Wiener Ball der Wissenschaften - Alles Walzer!

Bei der einladenden Kulisse des Rathauses kommen die meisten ohnehin nicht zum Sitzen. Quelle: Romar Ferry, www.warda.at
EVENTS & NIGHTLIFE

veröffentlicht von Carina

13. Februar 2017

EVENTS & NIGHTLIFE

Zeit, deine Skills aus dem Tanzkurs wieder einmal unter Beweis zu stellen! Der Wiener Ball der Wissenschaften lädt dich zum Tanzen ins Wiener Rathaus ein.

Es sollte definitiv auf der To-Do-Liste aller (Neu-)Wiener stehen: in der Welthauptstadt der Bälle ganz elegant einen fancy Tanzabend zu verbringen. Saison für Saison schwingen tausende Ballbesucher in eleganter Robe zum klassischen Wiener Walzer das Tanzbein. Schier unüberschaubar scheint da das Angebot an Veranstaltungen – vom BOKU-Ball über den Zuckerbäckerball bis zum Technoball ist so ziemlich für jeden Geschmack etwas dabei. Wir haben heuer den Wiener Ball der Wissenschaften besucht und zu Ehren von Einstein, Freud und Co. eine rauschende Ballnacht im Wiener Rathaus verbracht.

Klar, dass da alles ein bisschen größer und pompöser abläuft als bei unseren Feuerwehr- oder Schülerbällen zuhause im Waldviertel. Das fängt schon im Vorhinein bei den Preisen an. Reguläre Tickets kosten im Vorverkauf 90 Euro, Studententickets gibt es aber schon für 25 Euro, was verhältnismäßig doch eher erschwinglich ist. Wer einen Sitzplatz möchte, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Eine Tischplatzkarte für zwei Personen kostet zusätzlich 180 Euro, ein Tisch im Festsaal für acht Personen inklusive Eintritt kostet stolze 3.600 Euro. Naja, stehen ist eigentlich auch voll ok.

Auftakt für einen gelungenen Ballabend

Gut, dass wir unsere Karten schon früh genug gekauft und abgeholt haben – der Ball war nämlich restlos ausverkauft. Im langen Kleid und schwarzen Anzug ging es dann ins Wiener Rathaus. Schnell durch die Kartenkontrolle und zur Garderobe, dann weiter in den großen Festsaal, wo sich schon alle gute Plätze für die Eröffnung sichern. Schön eingekleidet sind nicht nur die zahlreichen Ballgäste, sondern auch das Rathaus. Der rote Teppich ist ausgerollt über sämtliche Stiegen, schwere Kronleuchter geben ein schummriges Licht, die gotische Decke erinnert an Hogwarts und den Weihnachtsball im vierten Harry Potter Band.

Zur Eröffnung gaben junge Talente ihr Bestes. Das Sinfonieorchester der Musik und Kunst Privatuniversität Wien bildete den musikalischen Auftakt, bevor die Darbietung des Jungdamen- und Jungherrenkomitee der Tanzschule Chris begann. Die Tänzer wirbelten sich synchron im Kreis, ein Teppich aus weißen Handschuhen ragte zur goldverzierten Decke des Rathauses. Es wurde gebührend geklatscht, dann stürmten die übrigen Ballgäste im Drei-Viertel-Takt die Tanzfläche.

Was der Ball der Wissenschaften zu bieten hat

Wie es sich für einen Ball gehört, gibt es hier auch viele Möglichkeiten, sich zu unterhalten. Neben dem Ballorchester im Festsaal traten drei weitere Bands in den Räumlichkeiten des Rathauses auf. Im Wappensaal wurde zu Saxophonklängen zu Smooth, Swing und Bossa getanzt. Ein kubanisches Quintett hatte Salsa, Bachata und Merengue im Reportoire. Und die Easy Riders nahmen Tanzgäste mit auf eine Reise zurück in die Zeit zu Blues, Boogie, Swing und Rock’n’Roll.

Für alle, denen diese Rhythmen noch nicht schnell genug sind, gibt es traditionell eine Disco. Die Disco am Ball der Wissenschaften überzeugte schon mal rein optisch. Studenten der Akademie der bildenden Künste verzierten diese mit überdimensionalen schwarz-weißen Kunstwerken. Für den Sound verantwortlich waren DJs Maik Novotny und Tex Rubinowitz, auch ein Gastauftritt von Fred Schreiber durfte nicht fehlen. Die Beats kamen dabei ganz old-school aus einem Plattenspieler. Das hat schon was!

Wiener Ball der Wissenschaften

Sein Glück versuchen konnte man bei den Casinos Austria.

Die Casinos Austria haben extra einen Roulettetisch zusammengepackt und im Rathaus aufgestellt. Für 10 Euro konnte man Jetons erwerben und nach Lust und Laune auf seine Lieblingszahlen setzen. Zusätzlich bekam man zu seinen Jetons ein Los für den großen Preis der nach der Mitternachtseinlage verlost wurde – ein goldener Brillantring.

Ein neues spannendes Erlebnis bot außerdem ein archäologischer Rundgang durch Carnuntum und Stonehenge. Wie das geht? Mit Virtual-Reality-Brillen natürlich. So entflieht man dem Ballgeschehen für ein paar Minuten und landet in einer anderen Zeit.

Essen und Trinken

Wer einen Ball in einer solchen Location besucht, muss wohl oder übel damit rechnen, etwas mehr für Speis und Trank ausgeben zu müssen. Preise wie im Waldviertel? Fehlanzeige! Für ein Bier bezahlt man sechs Euro, für einen Spritzer knapp fünf Euro. Die Champagnerpreise haben wir erst gar nicht so genau gelesen. Sechs Euro kosten auch die Sacherwürstel, die mit einer satten Portion Senf und Kren über den Verkaufstisch wandern. Verglichen mit den Edel-Lokalen in Wien sind die Preise aber eigentlich recht passabel.

Wiener Ball der Wissenschaften

Zur kleinen Stärkung zwischendurch gibt es ganz klassisch Sacherwürstel.

Fazit: Wiener Ball der Wissenschaften

Ein umwerfendes Ambiente, gut gelaunte Ballgäste und viel zu sehen und entdecken – der Ball der Wissenschaften hat unsere Erwartungen auf jeden Fall voll und ganz erfüllt. Ein Erlebnis nicht nur für Tanzbegeisterte, sondern für alle, die in die schillernde Glitzerwelt Wiens eintauchen möchten.

Also: Ballkleid oder Anzug bei der nächsten Gelegenheit mit nach Wien nehmen und nichts wie hin auf die glamourösen Bälle der Hauptstadt!

 
 

veröffentlicht von Thomers

13. Februar 2017

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Die Arena ist eines der beliebtesten Veranstaltungszentren Wiens.