Der Wienerwald

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FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Thomers

14. Februar 2020

FREIZEIT & SPORT

Der Wienerwald ist bei Wienern ein beliebtes Erholungsgebiet. Lass uns dir die Natur ein bisschen näher bringen.

Genau genommen ist die Bezeichnung Wienerwald ein wenig irreführend. Der Wienerwald erstreckt sich nämlich nicht nur in Wien, sondern auch in Niederösterreich und eigentlich ist „Wienerwald“ die Bezeichnung für eine Gebirgsgruppe. Diese ist großteils bewaldet, aber eben nicht ganz. Außerdem gibt es noch die Restaurantkette Wienerwald, die mit dem Wienerwald wenig zu tun hat und ursprünglich aus München kommt. Jetzt aber genug der Begrifflichkeiten.

Freizeitgestaltung

Der Wienerwald ist heute zum größten Teil ein UNESCO-Biosphärenpark, folgedessen auch als Schutzgebiet ausgewiesen. In Niederösterreich liegt das Europaschutzgebiet Wienerwald-Thermenregion und in Wien der Lainzer Tiergarten, das Gütenbachtal, das Landschaftsschutzgebiet Liesing, der Maurerwald, der Zugberg und ein Teil des Leopoldsbergs in Döbling. In diesen Gebieten finden sich beispielsweise Naturparks und Naturdenkmäler wie Wasserfälle oder Quellen und Naturwaldreservate. Zu den Schutzgebieten zählen auch Höhlen, die nicht betreten werden dürfen.

Für naturverliebte Wanderer ist der Wienerwald ein wahres Paradies. Er ist von einem dichten Netz aus Wanderwegen durchzogen. Nähere Infos dazu findest du hier.

Wie eingangs erwähnt, ist der Wienerwald ein Gebirge, also gibt es hier selbstverständlich auch Berge, Pässe und Fernblicke. Die höchsten Erhebungen sind der Schöpfl und der Mitterschöpfl, auf dem sich ein Observatorium der Universität Wien befindet. Von diesen beiden Erhebungen aus hat man wundervolle Fernblicke. Der höchste Berg in Wien ist der Hermannskogel. Wer von oben herab auf die Stadt Wien blicken möchte, ist mit dem Leopoldsberg und dem Kahlenberg gut beraten.
Im Wienerwald befinden sich auch mehrere Klöster, darunter das berühmte Stift Heiligenkreuz

Der nächtliche Ausblick vom Kahlenberg.

Natur

Typisch für jedes Naturschutzgebiet ist eine Vielfalt an Fauna und Flora, die man auch hier antrifft. Eine klare Empfehlung von uns ist der „Tag der Artenvielfalt“, der jährlich in einem anderen Teil des Wienerwalds stattfindet. Veranstaltet wird dieser vom GEO Magazin. Ziel ist es, in einem begrenzten Gebiet innerhalb von 24 Stunden möglichst viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken. Das Konzept dahinter besteht daraus, dass man sich ins Bewusstsein ruft, wie schützenswert und unglaublich kostbar unsere Natur ist. In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels und Fridays for Future ein löbliches Vorhaben.

Kultur

Wenn du kein Naturfreund bist und auch nicht gerne wanderst, lass uns noch etwas erwähnen: Die Heurigenlokale. Vor kurzem wurde die Wiener Heurigenkultur zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Und was wäre ein Wienerwald ohne Heurige. In den Winzerorten finden sich viele Lokale mit Gastgärten, die mit Speis, Trank und Musik aufwarten können. Die Auswahl ist schier endlos. Hier findest du weitere Informationen.

Quelle: wienerwein.at
Am 7. Tag gab Gott dem Wiener seinen Heurigen.

Zu erreichen ist der Wienerwald ganz einfach über öffentliche Verkehrsmittel. Mit den Buslinien 38A ab Heiligenstadt (zum Cobenzl, Kahlenberg und Leopoldsberg) oder 48A (bis Baumgartner Höhe, Endstation), den Straßenbahnlinien D, 41, 43, 49 oder 60 (jeweils bis Endstation) oder der U-Bahn-Linie U4 (bis Hütteldorf) erreicht man die stadtnahen Bereiche des Wienerwalds nach einem kurzen Fußmarsch.

Das heimatliche „Viertel“ in Wien

Der Wienerwald hat für fast jeden was zu bieten. Naturbegeisterte, Wanderer, Kulturinteressierte oder Schätzer der österreichischen Kulinarik. Zu 90% liegt er in Niederösterreich, zu 10% in Wien. Ihr seht also: Es ist vielleicht kein ganzes Viertel im engeren Sinne, aber wenn man ein Auge zudrückt, hat Wien irgendwie doch auch sein ganz eigenes „Waldviertel“.

 
 

veröffentlicht von Julia

14. Februar 2020

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