Die heilige Stadt des Austropop

Von Bwag - Selbst fotografiert, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61839255
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Alexandra

20. März 2018

FREIZEIT & SPORT

Musikgeschichte einmal anders: Wir stellen dir die bekanntesten Orte aus den beliebtesten Austropop-Liedern vor!

Die Lieder des Austropop sind uns allen bekannt und begleiten viele von uns schon das ganze Leben.

Im Waldviertel haben die Lieder des Austropops Wellen geschlagen. In Anlehnung an die Dreifaltigkeit von Austria 3 (Ambros, Danzer & Fendrich) gibt es im Bezirk Zwettl die Coverband Zwettl3. Bei den meisten Zeltfesten gibt es mindestens eine Coverband, die die gängigen Austropop-Lieder spielt.

Vielleicht ist es auch die nahe Verwandschaft des Niederösterreichischen und Wiener-Dialekts, sind die Wiener auch erst seit 1922 nicht mehr Teil von Niederösterreich. Uns verbindet viel.

Ob beim Radio hören oder in den Stammbeisl’n unserer Heimatbezirke: Austropop bewegt.

Unser jetziger Wohnsitz war bzw. ist auch heute noch der Schaffensort von den Größen des Austropop.
Wien und seine Orte haben Inspiration für viele Lieder geliefert.

Die Früchte dieser Inspiration haben wir uns genauer angesehen bzw. eher angehört.

Orte in Wien – die Pilgerstätten der Austropop-Fans

S.T.S – Fürstenfeld

Beginnen wir mit drei Steirer Buam, die Wien sehr inspirierend fanden.

Ein zerplatzter Traum vom großen Glück als Musiker in der großen Stadt.

Das Heimweh und die Sehnsucht nach Fürstenfeld wird größer und größer.

Egal ob an der prachtvollen Kärntner Straße beim ‚Steffl‘ oder im legendären U4, Wien war einfach nicht das Richtige für die Steirer Buam. Gott sei Dank haben S.T.S. ihre Lyrics nicht zu ernst genommen und einige Konzerte in Wien gespielt.

Niemals spiel i mehr in Wien
Wien hat mi gor ned verdient"

 

Georg Danzer – Jö schau (a Nockata im Hawelka)

Das Café Hawelka ist – mittlerweile vielleicht auch wegen dem Lied – eines der bekanntesten Kaffeehäuser in Wien. Legendär sind die Buchteln von Josefine Hawelka, die immer noch angeboten werden.

Das Hawelka war und ist Treffpunkt für Schriftsteller*innen, Kunstschaffende und andere Intellektuelle.

Georg Danzer spiegelte in dem Text auch das Publikum und die Hawelkas selbst wider – einerseits ist das Hawelka ein Teil der Wiener Kaffeehauskultur und es herrscht Sitte und Ordnung vor. Andererseits ist es – wie es Danzer im Lied auch nennt – ein „Bohemienlokal“, wo die „Spießbürgermoral“ keinen Platz hat. Jö schau.

 

Wolfgang Ambros: Es lebe der Zentralfriedhof

Der Wiener Zentralfriedhof ist einer der größten Friedhöfe Europas und eine der Sehenswürdigkeiten von Wien.

Der Friedhof wurde 1874 eröffnet und ein Werbeplakat für die 100-Jahres-Feier inspirierte Wolfgang Ambros zu einem seiner größten Erfolge. Das Besondere sind die Ehrengräber, mit denen man auch versuchte, den abgelegenen Ort in Simmering aufzuwerten.

Vor allem die Ehrengräber von Komponisten wie Beethoven oder Schubert werden gerne besucht. Hans Hölzel aka Falco hat auch ein Ehrengrab am Zentralfriedhof. Der bekannte Austropop-Musiker Georg Danzer wollte kein Ehrengrab.

Wie wird die Party am Zentralfriedhof im Jahre 2074 zum 200. Jubiläum wohl aussehen?

 

Oden an Wien und die Wiener*innen

Wien wurde oft besungen und dass die Wiener*innen ein eigenes Völkchen sind, wissen wir alle. Oder zumindest das Klischee des Wieners.

Ehemals Hauptstadt von 56 Millionen Menschen ist der Stellenwert von Wien nach dem Ende der Monarchie bedeutend weniger geworden.

Vielleicht wurde deswegen versucht, diese Komplexe durch Liebeslieder an Wien auszugleichen.

 

Rainhard Fendrich: Haben Sie Wien schon bei Nacht geseh’n? 1985

Diese Stadt wird nie satt. Sie verlangt einfach mehr.
Alle zieht es dahin. Alle mögen sie sehr."

 

Vienna Calling – Falco

Wien, nur Wien.
Du kennst mich up, kennst mich down.
Du kennst mich.
Nur Wien, nur Wien, du nur allein."

 

Wenn der Wiener an Schas losst – Helmut Qualtinger

Kein anderer hat die Seele des Wieners besser beschrieben als Helmut Qualtinger.

Wenn der Wiener an Schas lasst,
macht der Herrgott schöns Wetter,
und die Engerl, die schnuppern dazua."

 

 

Die Playlist in der Ausstellung GANZ WIEN. EINE POP-TOUR im Wien Museum, zusammengestellt von Michaela Lindinger und Thomas Mießgang. Fotografiert im Wien Museum.

Ausstellung: GANZ WIEN. EINE POP-TOUR im Wien Museum bis 25.3.2018

Geschichte des Pop in Wien, beginnend in den 1960er Jahren bis zu Yung Hurn.

In der Ausstellung kann man durch die verschiedenen Epochen des Austropop schlendern und sich durch Musikvideos in die verschiedene Hotspots der Wiener Musikszene zurückzuversetzen. Ob Lokale, Diskos, besetzte Häuser oder Radiostationen und Studios, zum Teil werdet ihr auf die üblichen Verdächtigen treffen, aber auch auf Orte, die so nicht mehr existieren.

1040 Wien, Karlsplatz 8    Dienstag bis Sonntag & Feiertag, 10 bis 18 Uhr

Wenn du jünger als 19 Jahre bist, kannst du die Ausstellung gratis besuchen. Als Student*in unter 27, Lehrling oder Präsenz- bzw. Zivildiener zahlst du 7€, ansonst beträgt der Vollpreis 10€.

 

Das österreichische Cover von Billy Joels ‚Vienna‘, welches auch heute noch immer den Zeitgeist trifft, vielleicht auch mehr denn je.

 
 

veröffentlicht von Alexandra

20. März 2018

EVENTS & NIGHTLIFE
Alles über den Wiener Gürtel und die Stadtbahnbögen, einen der Party-Hotspots von Wien und eine Liste der leiwandsten Gürtellokale.