Der Setagayapark - Japan mitten in Wien

FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Julia

2. September 2020

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Ein japanischer Garten mitten in Döbling – wir haben die Ruheoase Setagayapark besucht und erzählen euch hier von unseren Eindrücken!

Der Setagayapark ist perfekt für alle, die einen Kurzausflug in das fernöstliche Japan machen wollen, ohne dabei um die halbe Welt fliegen zu müssen. Speziell für Liebhaber der japanischen Kultur ist der Park ein Ausflugshighlight, das man mal gesehen haben muss. Doch auch für alle, die sich einfach in beruhigender Atmosphäre vom Alltagsstress befreien möchten, ist der Setagayapark bestens geeignet.

Wir haben den Garten im Juli besucht – wer Fan der berühmten Kirschblütensaison ist, sollte am besten Anfang April vorbeischauen. Im März ist der Park aufgrund der Wintersperre leider noch geschlossen. Aber auch im Herbst ist der Park einen Besuch wert: hier geben die bunt gefärbten Blätter perfekte Fotomotive ab.

 

Setagayapark

Der Pfad schlängelt sich vom Teehaus auf einen kleinen Hügel hinauf.

Japan mitten in Wien

Zu Beginn wollen wir euch ein paar Informationen zur Anlage geben. Der Bau des Setagayaparks kam durch ein Freundschafts- und Kulturabkommen des Bezirks Döbling und des Stadtteils Setagaya in Tokyo zustande. Die Planung des Parks übernahm der japanische Gartengestalter Ken Nakajima, der Park wurde dann 1992 angelegt. Insgesamt umfasst das Gelände 4000 Quadratmeter – das hört sich jetzt groß an, aber gefühlt nimmt man die Anlage recht klein wahr. Doch das fanden wir genau richtig: so wirkt der Park gemütlich, etwas abgeschieden und sehr idyllisch.

Schon der Eingangsbereich zeigt das ostasiatische Flair des Gartens: das Bambustor im Tokusabari-Stil vermittelt das Gefühl, ein anderes Land zu betreten. Dieses Tor wurde nach Vorlage des Shugakuin-Palastgartens in Kyoto gestaltet. Ein Steinmonument neben dem Eingang trägt das japanische Wort „Furomon“: Paradies.

 
 
 

Quellbecken, Pagoden und Bambuszäune

Die Gestaltungselemente im Setagayapark sind typisch japanisch und damit für unser Waldviertler Auge einmal was ganz anderes. Der Garten zeigt eine idealisierte japanische Landschaft als Miniatur. Die Pfade im Park schlängeln sich durch die vielen saftig grünen Grasflächen. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, ist der Park voll mit den verschiedensten Pflanzen- und Baumarten. Kirschbäume, Bambus, Magnolien, Schwertlilien und Farne stehen beispielhaft für die Flora Japans.

Neben dem „Furomon“-Steinmonument finden sich auch weitere japanische Steinbauten wie ein buddhistischer Stupa, die Skulptur einer Pagode und auch eine Steinlaterne. Zum Entspannen, Lesen oder für ein schnelles Mittagsschläfchen stehen viele Sitzbänke im ganzen Areal bereit.

Der schönste Aspekt des Setagayaparks ist für mich der kleine Wasserlauf, dessen Quelle am obersten Punkt des Gartens in der Nähe der Pagodenminiatur angesiedelt ist. Über mehrere Kaskaden mündet das zunächst kleine Wässerchen in den großen Teich im Eingangsbereich. Im Mittelteil dieses Wasserlaufs rauscht außerdem ein kleiner Wasserfall. Geheimnisvoll: inmitten der Steine befindet sich eine kleine Höhle. Die traditionellen Brücken, die sich über den Wasserlauf und die Mündung in den Teich spannen, entführen die Besucher auf direktem Weg nach Japan. Im Teich tummeln sich zahlreiche Schildkröten – und wie soll es anders sein, auch Koi-Karpfen und Seerosen.

Der Setagayapark beherbergt außerdem ein Teehaus – dieses war bei unserem Besuch jedoch geschlossen. Zu Hause konnten wir dann herausfinden, dass das Teehaus leider nur wenige Male pro Jahr für traditionelle Teezeremonien geöffnet hat.
Durch die Fenster haben wir trotzdem einen Blick hineingeworfen: in der Mitte des Raumes stand ein typisch niedriger Tisch, rundherum waren hölzerne Bänke an der Wand angebracht.

Noch ein paar Tipps:

Für euren Besuch empfehlen wir, unter der Woche vorbeizuschauen. Laut anderen Erfahrungsberichten ist es an den Wochenenden sehr voll, was die Idylle etwas stört, und auch die Möglichkeit zum hindernislosen Fotografieren einschränkt. Wir haben den Park an einem leicht bewölkten Mittwoch besucht.

Neben ein paar Touristengruppen und älteren Besuchern (in unmittelbarer Nähe befindet sich ein Altersheim) haben wir noch ein weiteres Highlight der modernen japanischen Kultur beobachten können. Drei Cosplayerinnen haben die Atmosphäre des Setagayaparks genutzt, um authentische Fotos in ihren Demon Slayer- und Naruto-Cosplays zu schießen.

 

Cosplayer im Setagayapark

Der Setagayapark bietet dem Demon-Slayer-Cosplay einen perfekten japanischen Fotohintergrund.

Kontakt und Information

Der Setagaya-Park

Hohe Warte 8, 1190 Wien, Österreich

https://www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/setagayapark.html

Öffnungszeiten:
April, September: 7-20 Uhr
Mai bis August: 7-21 Uhr
Oktober: 7-19 Uhr
Wintersperre: 1. November bis einschließlich 31. März, sowie bei winterlichen Verhältnissen

Das Betreten der Grünflächen sowie das Mitführen von Hunden ist im Park nicht erlaubt.

Anfahrt:
Der Park ist am besten über die Straßenbahnlinie 37 (Station Barawitzkagasse) oder die Busse 10A und 39A mit der gleichnamigen Station Barawitzkagasse erreichbar.

Ihr habt noch nicht genug von fernöstlichen Parks? Wien beherbergt gleich mehrere solcher Anlagen:

Weitere Plätze, an denen man perfekt dem Alltagsstress entfliehen kann, haben wir euch hier aufgelistet:

Kirschblütenliebhaber kommen außerdem auf der Donauinsel auf ihre Kosten. In der Nähe der Jedleseer Brücke befindet sich ein kleiner Kirschenhain, der sich im Frühling von seiner besten rosa Seite zeigt. Wir wünschen euch viel Freude beim Entdecken!

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von MarleneK

2. September 2020

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