Schnell und easy: Essen liefern in Wien

Foto: Mor Shani / Unsplash
ESSEN & TRINKEN

veröffentlicht von david

7. Februar 2021

ESSEN & TRINKEN

Mahlzeiten ohne viel Aufwand – Lieferservices machen es möglich. Wir haben die besten Anbieter, um sich in Wien Essen liefern zu lassen, zusammengefasst.

Sonntagabend. Nach einem langen Tag, gefüllt mit Arbeit, Lernen, der einen oder anderen Serie und einem Spaziergang in Wien beginnt der Magen langsam zu grummeln. Hunger macht sich breit, doch von frischem Essen ist in der Wohnung keine Spur. Der Kühlschrank droht von seiner eigenen Leere zusammenzubrechen und die Essensreste im Tiefkühlfach wirken auch nicht gerade ansprechend. Eine Alternative muss her – am besten eine frische Mahlzeit, die auf magische Weise aus dem Nichts mitten in der Wohnung auftaucht. Okay, Magie können die Wiener Lieferdienste leider nicht bieten, aber frisches Essen ohne großartigen Aufwand allemal. Wer sich in Wien Essen liefern lassen möchte, findet jede erdenkliche Mahlzeit auf irgendeiner Plattform. Doch welche Anbieter gibt es überhaupt?

Wiens Lieferdienste haben weit mehr zu bieten als Pizza von Lieferando. Ganz egal, ob es nachhaltig, regional, vegetarisch, gesund oder einfach nur Comfort-Food sein soll: Mit der richtigen (Internet-)Adresse lässt sich praktisch alles bis direkt vor die Haustür bestellen. Seit einiger Zeit sind Lieferdienste ja auch im Waldviertel fest verankert, wenngleich das Angebot noch verbesserungswürdig ist. Wer das richtige Restaurant in der Nähe hat, bekommt aber auch hier sein Essen bis vor die Tür. Außerdem kann man bei Billa und Interspar ganz allgemein Lebensmittel bestellen. So klein ist das Angebot im Waldviertel also gar nicht. Vergleichbar mit Wien ist es trotzdem nicht im Ansatz. Und was die Großstadt so zu bieten hat, dem gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.

1. Mjam – der Platzhirsch

Unangefochtener Spitzenreiter bei den Lieferservices in Wien ist die Bestellplattform Mjam, die 2008 in Wien gegründet wurde und mittlerweile international bekannt ist. Bei Mjam kann man frisches Essen von einer breiten Palette an Wiener Lokalen und Restaurants bestellen. Mjam agiert dabei als Vermittler, der das fertige Gericht (mit dem Fahrrad) vom Restaurant zu dir bringt. Wer also Essen bei Mjam bestellt, bestellt in erster Linie beim ausgewählten Restaurant, ein Teil der bezahlten Summe sowie die Lieferkosten gehen jedoch an Mjam.

Fahrradkurier in einer Seitenstraße

Fahrradkuriere wie diesen findet man in praktisch allen Großstädten. Mjam ist das Wiener Pendant in grün. Foto: Kai Pilger

Eine kurze Suche nach Restaurants auf Mjam an meiner früheren Wohnadresse in Wien Ottakring (16. Bezirk) liefert 485 Ergebnisse. Bei den unzähligen Gerichten, die jedes Restaurant bietet, sind das tausende Optionen. Wer hier nicht die richtige Mahlzeit findet, findet sie wohl nirgendwo. Bei jedem Restaurant ist angegeben, wie lange es circa dauert, bis die Bestellung ankommt und bei jeder Bestellung gibt es Zwischenupdates, wann die Lieferung endlich auf dem Weg ist. So einfach kann es sein, sich in Wien Essen liefern zu lassen. Die meisten Restaurants haben einen Mindestbestellwert von circa 10 €. Wer sich eine normale Portion Essen bestellt und mindestens zu zweit ist, kommt schnell auf diese Summe. Dafür ist die Lieferung zumeist gratis.

Bis vor Kurzem hieß Mjam übrigens noch Foodora. Aus den pinken Foodora-Fahrradkurieren wurden die grünen Mjam-Kuriere, die überall in Wien zu sehen sind. Bei Mjam gibt es außerdem auch Fast-Food von McDonalds, Burger King oder Subway. Bezahlt wird mit Karte oder in Bar. Und vergiss bitte nicht auf etwas Trinkgeld für den Fahrradkurier – gerade in der kalten Jahreszeit ist der Job alles andere als dankbar. 

2. Lieferando

Nahezu deckungsgleich mit dem Angebot von Mjam ist das der Bestellplattform Lieferando, die nach exakt dem gleichen Prinzip agiert. Fahrradkuriere holen das Essen von den registrierten Restaurants ab und bringen es geradewegs zu dir. Der einzige Unterschied: Lieferando kommt aus den Niederlanden. Abgesehen davon bietet die Plattform eine ähnlich breite Auswahl, die alles von Burgern über Sushi bis hin zu indischem Dahl und herzhafter österreichischer Küche abdeckt.

McDonalds Sackerl

Essen von McDonald’s gibt’s auch bei Lieferando. Ebenso finden sich genügend gesunde Alternativen. Foto: Erik Mclean / Unsplash

Eine Suche nach Restaurants an derselben Adresse wie bei Mjam liefert 413 Ergebnisse. Das sind etwas weniger, aber insgesamt immer noch so viele, dass es unmöglich ist, alle durchzugehen. Das Angebot ist also ebenso riesig. Auch hier haben die meisten Restaurants einen Mindestbestellwert von 10-15 €, dafür ist die Lieferung dann kostenlos. Die Bezahlung funktioniert digital oder in bar – und auch bei Lieferando freut sich sicher jeder Fahrer über etwas Trinkgeld.

3. Alfies – der Online-Supermarkt

Sich in Wien Essen liefern zu lassen, heißt nicht nur, bei Restaurants zu bestellen. Spätestens seit Corona boomen auch Online-Supermärkte. Alfies rühmt sich, der schnellste von allen zu sein. Wer bei Alfies bestellt, bekommt seine Lieferung innerhalb von 60-120 Minuten und das an sieben Tage die Woche bis Mitternacht.

Das Angebot reicht von Obst und Gemüse über Nudeln und Müsli bis hin zu Getränken und Tierfutter – und das zu einem Preis, der durchaus mit normalen Supermarktpreisen zu vergleichen ist. Wer also gerne stressfrei und schnell einkauft, findet bei Alfies alles, was er braucht. Der Mindestbestellwert liegt bei 15 € und ab 35 € ist die Lieferung kostenfrei. Ansonsten fallen 2,99 € Zustellgebühren an.

Alfies eignet sich vor allem für jene Tage, an denen der Einkauf im Supermarkt zu stressig ist oder man um 22.00 Uhr bemerkt, dass man eigentlich überhaupt nichts zu essen zu Hause hat. Einziges Manko: Der Online-Supermarkt liefert noch nicht in alle Gebiete in Wien. Derzeit kann in den Bezirken 1 bis 15 und 23, sowie in weiten Teilen der Bezirke 16 bis 20 bei Alfies bestellen.

4. Rita Bringt’s

Essenslieferungen der anderen Art bietet das Unternehmen „Rita bringt’s“. Wer schon eine Weile in Wien wohnt, hat vielleicht schon einmal die Lastenräder des Lieferdienstes gesehen. „Rita bringt’s“ ist der erste Lieferservice für vegetarisches Bio-Essen in Wien. Täglich kann man bis 16.00 Uhr für den Folgetag oder die ganze Woche Mahlzeiten bestellen. Diese werden dann zwischen 9.30 und 12.00 Uhr mit dem Lastenfahrrad angeliefert. Man muss sie nur noch aufwärmen oder kann sie direkt kalt genießen. 

Bei Rita bringt’s geht es vegetarisch und nachhaltig zu. Womöglich hast du die Lastenfahrräder schon einmal im Stadtverkehr erspäht. Foto: Rita bringt’s

Damit es nicht langweilig wird, ändert sich die saisonale Speisekarte jede Woche. Ein Hauptgericht  kostet zwischen 9 und 12 €.  Liefergebühr gibt es keine, dafür hat „Rita bringt’s“ einen Mindestbestellwert von 12 €, was ab zwei Mahlzeiten (auch über mehrere Tage verteilt) aber leicht abgedeckt ist. 

5. Biokisterl

Ein ebenso spannendes wie nachhaltiges Angebot in Wien sind die diversen Biokisterl von unterschiedlichen Obst- und Gemüsehändlern. Zwei der bekanntesten Anbieter sind adamah.at und Bioigel. Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer ein Biokisterl bestellt, bekommt eine Kiste voll mit regionalem und saisonalem Bio-Gemüse und -Obst vor die Haustür geliefert. Mit solch einer Kiste ist man mindestens eine Woche lang mit hochwertigen, frischen Lebensmitteln versorgt und unterstützt zugleich Bauern aus der Region. Das bringt das Prinzip „Essen liefern in Wien“ auf ein völlig neues Level.

Eine Kiste kostet je nach Größe zwischen 13 und 20 € – was angesichts der Qualität der Lebensmittel durchaus preiswert ist. Es gibt auch immer unterschiedliche Varianten jeder Kiste. Du möchtest mehr Obst statt Gemüse? Kein Problem! Auch für Büros und Familien bieten die meisten Händler eigene Optionen.

Eine Übersicht über alle Biokisterl in Wien findet sich hier.

6. Markta – der Online Bauernmarkt

Frisch wie das Biokisterl ist auch das Angebot von Markta – einem „digitalen Bauernmarkt“. Das Schema ist ähnlich wie bei Amazon: Markta fungiert als Marktplatz für regionale Produzenten, die über die Plattform ihre Waren verkaufen. Wer sich durch das Angebot klickt, findet sich tatsächlich auf so etwas wie einem virtuellen Markt wieder. Es gibt frisches Obst und Gemüse, Bio-Fleisch, Käse und Milchprodukte, Nudeln und diverse Trockenwaren, Aufstriche, Snacks, Getränke und vieles mehr – alles aus regionaler Produktion. Bei jedem Produkt ist außerdem angegeben, woher es kommt und von wem es hergestellt wurde.

Kennenlernpaket Markta

Eine kleine Auswahl an Produkten in einem Kennenlernpaket von Markta. Foto: Berend Schmid (Markta)

Preislich liegt Markta über dem klassischen Supermarkt-Niveau aber oft auch unter Biomarkt-Niveau. Für die Qualität, die man bekommt, sind die Preise angemessen. Der Mindestbestellwert liegt bei 20 €, ab 39 € ist die Lieferung kostenlos. 

Wer bei Markta bestellt, bekommt sein Paket je nach Ware entweder mit einem eigenen Lieferdienst oder (bei festen Lebensmitteln) mit der Post zugestellt. Alternativ kann man seinen Einkauf auch an einer der beiden Markta-Abholstellen am Naschmarkt oder in Favoriten abholen.

Frisches Essen überall!

Wer das Angebot an Lieferdiensten in Wien betrachtet, merkt schnell: Essen liefern in Wien umfasst weitaus mehr als die Stammpizzeria auf Mjam oder Lieferando. Ob frische Gerichte aus dem Restaurant, Lebensmittel, Getränke oder Bio-Gemüse – alles lässt sich bis vor die Haustüre liefern. Noch nie ging Einkaufen so schnell und einfach. 

Natürlich ist es eine Frage des Geschmacks, was man sich alles bestellen möchte. Manchmal ist das Einkaufen im Laden die bessere Option. Doch allein die Möglichkeit, sich im Zweifelsfall das Essen einfach zu bestellen, macht vieles einfacher. Und mit dem großen nachhaltigen und regionalen Angebot in Wien ist diese Option vielleicht gar nicht so schlecht.

 
 

veröffentlicht von sebastian

7. Februar 2021

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