Schutzhaus am Schafberg - Schlemmen hoch über Wien

ESSEN & TRINKEN

veröffentlicht von yvonne

18. Februar 2019

ESSEN & TRINKEN

Ein Geheimtipp am Berg. Das Schutzhaus am Schafberg im 17. Bezirk bietet viel mehr, als man von außen vielleicht glauben möchte. Hol‘ dir hier deinen ersten Eindruck für einen Besuch.

Weniger bekannt sind Schutzhäuser im Waldviertel. In Wien jedoch gehören sie zum Alltag in vielen Kleingartenanlagen. Ursprünglich als Treffpunkt für die Vereinsmitglieder gedacht, sind die heutigen Schutzhäuser oft auch für die Allgemeinheit zugänglich und werden als Gaststätten geführt. So auch das Schutzhaus am Schafberg. Unser Geheimtipp für dich, wenn du einmal genussvoll hoch hinaus möchtest.

 

Schafberg

Schutzhaus am Schafberg genau an der Grenze 17./18. Bezirk

Der Schafberg in Wien

390 Meter hoch ist er – der Schafberg in Wien und bildet seit 1890/92 die Grenze zwischen den Bezirken Hernals und Währing. Vielen von euch ist vielleicht das Schafbergbad ein Begriff, das genau an der Spitze des Berges erbaut wurde und einen ähnlichen Ausblick wie das Krapfenwaldbad bietet. In unmittelbarer Gehweite findet ihr auch das besagte Schutzhaus am Schafberg.

Das Schutzhaus

Wie der Name schon sagt, gehört das Schutzhaus am Schafberg zur Kleingartenanlage „Schafbergsiedlung“. In der unaussprechlichen Czartoryskigasse 190-192 wurde das damals recht einfache Holzhaus in den 1930er Jahren als Schutz für die Bewohner der umliegenden Kleingartensiedlungen errichtet. Bis in die 1970er bot das Gebäude sogar eine kleine Greißlerei als Nahversorger für die umliegenden Bewohner.
In den 1980ern machte sich der damalige aus dem Burgenland stammende Besitzer Josef Tschida durch seine deftige Küche einen durchaus berechtigten Namen. Außerdem war das Schutzhaus regelmäßig Anlaufpunkt für schräge Konzerte – von Ostbahn Kurti, zu den Neuwirth Schrammeln bis hin zu unterschiedlichen Punk-Bands standen so einige im Schutzhaus auf der Bühne.
Nach etlichen Jahren ging Josef Tschida schließlich in Pension und 2009 übernahmen Philipp Keller, Gerhard Podprany und Alexander Wiedermann das Ruder – nämlich jene Personen, die auch das bekannte Palais Eschenbach betreuen, wo früher unser Woodman stattfand.

Schafberg

Der Eingang vom Schutzhaus

Die Burschen haben das in die Jahre gekommenen Lokal schließlich von Grund auf neu renoviert und gestaltet. Im Sommer 2010 war letztlich auch der Gastgarten fertig und konnte neu gestaltet in Betrieb genommen werden. Trotzdem hat es am alten Schutzhaus-Charme nichts verloren.

Im Wirtshaus bin i wia z’Haus…

Das mussten die Betreiber als sie übernommen haben auch versprechen. Das Lokal muss ein typisches Wirtshaus bleiben hat es geheißen – und genau das haben sie sich auch vorgenommen und eingehalten.

„Wir suchten etwas Fixes. Eine Zuflucht, in der wir uns für den Gast gastronomisch verwirklichen können. Klassische, bodenständige, saisonale österreichische Küche, aber mit Piff, an einem urgemütlichen Ort.“, sagte Keller ein einem Zeitungsinterview im Jahr 2010 nach der Eröffnung.

schafberg

Das „Rosenzimmer“

So gibt es im Schutzhaus für dich immer 2 unterschiedliche Speisekarten aus denen du deine Speisen wählen kannst. Eine Wochenkarte mit Klassikern und eine Saisonkarte, die aktuelle saisonale Schmankerl (zB. Spargelwoche, Ganslessen) für dich bereit hält. Von Dienstag bis Freitag gibt es außerdem von 11.30 bis 14.00 Uhr ein Mittagsmenü um sagenhafte € 7,90.

…aber bei mia z’Haus bin i nia z’haus

Ist auch nicht nötig, denn das Schutzhaus bietet für jede deiner Gelegenheiten eine gute Möglichkeit Zeit zu verbringen – nämlich eine klassische Schank für ein schnelles Fluchtachterl, 4 unterschiedliche Räume für verschiedene Zwecke und einen großen Gastgarten, der vor allem im Sommer vor der Hitze Zuflucht bietet.
An Innen-Räumlichkeiten gibt es das Rosenzimmer für 40 Personen (Bild siehe oben), das Kaiserzimmer mit Kamin für 120 Personen, das Jägerstüberl inklusive Beamer mit Leinwand für 25 Personen (hier gab es auch schon Viewings während der Fußball-WM) und das Panoramazimmer mit Blick in den Gastgarten für 35 Personen. Der Gastgarten bietet insgesamt Platz für 150 Personen.

schafberg

Zugang und Gastgarten mit den alten Kastanienbäumen

Kleine und große Feiern bzw. Zusammentreffen kannst du also jederzeit und das ganze Jahr hindurch ohne Probleme veranstalten. Auch wenn du Freunde und Bekannte aus dem Waldviertel anreisen lassen möchtest, ist das durch den kleinen Parkplatz an der Seite des Lokals kein Problem. Also ganz egal, ob ein Tisch für 2, die Tafel für 20 oder die Party für 170 Personen.

BesucherInnenstimmen

Natürlich haben wir auch BesucherInnen (inkl. WaldviertlerInnen) befragt, wie ihr Eindruck vom Lokal war:

Simone:
„Ein tolles Lokal. Gutes Essen zu annehmbaren Preisen und ein gemütlicher Gastgarten mit Kastanienbäumen. Auch für Vegetarier ist etwas passendes dabei. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen.“ 

Yvonne:
„Ich habe meinen Masterabschluss im Schutzhaus gefeiert. Da ich in der Gegend wohne, ist mir der Gastgarten beim Vorbeifahren immer sehr positiv aufgefallen. Zufällig war ich dann mit einer Bekannten ein Bier hier trinken, da habe ich erst gesehen wie riesig das Lokal und wie nett die Atmosphäre hier ist. Für mich war klar – meine nächste Feier möchte ich hier abhalten. Ein absoluter Geheimtipp.“

Franz:
„Mir hat es sehr gut gefallen. Die Preise sind für Wiener Verhältnisse wirklich in Ordnung. Praktisch ist auch der kleine Parkplatz vor der Türe, wenn man mit dem Auto anreist. Der Gastgarten ist äußerst idyllisch und im Sommer natürlich optimal. Insgesamt ist das Lokal um etliches größer als es von Außen den Anschein hat.“

Bernadette:
„Sehr ansprechendes Lokal, mit herausragendem Servicepersonal und ausgezeichneter Küche. Wir waren im Zuge einer Feier zu Besuch und im Freibereich platziert. Außerdem ist uns aufgefallen, dass auch die Innenräumen sehr liebevoll gestaltet sind und zum Bleiben einladen.“

schutzhaus

Kaiserzimmer

Kontakt & Erreichbarkeit

Die gemütliche Variante ist die Buslinie 42A. Diese hält nämlich direkt vor der Tür des Schutzhauses. Startpunkt dafür wäre die Station Hernals (S-Bahn) und aussteigen musst du an der Station Twarochgasse. Bist du sportlicher und gehst gerne spazieren, dann kannst du auch mit der Straßenbahnlinie 43 zur Station Himmelmutterweg fahren und von dort aus den Schafberg erklimmen. Ungefähr 1km ist der Aufstieg in einer der schönsten Gegenden Wiens. An sonnigen Tagen eine absolute Empfehlung. Als Belohnung bekommst du auch einen Blick über Wien zu Gesicht. 🙂

Fazit

In jedem Fall kann das Schutzhaus am Schafberg als Geheimtipp gehandelt werden. Tolle Atmosphäre, annehmbare Preise, gute und vielseitige Küche plus einem erhaltenen Altwiener Charme in einem fast 100-jährigen Schutzhaus sind durchaus überzeugend.

Kontakt und Information

Schutzhaus am Schafberg

Schutzhaus am Schafberg, Czartoryskigasse, Wien, Österreich

https://www.schutzhaus-schafberg.at/

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag – Samstag:
11h – 23h
Sonn- und Feiertag:
10h – 22h

Bei Veranstaltungen gerne auch länger!

 

 

 
Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von yvonne

18. Februar 2019

ESSEN & TRINKEN
Bio ist mittlerweile im wahrsten Sinne in aller Munde. So auch in unserem Artikel, in dem wir dir Biobäckereien in Wien vorstellen.