Schwimmbad, Donau & Me(e)hr

Copyright: Therme Wien / https://www.thermewien.at/pressefotos/
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Carina

1. Juli 2016

FREIZEIT & SPORT

Kleine Abkühlung gefällig? Hier findest du alles zum Thema Schwimmen in Wien – Bräunen am Donauufer, Action im Freibad und Schwimmtraining inklusive.

Pack die Badehose ein! Der Sommer in Wien kann heiß sein, sehr heiß sogar. Im Waldviertel zieht es uns an glühenden Sommertagen nach Feierabend an unseren Lieblingsteich, zum Stausee oder zum Pool im schattigen Garten. Und wohin in Wien? Wir haben alle Infos gesammelt, die du zum Schwimmen in der Hauptstadt brauchst. Nicht nur Sonnenanbeter, sondern auch Sportler, Actionbegeisterte und Indoor-Plantscher werden hier fündig.

Auch wenn man sie auf den ersten Blick nicht wahrnehmen mag, gibt es über die ganze Stadt verteilt sehr viele Schwimmbäder. Die meisten davon, aktuell 22 Bäder, werden von der Stadt Wien geführt. Neun weitere werden privat geführt. Unterscheiden lassen sich die Bäder in reine Hallenbäder, reine Sommerbäder (sprich Freibäder) und Kombinationsbäder. Wie der Name schon vermuten lässt, bieten diese im Winter ein Hallenbad und im Sommer ein Freibad an.  Daneben gibt es die Möglichkeit, auf ganz natürliche Art und Weise in das kühle Nass einzutauchen – in die Donau genauer gesagt.

Zwettler Zwickl

Städtische Schwimmbäder

Von A wie Amalienbad bis T wie Theresienbad reicht das Angebot der städtischen Bäder in Wien. Im Sommer sind natürlich die Freibäder besonders beliebt, viele von ihnen bieten dir auch ein breites Zusatzangebot wie Fußballplätze, Wasserrutschen und Wellenbecken. Viele Wiener nennen das Strandbad Gänsehäufel ihr liebstes Schwimmbad. Der Name „Gänsehäufel“ klingt schon nach buntem Menschentreiben, guter Laune und ausgelassener Stimmung. Genauso ist es auch, das Bad punktet besonders durch sein breites Freizeitangebot, sogar einen Hochseilklettergarten gibt es. Im Gänsehäufel ist immer viel los, die Badegäste kommen aus allen Bezirken angereist, was nicht gerade typisch ist. Es kann also gut sein, dass du zufällig auf ein paar Freunde oder alte Bekannte triffst. Dementsprechend groß ist die Anlage auch, es handelt sich um eine eigene Insel, die dir sicher schon mal auf dem Stadtplan aufgefallen ist.

Typisch für die Wiener Bäder ist auch die Kabinen-Kultur. Kabinen können gepachtet werden, sowohl in städtischen als auch in privaten Bädern. Man kann sie entweder saisonweise pachten oder auch über die Saison hinaus – manche Kabinen werden sogar schon über Generationen hinweg in der Familie weitergegeben. Für manche Wiener scheint die Kabine im Schwimmbad eine Art Zweitwohnsitz zu sein, man kennt die Nachbarn und hat sein ganzes „Klumpert“ dort aufbewahrt. Somit sind in einigen Bädern spezielle Kabinen-Communitys entstanden, besonders kann man das bei den Bädern an der Alten Donau beobachten. Die Kabinen-Kultur in den Wiener (und Linzer) Bädern hat Skero in seinem Hit „Kabinenparty“ besungen, das Video dazu wurde übrigens im Kongressbad im 16. Bezirk gedreht. Wenn du auch 2009 bei „Kabinenparty“ laut mitgegrölt hast, solltest du dem Kongressbad mit seinen Prolos und Kabinen auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Das Krapfenwaldbad mit einmaliger Aussicht. Flickr / Christian Kadluba

Wer sich gerne mit einem beeindruckenden Blick über Wien belohnen möchte, dem sei das Krapfenwaldbad ans Herz gelegt. Du wirst vielleicht ein bisschen länger zum Bad brauchen, der Ausblick zahlt sich aber aus, versprochen. Das „Krawa“, wie das Bad gerne genannt wird, ist ein Ort des „Sehen-und-Gesehen-Werdens“. Viele Badbesucher gehen gar nicht ins Wasser, sondern posten lieber Selfies mit ihren neuen Bikinis vom Beckenrand aus auf Instagram. Das klingt ein bisschen zu schickimicki für dich? Keine Scheu, man wird dich nicht verurteilen, wenn deine Sonnenbrille nicht aus der aktuellen Kollektion ist. Und der Blick über Wien ist – wie gesagt – wirklich einmalig. Ganz ähnlich ist auch das Klientel und der Ausblick im privat geführten Schönbrunner Bad, hier werden auch regelmäßig Poolpartys veranstaltet.

Apropos Ausblick – richtig schön anzusehen sind auch einige der Hallenbäder. Bekannt für ihre Architektur sind vor allem das Amalienbad  und das Jörgerbad. Beide gehören definitiv zu Orten, die man einmal gesehen haben muss, wenn man in Wien wohnt! Du siehst schon, das Angebot der Bäder ist so vielfältig, dass bestimmt auch du schnell dein Lieblingsbad findest.

Die Bäder der Stadt Wien kosten alle gleich viel, für Studenten bis 27 Jahre sowie Präsenz- und Zivildiener gelten ermäßigte Preise. In Hallen- und Kombibädern zahlen Erwachsene 5,50 Euro für eine Fünf-Stunden-Karte, der ermäßigte Preis beträgt 4,10 Euro. Von 2. Mai bis 18. September 2016 werden die Kombibäder als Sommerbäder geführt, in diesem Zeitraum bekommst du für die gerade genannten Preise keine Fünf-Stunden-Karte, sondern gleich eine Tageskarte. In den kälteren Monaten gibt es auch die Möglichkeit, sich eine 2,5-Stunden-Karte zu nehmen, diese kostet 4,10 Euro. In den Hallenbäder Jörgerbad, Brigittenauer Bad und Hütteldorfer Bad gelten im Sommer die Fünf-Stunden-Preise auch für einen ganzen Tag.

In den Sommerbädern zahlst du genauso 5,50 Euro beziehungsweise 4,10 Euro, die Eintrittskarte gilt ganztags. Erwachsene, die keine Ermäßigung bekommen, können ab 13 Uhr eine Nachmittagskarte zum Preis von 4,30 Euro kaufen. Wenn dich das Schwimmfieber erst richtig gepackt hat, kannst du auch überlegen, dir eine Monats- oder Jahreskarte zuzulegen. Eine Monatskarte bekommst du um 22 Euro, mit Ermäßigung schon um 16,40 Euro. Wenn du gleich eine Jahreskarte haben möchtest, musst du 198 Euro beziehungsweise ermäßigt 147 Euro hinlegen. Es gibt auch Karten, die für zwei, drei oder sechs Monate gültig sind. Pluspunkt hierbei ist, dass diese Dauerkarten in allen Bädern der Stadt Wien gelten und du dich somit durch das gesamte Angebot durchschwimmen kannst. Genauere Informationen zu den Monats- und Jahreskarten findest du hier.

Hier findest du auch noch eine vollständige Auflistung aller Hallenbäder, Kombibäder und Sommerbäder, die von der Stadt Wien betrieben werden.

Wikimedia Commons / Günther Z. / https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:GuentherZ_2009-08-18_0807_Wien_Staedtisches_Strandbad_Alte_Donau.jpg

Schwimmen in der Donau

Für die Naturliebhaber unter euch bietet sich die Donau zum Schwimmen an. Hotspots hierbei sind die Alte Donau und die Donauinsel. Verglichen mit den gut besuchten Freibädern ist es an der Donau um einiges leichter, ein ruhiges Plätzchen zu finden, an dem man gemütlich ein paar Stunden entspannen kann. Auch wenn du es dir vielleicht anfangs nicht vorstellen kannst, aber die Bademöglichkeiten an der Donau werden dich sofort in Urlaubsstimmung versetzen. Hier kannst du richtig abschalten und wirst schneller, als du deine Sonnenbrille aufsetzen kannst, vergessen, dass du dich gerade in einer hektischen Großstadt befindest. Somit steht einem gemütlichen Feierabend am Wasser nichts mehr im Wege.

Die Stadt Wien prüft laufend die Wasserqualität in der Donau, in den letzten Messungen vom Mai wurden alle Proben mit „ausgezeichnet“ bewertet. Die aktuellen Messwerte kannst du hier abrufen. Schwimmen in der Donau ist prinzipiell gratis, ausgenommen davon sind die Strandbäder, die am Ufer der Donau liegen und wie alle anderen Sommerbäder auch Eintritt verlangen. Gut ist auch, dass du mit den Öffis schnell zu den Schwimmmöglichkeiten an der Donau kommst. Die Donauinsel etwa erreichst du mit der U1 Donauinsel, U2 Donaustadtbrücke und mit der U6 bis Handelskai oder Neue Donau. Einfach aussteigen, losschlendern und ein gemütliches Plätzchen suchen.

USI-Kurse

Für die Sportschwimmer unter euch und alle, die es noch werden wollen, gibt es die Möglichkeit, einen Schwimmkurs am USI zu belegen. Das USI ist das Universitätssportinstitut und bietet Studierenden und Absolventen von Hochschulen billige Sportkurse. Wenn du mehr über das USI erfahren möchtest, lies hier weiter. Je nach deinen Ambitionen gibt es verschiedene USI-Kurse, die sich sowohl an Anfänger als auch an Profis wenden. Im aktuellen Semester gibt es 17 verschiedene Schwimmkurse am USI. Hier ein kleiner Auszug davon:
schwimmbad wien

Wie du schon sehen kannst, unterscheiden sich die Kurse preislich je nach Dauer und Inhalt. Wenn du wirklich regelmäßig sportschwimmen möchtest, ist der USI-Kurs bestimmt die günstigste Variante für dich! Außerdem ist es einfach viel motivierender, wenn man zeitlich gebunden ist und so wirst du (wahrscheinlich) auch jede Woche hingehen. Die Kurse finden alle auf der Schmelz im 15. Bezirk statt, nur dort hat das USI eigene Hallenbäder.

Für alle anderen Wasserratten unter euch gibt es viele andere Wassersportarten, die man am USI ausüben kann. Aquafitness, Rudern, Stand-Up-Paddling, Tauchen und Unterwasserrugby sind nur einige davon. Die Kurse musst du immer zu Semesterbeginn im Voraus buchen, das heißt momentan gibt es leider keine Möglichkeit, in einen Kurs einzusteigen. Hier findest du die aktuelle Kursliste, die du dir durchschauen kannst, um auf den Geschmack zu kommen. Ab Herbst findest du unter diesem Link die neuen Kurse, für die du dich ab Mitte September anmelden kannst.

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Therme Wien

Du bist noch immer nicht auf den Geschmack gekommen? Vielleicht ist das Angebot der Therme Wien dann das richtige für dich. Die Anlage liegt im zehnten Bezirk und hat früher „Therme Oberlaa“ geheißen. 4000 Quadratmeter Wasserfläche werden von zwei Schwefelquellen gespeist, die angeblich zu den wirkungsvollsten Europas zählen. In der Therme kann man sich in Wassertanzen oder Aqua-Gymnastik versuchen, außerdem gibt es einen großzügigen Saunabereich. Wenn du dich verwöhnen lassen willst, kannst du auch Beauty-Anwendungen dazubuchen. Im Sommer gibt es auch Außenbecken, die dir eine Abkühlung versprechen. Die Therme wurde zwar erst 2010 komplett neu gestaltet, die moderne Ausstattung hat aber auch ihren Preis. Eine Drei-Stunden-Karte kostet für Erwachsene 18 Euro, eine Tageskarte 25,40 Euro, Studentenermäßigung gibt es leider keine. Hier kommst du zur Homepage der Therme Wien.

Und wo kühlst du dich am liebsten an heißen Tagen ab? Wir freuen uns auf deine Empfehlungen in den Kommentaren!

 

 
 

veröffentlicht von Max

1. Juli 2016

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