein Gespräch verwickelt: egal ob ihr Smalltalk haltet oder Altfragen und Tipps für die anstehenden Prüfungen austauscht – ihr befindet euch ziemlich sicher in einer Win-Win-Situation. Vielleicht kann dir dein Gesprächspartner ja auch bei deinem neusten Projekt behilflich sein oder hat einfach ein offenes Ohr für dich, wenn du aus dem Jammern kaum herauskommst. Außerdem schmeckt das Essen direkt noch viel besser, wenn man sich in netter Gesellschaft befindet. In den Mensen bietet sich die perfekte Gelegenheit neue Leute kennenzulernen, euch über den Unialltag und euren Studiengang auszutauschen oder einfach gemütlich beisammenzusitzen.

Besucht ihr regelmäßig die Mensa an eurer Uni oder FH? Und wie zufrieden seid ihr mit den Angeboten? Wir freuen uns auf eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren.

 
 

veröffentlicht von yvonne

15. Oktober 2018

ESSEN & TRINKEN
Schon im ersten Teil von der Serie Regional Phänomenal haben wir dir gezeigt, dass du selbst in der großen Stadt Möglichkeiten hast, regionale Produkte wie zu Hause im Waldviertel zu bekommen. Darum wollen wir im zweiten Teil die restlichen Bezirke von 11. bis 23. bedienen.