Donaukanal

Quelle: Wien.Info
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Thomers

30. Juli 2019

FREIZEIT & SPORT

Der Donaukanal ist eine der beliebtesten Freizeitmeilen in ganz Wien. Wir haben ein wenig genauer hingeschaut und geben euch ein paar Infos.

Geschichte

Der Verlauf des heutigen Donaukanals war früher der Hauptarm der Donau. Am Südwestufer, das hochwassersicher war, entwickelte sich damals die Stadt Wien. Früher führte die Donau häufig Hochwasser, 1600 wurde der stadtnahe Arm der Donau, man entschied sich für die Bezeichnung „Donaukanal“, erstmals reguliert. Sein Bett wurde in den 1830er Jahren neu verlegt, im Zuge der Donauregulierung wurde der Donaukanal erneut ausgebaut.

Der Donaukanal hatte jahrhundertelang eine große Bedeutung für die Personen- und Frachtschifffahrt. Nach der Regulierung 1875 wurde die Frachtschifffahrt zunehmend obsolet, da am Handelskai des neuen Donaustroms Lagerhäuser sowie Bahn- und Straßenanschlüsse wesentlich leichter zu errichten waren, als im Siedlungsgebiert der immer größer werdenden Hauptstadt. Auch die Personenschifffahrt verlagerte sich zu einem beträchtlichen Teil an den Hauptstrom, der Donaukanal wurde jedoch weiterhin dafür genutzt. 2010 wurde beim Schwedenplatz die neue Wien City Station eröffnet, mit der man mit dem Twin City Liner über die Donau nach Bratislava und zurück fahren kann und von der aus auch andere Rundfahrtenschiffe verkehren.
Die Stationen am Donaukanal, an denen die Stadtbahn damals hielt, kennen wir heute als einen Teil der U4. Sie wurden ab 1976 sukzessive auf den U-Bahn Betrieb umgestellt (Friedensbrücke, Rossauer Lände, Schwedenplatz, Schottenring; Spittelau kam später als neue Station hinzu).

Der Twin City Liner verkehrt zwischen Wien und Bratislava und fährt am Donaukanal entlang.

Heute ist der Donaukanal vorwiegend für seine Freizeitnutzung bekannt. Früher gab es dort Sommerbäder, die jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund der schlechten Wasserqualität zusperren mussten. Ein kleiner Hinweis an dieser Stelle: Egal wie verlockend das Wasser des Donaukanals aussehen oder riechen mag, es ist nicht empfehlenswert darin zu baden oder es zu trinken. Ein Krebsforscher konnte in den 90er Jahren gesundheitsgefährdende Stoffe im Wasser nachweisen.

Freizeitmeile

Das ist jedoch kein Grund zum Traurigsein, denn der Donaukanal bietet genug abwechslungsreiche Freizeitgestaltung.
Das berühmt berüchtigte Flex öffnete hier 1995 seine Pforten. Nach 2000 wurde das „Badeschiff“ in Betrieb genommen, auf dem es ein Schwimmbecken und ein Restaurant gibt. Mehrere jährliche Musikfestivals bieten in den Sommermonaten bis in den Herbst entlang des Donaukanals Konzerte. Es gibt kleine Parks mit Fitnessgeräten, in denen sich im Sommer Bodybuilder tummeln. Seit 2007 findet auf den errichteten Bühnen und in mehreren Lokalen bei freiem Eintritt das Donaukanaltreiben statt, bei dem man Straßenmusikern bei der Klangproduktion lauschen kann. Echte Highlights sind außerdem die Strandbar Herrmann mit dem aufgeschütteten Sandstrand oder die „Summer Stage“ mit Freiluftausstellungen und -konzerten sowie Gastronomiebetrieben. Auch gefischt werden kann am Donaukanal.

Sieht am Tag ganz friedlich aus: Das Flex am Donaukanal.

Ihr seht, es gibt eine Fülle an Möglichkeiten. Hier jetzt alles aufzuzählen würde schnell monoton werden. Wer den Donaukanal anderweitig nutzen will, kann ihn als Lauf- oder Skatestrecke beanspruchen oder sich einfach mit ein paar Freunden an den Rand des Ufers setzen, die Füße über der Donau baumeln lassen und ein paar selbstmitgebrachte, kühle Getränke genießen.

Pittoresker Donauarm

Der Donaukanal versprüht einen ganz besonderen Charme. Auch wenn einem nicht immer unbedingt angenehme Gerüche in die Nase steigen, wenn man am Kanal entlang spaziert, ist es immer wieder ein Erlebnis. Die Stadt Wien hat hier einige graue Flächen für Street Art freigegeben, die Sprayer ließen nicht lange auf sich warten. Ständig entsteht hier etwas, alte Kunstwerke werden übersprüht, damit für neue Platz geschaffen wird. Der Kreativität sind  keine Grenzen gesetzt. Jeder, der diese Kunstwerke schon einmal betrachtet hat, weiß, wovon wir sprechen.

Street Art hat für den Donaukanal eine ganz besondere Bedeutung. Die Kunstwerke verändern sich laufend.

Einen Spaziergang ist der Donaukanal immer wert. Man trifft hier Jung und Alt, Subgruppierungen aus allen Szenen. Flussverläufe sind im engen Sinne nicht immer nur Grenzen, im Fall des Donaukanals verbinden sie auch. Und das ist vor allem im Wiener Hochsommer ein unverzichtbares Highlight mit einem Flair, das man in manchen anderen Städten vergebens sucht.

 
 

veröffentlicht von marlies

30. Juli 2019

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