Das Naturhistorische Museum

Das Modell eines Allosaurus im Naturhistorischen Museum.
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veröffentlicht von Thomers

23. Juli 2019

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Zusammen mit dem Kunsthistorischen Museum zählt das Naturhistorische Museum zum Weltkulturerbe. Es ist eines der größten Museen Österreichs und eines der bedeutendsten Naturmuseen der Welt. Direkt gegenüber vom Kunsthistorischen Museum liegt es am Maria-Theresien-Platz.

Geschichte

Um das Jahr 1750 kaufte der Mann von Maria Theresia, Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, die zu dieser Zeit größte Sammlung an Naturalien. Die Sammlung enthielt an die 30000 Objekte, darunter seltene Schnecken, Korallen, Muscheln und kostbare Edelsteine und Mineralien. Die Sammlung wurde schließlich so umfangreich, dass in der Hofburg kein Platz mehr dafür war. Im Zuge des Abrisses der Stadtmauer wurden zwei Museen zum Bau in Auftrag gegeben: Das kunsthistorische und das naturhistorische. Im Gegensatz zur Sammlung des Kunsthistorischen Museums befand sich die naturhistorische Sammlung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Privatbesitz.
Die beiden Museumsbauten waren darauf ausgerichtet, mit zwei an der anderen Seite der Straße anzuschließenden neuen Trakten der Hofburg und der historischen Front der Hofburg ein monumentales Kaiserforum einzurahmen. Hinlänglich bekannt endete die Monarchie jedoch 1918, das Vorhaben blieb unvollendet.

 

Das Modell eines Allosaurus im Naturhistorischen Museum.

Österreich konnte die Mittel nicht aufbringen, das Naturhistorische Museum neuen Erkenntnissen entsprechend zu gestalten oder die Sammlung durch Zukäufe zu erweitern. Wie das Kunsthistorische Museum erhielt das Naturhistorische Museum während der Zeit des Nationalsozialismus Bestände aus „arisiertem“ jüdischen Besitz. Erst nach internationalem Druck, wurde versucht die Bestände den rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben.

Früher gab es im Naturhistorischen Museum den sogenannten Rassensaal, in dem die Evolution der Menschen hin zu Menschenrassen mit verschiedenen Schaustücken und diese bewertenden Begleittexten dargestellt wurde, der später aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse heftig kritisiert wurde.

Die Anthropologiesammlung im Nathurhistorischen Museum. Die damalige Rassentheorie ist mittlerweile widerlegt.

Die Ausstellung wurde erst 1996 geschlossen, nachdem unter anderem der Falter einige Artikel darüber schrieb und die Grünen mehrere parlamentarische Anfragen stellten. Diese Ausstellung erinnerte an nazi-ähnliche Rassenforschung.

Abteilungen

Das Naturhistorische Museum ist in folgende Abteilungen gegliedert:

  • Anthropologische Abteilung
  • Archiv für Wissenschaftsgeschichte
  • Botanische Abteilung
  • Geologisch-paläontologische Abteilung
  • Abteilung für Karst und Höhlenkunde
  • Mineralogisch-Petrographische Abteilung
  • Abteilung für Ökologie
  • Prähistorische Abteilung
  • 1. Zoologische Abteilung (Wirbeltiere)
  • 2. Zoologische Abteilung (Insekten)
  • 3. Zoologische Abteilung (Wirbellose).
  • Planetarium

Zu bestaunen gibt es hier unter anderem die Evoluition der Hominiden, Röntgenbildsammlungen, Frucht- und Samensammlungen, Meteoritensammlungen, Sammlungen von der Altsteinzeit bis zur Frühgeschichte und Sammlungen verschiedenster Tiere.

Preise

Natürlich gibt es auch abgesehen von den Standardsammlungen ausgewählte Veranstaltungen, die man auf der Website einsehen kann. Der Eintritt beträgt 10€, Studenten, Lehrlinge, Soldaten und Zivildiener bis 27 Jahre zahlen nur 8€. Eine Jahreskarte kostet 27€. Das ist auch für Stundenten durchaus erschwinglich. Für einen zusätzlichen Aufpreis werden Führungen angeboten.

 

Adresse:

Maria-Theresien-Platz
1010 Wien

Öffnungszeiten:
Mittwochs bis montags, Details hier

 
Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von Thomers

23. Juli 2019

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Das Kunsthistorische Musuem ist eines der größten Museen der Welt. Zusammen mit dem Naturhistorischen Museum, dem gegenüberliegenden Schwesterngebäude gehört es zu den bedeutendsten Großgebäuden der Ringstraßenzeit. Der Maria-Theresienplatz, auf dem die beiden Gebäude stehen, wurde zu einem Teil des Weltkulturerbes „Historisches Zentrum von Wien“ ernannt.