EVENTS & NIGHTLIFE

veröffentlicht von Carina

28. März 2016

EVENTS & NIGHTLIFE

Früher oder später wird jeder Neu-Wiener die Nightline mit all ihren Vor- und Nachzügen kennen lernen. Wir helfen dir, die Fahrt zu überstehen.

Quelle: Sascha Böhnke / pixelio.de

Das Nachtleben in Wien hat schon was. Im Gegensatz zum Waldviertel kann man auch unter der Woche bis in die Morgenstunden feiern gehen. Und mit etwas Glück kommst du auch dann noch heim, wenn keiner deiner Freunde nüchtern genug ist, um Auto fahren zu dürfen – dank der Nightline.

Am Wochenende und vor Feiertagen fährt die U-Bahn ja eh die ganze Nacht. Zusätzlich dazu gibt es die sogenannte Nightline. Das sind Busse, die ergänzend zur U-Bahn in Intervallen von 30 Minuten das Wiener Stadtgebiet in der Nacht abfahren. Für alle Wochentags-Nachtschwärmer überbrückt die Nightline auch die Zeit zwischen halb eins und fünf Uhr früh an Tagen, auf die ein Werktag folgt. Nice to know: die Linienführung ist am Wochenende und unter der Woche nicht gleich, da am Wochenende ja die U-Bahn fährt und somit die Nachtbusse nicht so intensiv gebraucht werden. Auf der Seite der Wiener Linien kannst du dir die unterschiedlichen Netzpläne downloaden.

Eine Art „Sonderform“ der Nightline sind die Anruf-Sammel-Taxis, abgekürzt ASTAX. Auf den Netzplänen sind diese Routen gestrichelt eingezeichnet. Die Busse fahren nicht in regelmäßigen Abständen, sondern nur bei Bedarf und auch nur, wenn du vorher anrufst. Anrufen musst du 15 Minuten vor Abfahrt und dabei deinen Namen und die Anzahl der Fahrgäste angeben. Die Nummer lautet 7909/424XX, statt den beiden X musst du die Nummer der Nightline wählen. Gehört das ASTAX zum Beispiel zur Linie N36, lautet die richtige Nummer 7909/42436.

Ein großer Vorteil an den Sammeltaxis ist, dass sie dich für einen Aufpreis von 2,30 Euro bis vor die Haustüre bringen. Das geht aber nur im sogenannten „Bediengebiet“, welches du auf den Plänen unter diesem Link findest. Für die „normalen“ Haltestellen musst du keinen Aufpreis zahlen. Sowohl in der Nightline als auch im ASTAX gelten die Fahrscheine der Wiener Linien wie beispielsweise die Semesterkarte für Studenten.

Vielleicht klingt der Umgang mit den Öffis in der Nacht jetzt supereasy, leider ist es aber auch ein bisschen tückisch. Wir haben einige Tipps für dich, wie du eine Fahrt mit der Nightline überstehst.

1. Kenne deine Nightline

Klingt banal, ist aber wichtig. Spätestens nach dem vierten Long Island Iced Tea um 50 Cent im Loco wirst du nicht nur vergessen, wie man die qando-App bedient, sondern wahrscheinlich auch nicht mehr wissen, ob du die N29 oder N26 brauchst. Schau dir am besten VOR deinem ersten nächtlichen Abenteuer an, wo die nächste Nightline-Station in der Nähe deiner Wohnung ist und welche Linien dich heimbringen. Wenn du schon im Vorhinein genau weißt, wo du hingehst, schau dir auch gleich an, wie du von dort aus nach Hause kommst. Hier findest du die genauen Pläne der Wiener Linien zum Downloaden.

2. Sei geduldig

Die Nachtbusse fahren nur alle dreißig Minuten. Auch wenn deine qando-App sagt, dass du für eine Strecke 45 Minuten brauchst, kann es passieren, dass daraus zwei Stunden werden, wenn du öfter umsteigen musst. Die Busse haben nämlich oft Verspätung und so kann es vorkommen, dass du hin und wieder mal eine halbe Stunde warten musst. Was tun? Wo eine Nightline-Station ist, ist ein Würstelstand nicht weit. Mahlzeit!

3. Übe durch den Mund zu atmen

Das mit dem Würstelstand ist auch so eine Sache, die Fortgehen in Wien echt super macht – du kannst dir zu jeder Uhrzeit an jeder Straßenecke etwas zu essen kaufen. Allerdings schaffen es Menschen, die um drei Uhr morgens noch unterwegs sind, meistens nicht, ihr Essen bei sich zu behalten. Egal ob es schon mal gegessen wurde oder nicht, in der Nightline ist es oft ein bisschen grauslich. Wiens Busfahrer sind bekannt dafür, dass sie jedes Schlagloch kennen und lieben. Falls du es also schaffst, dich nicht übergeben zu müssen, pass auf, dass du nicht ausrutscht und in den Überresten einer Leberkässemmel landest.

4. Orientiere dich auch offline

Irgendwann im Zuge einer langen Partynacht kommt der Moment, in dem sich dein Akku verabschiedet. Wenn du dann vielleicht auch noch deine Freunde verloren hast und weder qando, scotty noch google maps in greifbarer Nähe hast, wird das Heimkommen schon mal zum Abenteuer. Unser Tipp: Druck dir bevor du losziehst einen Nightline-Plan aus und streich dir am besten „deine“ Station rot an. Hier haben wir einen Plan der Wochentags-Linienführung für dich.

nightline

Quelle: http://www.stadt-wien.at/wien/oeffentl-verkehrsmittel/nightline-nachtbusse-in-wien.html

5. Bleib wach

Damit ist schon alles gesagt. Du willst nicht in der Nightline einschlafen. Echt nicht.

6. Verliere deine Freunde nicht

Besonders wenn du mal wieder einen über den Durst getrunken hast solltest du auf deine Freunde hören und sie um Himmels Willen nicht verlieren. Es gibt immer jemanden, der zumindest ein Stückchen weit den gleichen Heimweg hat wie du oder sich zumindest besser mit der Nightline auskennt. Die ganz lieben Freunde werden dir vielleicht auch anbieten, dich heimzubringen, wenn du nicht mehr weißt, wo rechts und links ist. Ohne deine Freunde werden dir wahrscheinlich auch Punkt zwei und fünf schwerfallen.

7. Steck immer genügend Geld fürs Taxi ein

Wenn du nicht nur einen, sondern gleich mehrere über den Durst getrunken hast, wird die Suche nach dem richtigen Nachtbus in etwa so schwer wie Atlantis zu finden. Als geübter Wiener Partytiger hast du für solche Fälle am besten immer einen Notfall-Zwanziger für ein Taxi dabei. Das ist sozusagen deine Rettungsleine, die dich immer nach Hause bringt – vorausgesetzt natürlich, du kannst dich noch an deine Adresse erinnern. Je nachdem an welchem Ende der Stadt du dich befindest wird die Fahrt zwischen acht und zwanzig Euro kosten.

Falls alle Stricke reißen: Irgendwann fährt auch die U-Bahn wieder

Nach nur wenigen Wochen in Wien wirst du dich schnell anhand des U-Bahn-Planes orientieren können. Falls du die Nightline so wirklich gar nicht durchblickst, solltest du einfach gleich bis in die Morgenstunden warten und mit der U-Bahn heimfahren. Oft bist du so auch schneller, da das Umsteigen bei den Nachtbussen aufgrund der Intervalle meist sehr mühsam ist. Aber egal ob du auf Bus, Taxi oder U-Bahn setzt – heimgekommen ist noch jeder.

Was sind deine kuriosesten Nightline-Erinnerungen? Erzähl uns doch davon in den Kommentaren! 😉

 
 

veröffentlicht von Max

28. März 2016

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