Too Good To Go: So kannst du helfen, keine Lebensmittel zu verschwenden!

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/salat-feigen-k%C3%A4se-ziegenk%C3%A4se-1672505/
ESSEN & TRINKEN

veröffentlicht von MarleneK

2. September 2020

ESSEN & TRINKEN

Du stellst dir manchmal die Frage, wie du weniger Lebensmittel verschwenden kannst? Wir stellen dir die App Too Good To Go vor!

Wir stellen euch eine einfache Methode vor, um keine Lebensmittel mehr zu verschwenden. Sie ist leider noch nicht im Waldviertel angekommen,  wurde dafür aber in Wien bereits flächendeckend umgesetzt: Mit der App Too Good To Go könnt ihr billig frische Lebensmittel von Supermärkten, Restaurants oder Bäckereien kaufen, die ansonsten am Ende des Tages weggeworfen worden wären. So kannst du aktiv dabei mithelfen, keine Lebensmittel zu verschwenden. Wir haben uns für euch umgehört und beantworten die wichtigsten Fragen:

Was genau ist Lebensmittelverschwendung?

In den Medien wird immer wieder berichtet, dass täglich viele Lebensmittel, die eigentlich noch zu 100% genießbar wären, weggeworfen werden. Grund dafür ist, dass Supermärke, Restaurants oder Bäckereien nur komplett frische Lebensmittel verkaufen dürfen, denn sonst gäbe es sofort viele Beschwerden von Kunden. Dies ist besonders schlimm, weil damit nicht nur die Lebensmittel an sich verschwendet werden, sondern auch alle Ressourcen (z. B. Wasser, Boden, Arbeitskräfte), die zur Herstellung notwendig waren. Das alles ist eine Katastrophe für die Umwelt. Beispielsweise werden mit jedem Kilogramm weggeworfenem Brot 1000 Liter Wasser verschwendet. Die offizielle Too-Good-To-Go Seite berichtet, dass 33% aller Lebensmittel verschwendet werden.

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/salat-feigen-k%C3%A4se-ziegenk%C3%A4se-1672505/

Wie funktioniert das?

Der erste Schritt ist, dir die App Too Good To Go herunterzuladen. Dann musst du dich nur noch registrieren und schon gehts los. Auf der Startseite kannst du zuerst entweder deinen Standort auswählen oder deine Adresse manuell eingeben. Danach wirst du gefragt, in welchem Umkreis dir Essen vorgeschlagen werden soll (1km, 3km, 5km, etc.). Mit diesen Einstellungen schlägt dir die App alle Partnerbetriebe im Umkreis deiner Wahl vor. Wenn du das Essen deiner Wahl gefunden hast, kannst du es mit wenigen Klicken reservieren.

Wann ist Essen abzuholen?

Wann du das Essen abholen kannst, ist natürlich von Partner zu Partner unterschiedlich. Es wird dir immer ein fixer Zeitraum vorgegeben, das ist meist ein Zeitraum von 15 Minuten oder 30 Minuten, in dem du dein Essen holen musst. Die genaue Zeit ist oft kurz vor dem Schließen. Bei einigen Bäckereien ist dies 18:30, bei vielen Heurigen erst am Abend zwischen 20:30 und 21:00. Bei Restaurants gibt es oft eine frühere Welle so um 15:00, in der man sich die Mittagsmenüs, die nicht verkauft wurden, holen kann. Die Zeiten stehen aber immer groß dabei, so kannst du gut planen.

Wer macht mit?

Es ist schwierig zu verallgemeinern, wer aller mitmacht, da lohnt sich wirklich ein Blick in die App. Exemplarisch möchte ich euch trotzdem einige Beispiele aufzählen: Es machten beispielsweise Bäckereien wie das Backwerk, die Beyza Bäckerei oder DeliBrot mit. Außerdem findest du Restaurants wie die Nordsee, das 1090 oder den Diwan. In den Außenbezirken findest du außerdem verschiedenste Heurigen. Auch Kinosackerl vom Cineplex, Eissackerl von Ben & Jerry oder Coffee – Sackerl von Starbucks kannst du dir reservieren. Für eine genauere Aufzählung, was es in deiner Umgebung gibt, zahlt sich eine Standort-Suche aus.

Was ist in den Sackerl?

Im Vorhinein weißt du nicht, was genau in deinem Sackerl ist, das ist immer eine Überraschung und ändert sich auch von mal zu mal, je nachdem, was in diesem Tag nicht gut verkauft wurde. Besonders bei Heurigen und Restaurants lohnt sich aber ein Blick auf die Homepage, denn oft ist das nicht verkaufte Mittagsmenü im Sackerl. So kannst du im Vorhinein schon ein wenig einschätzen, ob dir das Essen zusagen könnte.

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Wie viel kostet ein Sackerl?

Das ist natürlich auch von Partner zu Partner unterschiedlich, jedoch habe ich noch nie ein Sackerl um mehr als 5€ gesehen. Bei Bäckereien habe ich beispielsweise mehrmals um 2,80€ eingekauft, bei Mittagsmenüs solltest du immer um die 4€ einrechnen. Auf jeden Fall ist das Essen immer sehr billig!

Wie groß sind die Portionen?

Erfahrungsgemäß sind die Portionen immer wahnsinnig groß. Deshalb haben meine Freunde und ich es bis jetzt eigentlich immer so gemacht, dass wir uns Mittagsmenü geteilt haben, 2 Personen wurden bis jetzt von einem Sackerl immer satt. Auch ein Sackerl von der Bäckerei umfasste bis jetzt immer mehr als 10 Weckerl.

Wie funktioniert das mit der Bezahlung?

Schon bei der Reservierung stimmst du der Bezahlung zu. Sie wird zwar nicht sofort von deinem Konto abgebucht, ist aber vorgemerkt. So soll sichergestellt werden, dass Menschen nicht viele Dinge reservieren, dann aber nicht abholen. Denn auch wenn du das Essen nicht abholst, musst du dafür bezahlen.

Meine persönlichen Erfahrungen

Mit der App Too Good To Go habe ich bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Es gibt eine große Auswahl, die Portionen sind riesig und das Essen war immer sehr lecker. Auch die automatische Bezahlung macht es einfach, denn so muss ich nur mehr in das Lokal gehen, mir wird das Sackerl gegeben und die Sache ist erledigt. Von der Auswahl war ich bis jetzt begeistert: Die Bäcker-Sackerl waren so üppig, dass ich über die Hälfte des Gebäcks eingefroren habe. Auch die Heurigen-Sackerl waren mehr als ausreichend für eine Portion, und immer sehr gut gekocht. Abgesehen davon hatte ich immer ein sehr gutes Gefühl, da ich so dabei half, keine Lebensmittel zu verschwenden. Außerdem tat ich der Umwelt etwas Gutes!

Die Erfahrungen von Peter (26):

Ich habe „too good to go“ über eine Freundin kenngelernt. Anfangs war ich skeptisch, da man zu gewissen Zeitfenstern bei bestimmten Lokalen in ganz Wien sein muss. In einer ruhigen Minute zuhause habe ich mir die Angebote etwas genauer angesehen. Je nach Uhrzeit ließen sich interessante Angebote ganz in der Nähe finden. Schließlich habe ich den Versuch gewagt und war begeistert. Man reserviert sich eine Portion bei einer Bäckerei oder einem Restaurant und muss danach nur noch zur rechten Zeit, meist abends, dort sein. Zahlen kann man beispielsweise über Apple-Pay direkt in der App, es stehen aber auch andre Zahlungsarten zur Verfügung. Die Abholung geht super schnell und unkompliziert. Vor dem Angestellten bestätigt man dann die Übernahme und kann sich schon wieder auf den Heimweg machen. Zu kleinem Preis erhält man eine ordentliche Menge Lebensmittel, sei es eine Hauptspeise oder Gebäck. Eine Portion reicht meisten für mehr als einen Hungrigen.

Neben dem finanziellen Anreiz fühlt es sich gut an, Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu retten. Um Skeptiker zu beruhigen, kann ich aus Erfahrung sagen, das die Qualität der Lebensmittel immer top war. Mittlerweile Nutze ich die „too good to go“ App regelmäßig mehrmals die Woche. Ich kann es allen anderen nur wärmstens empfehlen es einfach auszuprobieren und sich selbst zu überzeugen.

Die Erfahrungen von Berni (24):

Das nachhaltige Konzept, um keine Lebensmittel zu verschwenden wird gut umgesetzt. Die App erklärt sich von selbst und das Angebot ist sehr groß. Durch das Filtersystem ist es auch für verschiedene Ernährungsstile zu empfehlen. Die Tasche, dass am Ende des Tages weniger Essen im Müll landet und auf die Ressourcen bewusst geachtet wird, ist für mich ein großer Motivator bei Too Good to go mitzumachen. Noch dazu spart man sich Kosten, probiert neue Gerichte und Lebensmittel aus. Die Portionen der Anbieter sind meist großzügig, sodass eine bestellte Portion für 2 Personen ausreichend ist. Auch wenn die erste Abholung etwas Überwindung kostet, kann ich es sehr empfehlen. Für mich ist Too Good to go nicht mehr aus dem Speiseplan zu denken.

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/freunde-feier-abendessen-tisch-581753/

Neugierig geworden? Dann lohnt es sich, die App zu installieren und zu schauen, was es in deiner Umgebung für Schmankerl zu einem billigen Preis gibt! Genauere Informationen findest du auf der Webseite.

Du interessierst dich intensiver dafür, wie du aktiv dabei helfen kannst, keine Lebensmittel mehr zu verschwenden? Wir haben auch einen Artikel über Food Sharing und den Wiener Ab Hof Verkauf geschrieben.

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von sebastian

2. September 2020

ESSEN & TRINKEN
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