Das Kunsthistorische Museum

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veröffentlicht von Thomers

26. Juli 2019

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Das Kunsthistorische Musuem ist eines der größten Museen der Welt. Zusammen mit dem Naturhistorischen Museum, dem gegenüberliegenden Schwesterngebäude gehört es zu den bedeutendsten Großgebäuden der Ringstraßenzeit. Der Maria-Theresienplatz, auf dem die beiden Gebäude stehen, wurde zu einem Teil des Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien“ ernannt.

Kunstbegeisterte werden sich hier wie im Paradies fühlen. Das Museum ist aus Gemälde- und Porträtsammlungen der Habsburger entstanden. Das Kunsthistorische Museum blickt auf eine lange Geschichte zurück. Kaiser Franz Joseph I. hatte 1857, im Zuge der anlaufenden Stadterweiterung, den Abriss der Stadtmauer entschieden. 1867 wurde dann ein Wettbewerb für die Museen ausgeschrieben und dabei deren heutige Platzierung festgelegt – auf Wunsch des Kaisers sollten die Museen nicht zu nahe an der Hofburg, sondern jenseits der Ringstraße entstehen. Die beiden Museumsbauten sollten dabei im Stilempfinden der italienischen Renaissance errichtet werden. Das Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums ist mit Werken von Gustav Klimt, Ernst Klimt, Franz Matsch, Hans Makart sowie Mihály Munkácsy ausgestattet. Die doppelte Verglasung der Decke machte den Verzicht auf Kunstlicht möglich, führte aufgrund der Tageslichtabhängigkeit jedoch zu saisonal unterschiedlichen Öffnungszeiten.

Den Aufgang des Kunsthistorischen Museums ziert eine Theseus Statue.

Geschichtliches

Eröffnet wurde das Kunsthistorische Museum offiziell von Kaiser Franz Joseph I. am 17. Oktober 1891, der Öffentlichkeit zugänglich ist es seit 22. Oktober desselben Jahres. Als Österreich von einer Monarchie zu einer Republik wurde, forderten die „Nachfolgestaaten“ der Monarchie Ansprüche auf österreichischen Kunstbesitz. Es kam zu einer gewaltsamen Entnahme von 62 Gemälden durch bewaffnete italienische Einheiten. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden alle jüdischen Kunstsammlungen zwangsweise „arisiert“. Geraubter jüdischer Besitz wurde systematisch an Museen, Sammlungen oder in Pfandhäusern im gesamten Reich verkauft. Nach Ende des Krieges tat sich das Museum schwer, diese Kunstwerke den Besitzern rückzuerstatten, soweit es das überhaupt wollte. Viele „arisierte“ Kunstwerke verweilen folglich heute noch dort.

Kunstsammlungen

Im Kunsthistorischen Museum kann man folgende Sammlungen bestaunen:

  • die Gemäldegalerie
  • die ägyptisch-orientalische Sammlung
  • die Antikensammlung
  • das Münzkabinett
  • die Kunstkammer Wien und
  • die Bibliothek

Zu den bedeutendsten Exponaten der Gemäldegalerie zählen unter anderem Originalporträts und Gemälde von Albrecht Dürer, Raffael, Carvaggio, Peter Paul Rubens, Jan Vermeer und Pieter Bruegel. In der Antikensammlung sind mehrere Schätze zu bestaunen und in der Kunstkammer befindet sich die Saliera von Benvenuto Cellini, die 2003 für großes Aufsehen sorgte, als sie gestohlen wurde.

Die berühmte Saliera, deren Diebstahl in den 2000er Jahren für Aufsehen sorgte.

Das FBI setzte die Saliera damals auf Platz fünf der wertvollsten gestohlenen Kunstgegenstände. 2005 wurde der Dreizack der Figur vom Täter versandt und anschließend eine Erpressungs-SMS, in der stand, dass das Kunstwerk eingeschmolzen werden würde, wenn der Erpresser nicht 10 Millionen Euro bekäme. Als wenig später ein Foto des Täters auftauchte, stellte sich dieser. Der Besitzer einer Alarmanlangenfirma, der behauptete, die Tat in alkoholisiertem Zustand begangen zu haben, legte ein Geständnis ab und führte die Polizei schließlich zu einem Waldstück beim Dorf Brand (bei Zwettl), wo er die Saliera in einer Kiste vergraben hatte. Die Moral von der Geschichte: Wenn du etwas wirklich sicher verstecken willst, dann mach es im Waldviertel.

Preise

Zusätzlich zu den Sammlungen gibt es regelmäßig Veranstaltungen und Ausstellungen, die auf der Website bekannt gegeben werden. Der normale Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 16€, der ermäßigte (Studenten bis 25, Pensionisten ab 65, Ö1 Club-Mitglieder, Personen mit besonderen Bedürfnissen und Ihre Begleitperson, Präsenz- und Zivildiener, Arbeitslose) 15€. Eine Jahreskarte für den KHM-Museumsverband, zu dem neben dem Kunsthistorischen Museum auch die Kaiserliche Schatzkammer, die Kaiserliche Wagenburg, das Theatermuseum, das Weltmuseum, das Schloss Ambras in Innsbruck und der Theseustempel gehören, kostet lächerliche 44€. Wenn du unter 25 bist, gibt es sogar die U25 Aktion, bei der du lediglich 25€ entbehren musst. Das ist selbst für Studenten erschwinglich. Also, worauf wartest du noch?

 

Adresse:
Maria-Thersien-Platz
1010 Wien

Öffnungszeiten:
Generell dienstags bis sonntags, saisonal unterschiedlich

 
Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von Thomers

26. Juli 2019

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