Surfen in der Stadt

Wer nicht surft, kann auch ganz gemütlich zusehen.
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Carina

16. September 2016

FREIZEIT & SPORT

Wer surfen will, muss jetzt nicht mehr nach Portugal fliegen, sondern nimmt einfach die Bim zum Schwarzenbergplatz und zur 3CityWave.

Wie jetzt – surfen am Schwarzenbergplatz? Mitten in der Stadt? Wie soll denn das gehen? Genau das haben wir uns auch gedacht, als wir das erste Mal von der 3CityWave gehört haben. Surfen wie im Meer funktioniert ja nicht mal zuhause im Waldviertel, wo wir Gewässer genug hätten! Wir haben uns auf zum Schwarzenbergplatz gemacht und uns das 1.000 Quadratmeter große Surfareal mit Chill-Lounge, Bars und Strandshop für euch angesehen.

Von außen wirkt die Surfanlage gar nicht so groß. Über ein paar Stufen hinauf gelangt man in ein buntes Treiben voll chilliger Loungemusik, dem Rauschen der Wellen und dem Duft von Cocktails. Die Stadt um einen herum verschwindet sofort ein bisschen. Mit einem kühlen Getränk in der Hand kann man es sich erst mal auf einem der Liegestühle bequem machen. Zuschauer sind hier nämlich sehr willkommen, vom Beckenrand aus bekommt man richtig Lust, das Wellenreiten auch einmal selbst auszuprobieren.

Eine Surfsession kostet 39 Euro und dauert etwa 50 Minuten. Buchen kannst du online, die Sessions werden immer etwa zwei Wochen im Voraus freigeschalten. Vor Ort gibt es nur selten Restplätze, also auf jeden Fall vorher buchen! Mitnehmen musst du nur deinen Bikini oder deine Badehose und ein Handtuch, Surfbrett und Shirts zum Drüberziehen bekommst du vor Ort. Hier brauchst du aber einen Lichtbildausweis als Kaution. Wer möchte, kann sich für fünf Euro auch einen Neopren-Wetsuit leihen (für uns Waldviertler aber eh nicht relevant, da wir in puncto Kälteempfinden dem Rest der Österreicher etwas voraus haben ;-)). Die Session teilst du dir dann mit anderen Surfern, maximal zwölf Leute sind in einer Gruppe.

Auf die Bretter, fertig, los!

surfen schwarzenbergplatz

Am Anfang hilft dir eine Stange, das Gleichgewicht zu halten.

Aller Anfang ist schwer, deshalb startest du deine ersten Surfversuche an einer Stange zum Anhalten. Nach und nach kommt dann das Gefühl für das Brett und die Wellen. Wenn das halbwegs sitzt, verteilt sich die Gruppe am Beckenrand und nach und nach darf sich jeder einzelne ohne weitere Hilfsmittel auf der Welle versuchen. Coaches sind da immer dabei, helfen beim Aufsteigen aufs Board und geben zwischendurch nützliche Tipps.

Ein paar Anläufe braucht es schon, aber dann können sich die meisten Surfeinsteiger schon halbwegs gut auf dem Brett halten. Das erzählt uns auch Max (26), während er für den nächsten Durchgang ansteht. Anfangs war er ein bisschen skeptisch, ob man das mit dem Surfen wirklich so schnell lernen kann. „Man merkt aber, dass es mit jedem Durchgang, von Mal zu Mal, ein bisschen besser geht und es funktioniert auch gut wenn man weder Snowboarden noch Skateboarden kann.“

Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl

Auch Hannes (21) teilt seine ersten Surferlebnisse mit uns. Gut findet er, dass man am Anfang mit der Stange erst einmal übt, das Gleichgewicht zu halten. Das Wellenreiten hat ihm „echt daugt“, er überlegt noch einmal eine Session zu buchen, auch wenn es ihm schon fast ein bisschen zu teuer ist. Nach einer ersten Surfsession „hot mas herausn“ und das macht Lust auf mehr. Hannes ist mit seinem Kollegen Thomas da. „Der ist eigentlich schon ein Profi und surft auch im Meer. Er sagt aber, dass es hier auf der künstlichen Welle schwieriger ist als auf der natürlichen.“ 

surfen schwarzenbergplatz

Schön der Reihe nach geht es ab ins kühle Nass.

Anders als beim Surfen im Meer ist auch, dass am Schwarzenbergplatz nicht erst zur Welle angepaddelt werden muss und je nach Können der Sportler die Wellenhöhe angepasst werden kann. Mit der künstlichen Welle wird übrigens eine Wellenfront simuliert. Das bedeutet, dass sie durchgehend konstant bleibt und so übst du zwar auf einer relativ hohen Welle, die dafür aber keine Überraschungen birgt.

Fazit

Die 3CityWave ist bestimmt einen Besuch wert. Als Zuseher zahlst du keinen Eintritt und kannst dir das Surfen erstmal ganz gemütlich aus der Nähe ansehen. Das große Areal mit seinen Liegen und Bars lädt zum Relaxen ein, bei bestimmten Events versorgen DJ’s die Besucher mit feinen Beats und stimmen auf den bevorstehenden Partyabend ein. Beim Surfen selbst muss man nicht viele Skills mitnehmen, um erfolgreich auf der Welle zu reiten. Deshalb gibt es von den Surfer, mit denen wir gesprochen haben, auch durchgehend Weiterempfehlungen. Wer also einen kleinen Urlaub vom Alltag sucht und/oder schon immer einmal das Wellenreiten ausprobieren wollte, ist hier richtig.

 
 

veröffentlicht von Carina

16. September 2016

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