Erholung zum Greifen nahe! In der Lobau Ruhe und Natur genießen

Der Garten des Nationalparkhauses ist nicht nur für Kinder ein Highlight
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Kerstin

15. Oktober 2018

FREIZEIT & SPORT

Das Gute liegt so nah! Dazu zählt definitiv auch die Lobau. Als Teil des Nationalparks Donau-Auen bietet die Lobau auf 2.300 Hektar Natur und Erholung für alle Ruhesuchenden. Dieses kleine Paradies liegt vor den Toren Wiens und wartet darauf, erkundet zu werden.

Von der U2-Station Donaustadtbrücke dauert es mit dem Bus nur 10 Minuten und nichts erinnert mehr an die Bundeshauptstadt. Hinter einem der Trubel der Stadt, vor einem ein Paradies für Spaziergänger und Radfahrer. Ideal für einen ruhesuchenden Waldviertler. Aber wo sind wir hier?

Herzlich Willkommen in der Lobau! Als Teil des Nationalparks Donau-Auen ist die Lobau ein beliebtes Ausflugsziel für alle, die Erholung suchen, aber dafür keine stundenlange Autofahrt in Kauf nehmen möchten.

Lobau

2.300 Hektar Natur vor den Toren Wiens

2.300 Hektar Naherholungsgebiet

Lobau bedeutet so viel wie Wasserwald. Das Gebiet unterteilt sich in Obere und Untere Lobau und umfasst mit 2.300 Hektar rund 24 % der Gesamtfläche des Nationalparks Donau-Auen. Der Nationalpark Donau-Auen zieht sich von Wien entlang der Donau über Niederösterreich bis zur slowakischen Grenze. Als Teil des Nationalparks ist die Lobau ein geschütztes Fleckchen Erde, das besonderen Vorschriften bei der Bewirtschaftung und dem Artenschutz unterliegt. Dadurch soll der Lebensraum so gut und unverändert wie möglich erhalten bleiben.

Nationalparkhaus

Im Nationalparkhaus laden interaktive Stationen zum Informieren ein

Dennoch ist in der Lobau für die Besucher mehr erlaubt als man erwarten würde. Radfahren, Spazierengehen und sogar baden. Wer am Nationalpark an sich interessiert ist, besucht am besten zu Beginn das Nationalparkhaus. Die Audio-Spiele, bei denen man sich zum Beispiel den Geräuschpegel der Donau bei unterschiedlichen Wasserständen anhören kann, sind nicht nur für Kinder interessant. Der Eintritt ist kostenlos – der Besuch lohnt sich also auf jeden Fall.

Im Garten des Nationalparkhauses befindet sich ein Klettergerüst – beim Überqueren der Hängebrücke werden Kindheitserinnerungen wach.

Zwettler Zwickl

Die Natur in der Lobau erkunden

Die Lobau kann zu Fuß oder auf dem Rad, alleine oder geführt erkundet werden.

Lobau zu Fuß

Auf der Website der Stadt Wien ist ersichtlich, welche Führungen zu welchen Themen wann angeboten werden. Wer nicht nur durch die Natur spazieren will, sondern dabei auch noch interessante Informationen erhalten möchte, der sollte unbedingt an einer Führung teilnehmen. Für 10 Euro erlebt man in rund 3 Stunden die Au von ihren verschiedenen Seiten – unter anderem auch nachts. Wer etwas mehr über das Ökosystem im Nationalpark erfahren möchte, der ist bei der Erlebniswanderung gut aufgehoben.

Der Naturlehrpfad in der Oberen Lobau, der im Rahmen einer Erlebniswanderung besucht werden kann, kann auch auf eigene Faust erkundet werden. Dank der guten Beschilderung kann die 3 Kilometer lange Strecke alleine gut bewältigt werden.

Wanderwege

Die Wanderwege in der Lobau sind gut beschildert – der Übersichtsplan zeigt, wo man sich gerade befindet

Die Lobau kann aber auch komplett eigenständig erkundet werden. Auf der Website steht dafür eine Wanderkarte zur Verfügung. Es ist aber nicht notwendig, die Wanderkarte auszudrucken. Die Wege in der Lobau sind gut beschildert und auch die Wanderkarte ist immer wieder an Wegweisern montiert. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen dürfen die markierten Wege nicht verlassen werden. Auch wenn man es nicht vermuten würde, aber sogar Hunde sind in der Lobau erlaubt. Diese können Herrchen und Frauchen an der Leine problemlos begleiten.

Anreise mit dem Boot

Wer nicht klassisch mit dem Bus anreisen möchte, der kann den Weg in die Lobau auch per Boot zurücklegen. Von Mai bis Oktober gibt es täglich vormittags eine Fahrt über den Donaukanal in die Lobau. Die Bootfahrt kostet 12 Euro, die einstündige geführte Wanderung in der Lobau ist kostenlos.

Lobau auf dem Rad

Die Wanderwege dürfen auch mit dem Fahrrad befahren werden. Egal ob mit Freunden oder ganz alleine – die Lobau bietet ausreichend Wege, um gemütlich ein paar Stunden durch die Natur zu radeln. Wer keine Lust hat, sich selbst Gedanken über die Route zu machen, kann auch eine geführte Radtour für 10 Euro vereinbaren. Ab einer Mindestteilnehmerzahl von sechs Personen, kann man von April bis Oktober eine Radtour vereinbaren und dabei auch interessante Details über den Nationalpark erfahren.

Radfahren

Auf gekennzeichnet Radwegen – wie hier auf dem Josefsteg – kann die Lobau auch auf dem Fahrrad erkundet werden

Badevergnügen in der Lobau

Wer sich nach einer Wanderung durch die Lobau abkühlen möchte, für den stehen insgesamt vier Badeplätze zur Verfügung. Aufgrund der Nähe zum Eingang kann man auch nur zum Baden in die Lobau kommen – ohne eine Wanderung zu machen. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass der ein oder andere Badeplatz in der Lobau dem Freikörperkult gewidmet ist. Wer das nicht möchte, sollte die Lobau lieber zum Spazierengehen als zum Baden nutzen.

Badeplatz

Textilfreie Zone! Einer der FKK-Badeplätze in der Lobau

Teil des Rundumadum-Wanderwegs

Leidenschaftlichen Spaziergängern sind die Stadtwanderwege der Stadt Wien bestens bekannt. Den Rundumadum-Wanderweg kennen aber vielleicht noch nicht alle. In 24 Etappen kann die Bundeshauptstadt auf einer Strecke von insgesamt 120 Kilometern umrundet werden. Die Etappen 14 bis 16 des Wanderwegs führen dabei durch die Lobau. Unweit des Nationalparkhauses befindet sich die Stempelstelle für den rundumadum-Wanderpass. Wer sich an allen sechs Stationen des Wanderpasses einen Stempel abgeholt hat, kann im Rathaus den Stempelpass gegen eine Wandernadel eintauschen.

Anreise in die Lobau

Die Lobau verfügt über mehrere Eingänge, die allesamt öffentlich mit verschiedenen Bussen erreichbar sind. Die Distanz zwischen Haltestelle und Eingang liegt zwischen 5 Minuten Fußweg (zB Eingang Panozzalacke oder Esslinger-Furt) und 20 Minuten Fußweg (Eingang Uferhaus).

Wer lieber mit dem Auto von Wien anreist, der gelangt über die A22 am schnellsten zum Eingang Ölhafen oder auch zum Nationalparkhaus. Dort kann das Auto kostenfrei abgestellt werden.

Natur

Der Anblick der Natur und die frische Luft lassen den Blutdruck sinken und den Stress vergessen

Auf in die Natur – die Lobau erwartet dich

Egal ob am Wochenende oder unter der Woche. Aufgrund der Nähe zur Stadt lohnt sich auch ein spontaner Besuch nach der Arbeit. Wem der Trubel einmal zu viel wird, der kann für eine kurze Auszeit in die Lobau flüchten. Auch wenn der Tag noch so stressig war – nach einem Besuch in der Natur wirst du schnell wieder etwas ruhiger und entspannter sein. Für alle begeisterten Radfahrer bietet die Lobau eine nette Abwechslung zu den bereits bekannten Radwegen in der Stadt.

Kontakt und Information

Nationalparkhaus LobAU

Dechantweg 8, Wien, Österreich

https://www.wien.gv.at/umwelt/wald/erholung/nationalpark/haus/

 
 

veröffentlicht von Kerstin

15. Oktober 2018

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