Sommerzeit ist Badezeit - Sommerbäder Wien

Unsplash / Andrew Ly
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von stefan

24. Mai 2018

FREIZEIT & SPORT

Sommerbäder Wien – Dort wo es sich im Sommer am besten aushälten lässt, wenn die Stadt mal wieder so richtig kocht und du nach Abkühlung gierst.

Ich liebe den Sommer! Die langen, heißen Tage im Juli/August und die lauen Sommernächte lassen mein Herz höherschlagen. Am tollsten ist diese Zeit natürlich im Waldviertel. Leider ist es nicht immer möglich, der viel zu heißen Stadt im Sommer zu entfliehen und zwei Monate am Stausee oder Badeteich zu chillen. Dieser Artikel ist allen denjenigen gewidmet, die den Sommer in Wien verbringen (müssen), Abkühlung brauchen und etwas Abwechslung beim Badevergnügen haben möchten. Also wenn du keine Klimaanlage hast, der Asphalt wieder mal kocht, du den Geruch in der U-Bahn nicht mehr aushältst oder du einfach wieder mal ausgiebig plantschen möchtest – dann empfehle ich dir die städtischen Sommerbäder Wien!

Hallenbäder, Kombibäder, Sommerbäder

Für mich gab es bis jetzt nur Hallenbäder im Winter und Freibäder im Sommer. In der Stadt ist das ein bisschen anders. Hier sagt man zu Freibädern, Sommerbäder und nennt Bäder die sowohl einen Außen- wie auch einen Innenbereich haben kurz Kombibäder. Damit die Verwirrung noch komplett wird, gibt es auch Hallenbäder, die im Sommer eine Liegewiese im Freien anbieten, aber keine eigenen Außenbecken haben und daher nicht zu den Kombibädern gehören. Das Hütteldorfer Bad ist zum Beispiel so eine Ausnahme. Einen guten Überblick über alle städtischen Sommerbäder findest du auf der Webseite der Stadt Wien.

Die Sommerbäder Wien gleich ums Eck

Ganz gleich wo du in Wien genau wohnst, du solltest ein Bad in deiner Nähe finden können. Außerdem sind alle Bäder öffentlich ganz gut erreichbar. Je nachdem wie lange dein Badevergnügen dauern soll, kannst du eines mit kürzerer oder auch mal längerer Anfahrt wählen. In meiner Nähe befinden sich das Kombibad Hietzing und das Hallenbad Hütteldorf, die ich gerne mal auch am Abend für ein oder zwei Stunden aufsuche. Für längere Badetage fahre ich öffentlich schon mal 40 bis 60 Minuten zu den Sommerbädern Gänsehäufel, Krapfenwaldbad oder Alte Donau. Die Anfahrtszeit zahlt sich definitiv aus und ich hatte bis dato immer einen tollen Badetag.

Zwettler Zwickl

Monatskarte

Wenn du planst in einem Monat fünf Mal oder öfters ein städtisches Bad zu besuchen, dann empfehle ich dir eine Monatskarte. Natürlich sollest du neben deinem Terminkalender auch den Wetterbericht checken, damit du das Beste aus der Bade-Flatrate rausholen kannst. Ich selbst habe mir im Juli 2017 eine Monatskarte um 22 EUR geholt und war damit sehr zufrieden. In diesem Juli hatte es an 16 Tagen mehr als 28° C und daher eine perfekte Basis für viele Badetage.  Das geniale an der Monatskarte ist, dass du ohne Zeitbeschränkung in alle Hallen-, Kombi- und Sommerbäder Wien gehen kannst! – Superleiwand, oder?  Die Monatskarte kostet 29,50 EUR für Erwachsene, der Preis von 22 EUR gilt für Studenten und Zivildiener. Nach deinem fünften Besuch hast du bereits gespart und wenn du jedes Mal ein anderes Bad besuchst, dann hast du gerademal die Hälfte aller zehn Sommerbäder probiert. Im Eintrittspreis ist immer ein Kästchen enthalten. Den Schlüssel dafür bekommst du beim Eintritt.

Ausrüstung für einen perfekten Badetag

Wenn man sich in den Bädern so umsieht, dann variieren die Zusammensetzung der Badetaschen je nach Alter, Geschlecht und Familienstand sehr stark. Für die einen reichen Badehose, Handy und Tschick für einen Badetag vollkommen aus. Andere schleppen sich mit Liegestühlen, Kühltaschen, Schwimmhilfen und vielen mehr über die Liegewiese. Ich persönlich versuche alles auf eine Sporttasche zu begrenzen. Damit bin ich einerseits gut mobil und kann andererseits auch einiges mitnehmen. Was genau ich in meine Badetasche packe, seht ihr auf dem folgenden Bild:

Meine Badetasche

Für einen gelungenen Badetag mit Freunden nehme ich ein Badetuch, ein Strandtuch, meine Badehose und eine Schwimmbrille als Grundausstattung mit. Bei den hohen sommerlichen Temperaturen ist es wichtig aureichend zu trinken und dafür packe ich mir eine wiederbefüllbare Flasche mit Wasser und ein paar Zwettler ein. Auch Paradeiser sind bei der Hitze eine tolle Sache. Ich lasse sie gern in der Sonne liegen und wenn man sie leicht aufgewärmt ißt, hat man ein wenig das Gefühl, sonnengeküsste Paradeiser aus Omas Gartl zu essen. Gegen aufkommende Langeweile habe ich immer UNO Karten und Backgammen mit dabei. Was darf in deiner Badetasche nicht fehlen? – Schreib es unten in die Kommentare.

Meine drei Lieblingssommerbäder

Ein absolutes Must-See ist das wohl berühmteste Sommerbad Wiens, über das sogar schon Fendrich in Strade del Sole gesungen hat. Das Strandbad Gänsehäufel ist ein wahres Freizeitparadies inmitten der Alten Donau für Jung und Alt. Es bietet auf einer gigantischen Fläche viele verschiedene Becken und Liegebereiche, sowie unzähligen Freizeitaktivitäten wie Wasserspielgarten, Fußballplatz, Tischtennis, Klettergarten, Luftburg und vieles mehr. Wenn du mit den Öffis anreist, dann empfehle ich den Badebus, der zwischen der U1 Station Kaisermühlen und Gänsehäufel verkehrt. Der Vorteil – du wirst direkt vor dem Eingangsbereich des Gänsehäufels gebracht und ersparst dir den Fußweg zum Bad. An einem Tag im Gänsehäufel wirst du sowieso genug laufen, weil das Bad wirklich weitläufig ist. An heißen Tagen strömen massenhaft Menschen in das Bad, aber lasse dich davon nicht irritieren. Sobald du die Schlange an der Kassa hinter dich gebracht hast und dich auf die Suche nach einem perfekten Liegeplatz machst, wirst du merken, dass sich die Leute gut verteilen und auch für Klaustrophobiker keine Gefahr besteht.

Möchtest du mal über den Dächern Wiens schwimmen? Dann ist das Krapfenwaldbad genau richtig. Das Bad bietet mehrere Becken und ist auch für einen ausgedehnten Badetag gut geeignet. Das Highlight ist aber definitiv der wunderschöne Blick über eine der lebenswertesten Städte der Welt.

Mein drittes Lieblingsbad ist das Strandbad Alte Donau. Das Bad ist überschaubar, aber bietet genug Platz auch bei hohem Besucheransturm. Neben den Becken hast du hier auch einen wunderschönen Zugang zur Alten Donau. Das Badebuffet in diesem Bad ist besonders toll gelungen und erinnert an ein hippes Lokal in der Innenstadt.

Badeschluss

Seit der Badesaison 2017 wird der Badeschluss in den städtischen Sommerbädern mit dem gleichnamigen Lied „Badeschluss“ der Band 5/8erl in Ehren zelebriert. „Badeschluss. Es ist vorbei. Wo der Tag die Nacht begrüßt“. Die Meinungen dazu gehen sicher auseinander, aber ich finde es toll. Es sorgt für eine schöne Stimmung beim Zusammenpacken und lädt dazu ein den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

Fazit

In meinem Bekanntenkreis wurde ich anfangs doch etwas schief angeschaut als ich voller Stolz meine Monatskarte erwähnte und begann über die Wiener Bäder zu schwärmen. Ich wurde dabei auch immer öfter mit den klassischen Vorurteilen konfrontiert – zu laut, zu viele Menschen, einfach grauslich, … alles Blödsinn! Die Bäder der Stadt Wien sind super in Schuss, die Becken sehr angenehm temperiert, die Reinlichkeit in allen Bereichen sehr zufriedenstellend und das gebotene Freizeitangebot ausufernd und beim ersten Besuch kaum zu erfassen.

Ich hoffe, dass ich dich etwas inspirieren konnte und wünsche dir einen angenehmen Sommer mit ganz vielen schönen Badetagen!

 
 

veröffentlicht von Kerstin

24. Mai 2018

FREIZEIT & SPORT
Klein, kultig und einfach einen Besuch wert - der Böhmische Prater. Wer keine Lust auf Menschenmassen hat, dafür aber auf Abwechslung und Natur, der ist hier genau richtig.