Unsere Freizeit-Tipps für den Jänner

© unsplash - Vishnu R Nair
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Julia

7. Januar 2020

FREIZEIT & SPORT

Für einen aktiven Start ins neue Jahr 2020 haben wir für euch Veranstaltungen, Events und Ausstellungen aus Wissenschaft, Musik, Kunst und Kultur im Jänner gesammelt. Wir sind uns sicher: hier ist bestimmt für jeden von euch etwas dabei!

Ein paar unserer Tipps sind bezüglich der Vorstellungs- oder Ausstellungstermine nur noch im Jänner möglich, also könnt ihr diesen Artikel auch als eine Art letzten Reminder sehen und am besten gleich beginnen, euren Ausflug zu planen!

Pixabay / Christian Volek

Körperwelten – Stadthalle

In der Stadthalle geht es anatomisch zu: „Körperwelten – eine Herzenssache“ ist eine Ausstellung, die nicht nur Medizin-Interessierte fasziniert. Wie der Name schon verrät, liegt der Schwerpunkt der Körperwelten auf dem Herz und seinen Gefäßsystemen. Denn gerade in unserer modernen Zeit setzen wir dem Herz durch unsere Lebensweise oft ganz schön zu. Das kann zu Einschränkungen oder Erkrankungen führen. Deswegen wird in der Ausstellung verständlich gemacht, wie man bereits durch kleine Veränderungen im Alltag große positive Auswirkungen bewirken kann.

Aber nicht nur das Organ Herz wird in der Ausstellung thematisiert. Die Exponate zeigen den Aufbau unseres Skeletts, das Zusammenwirken der Muskulatur oder auch die Entwicklung eines Menschen im Mutterleib. Das Ziel ist, eine „Reise unter die Haut“ zu machen. Zu diesem Zweck stehen bei rund 200 Ausstellungsstücken auch 20 vollständige Körper parat.

Wirklich interessant ist hierbei, dass die gezeigten „Modelle“ echte menschliche Körper sind, die durch Plastination konserviert wurden. Das funktioniert so: die Körperflüssigkeiten wurden durch Harze ersetzt und der Körper wurde dann durch Licht, Wärme oder Gase ausgehärtet. Die entstandenen Exponate sind so geruchlos und haltbar.

Die Veranstalter wollen mit den „Körperwelten“ erreichen, möglichst vielen Menschen dass Innere des Körpers näher zu bringen. Außerdem wollen sie Krankheiten und Störungen der Gesundheit anschaulich zeigen. So werden zum Beispiel gesunde Organe und von Krankheiten befallenen Organe nebeneinander aufgestellt, um einen Vergleich zu erleichtern.

Übrigens: Wenn ihr ein Mitglied bei der Sparkasse seid, könnt ihr doppelt profitieren: ihr bekommt mit George die Tickets zu einem vergünstigten Preis!
Das trifft übrigens bei wirklich vielen Veranstaltungen zu, also lohnt es sich, vor dem Ticketkauf bei oeticket und Co. bei der Sparkasse nachzusehen!

Die Ausstellung findet noch bis zum 9.2.2020 statt.

 

© Ja Ja Ja Music

Ja Ja Ja Festival – A Nordic Affair

Etwas für die Skandinavien-Liebhaber Wiens: das Eintagesfestival findet am 31.1.2020 im WUK statt. Vertreten sind unter anderem die Bands Blondage, Pish oder The Entrepreneurs, sowie andere kleinere Bands. 2020 feiert das Festival außerdem sein 10-jähriges Jubiläum.

Der Veranstalter „Ja Ja Ja Music“ bringt in London und Berlin jeden Monat neue Ausnahmetalente auf die Bühne der Clubs. Mehr als 150 skandinavische KünstlerInnen sind seit der Gründung im Jahr 2009 durch Großbritannien, Deutschland und auch Österreich gereist, um die Club-Besucher in den musikalischen Norden zu entführen. Die „Ja Ja Ja Festivals“ führen gleich mehrere dieser KünstlerInnen in einer Nacht zusammen. Neben den monatlichen Events in London und Berlin findet das Festival jährlich in Tokyo und Wien statt.

Wer auf den Geschmack gekommen ist oder sich nun fragt, wie sich skandinavische Musik nun konkret anhört, sollte einen Blick auf die „Nordic Playlist“ werfen. Hier könnt ihr in mehr als 150 Playlists mit unterschiedlichen Musikrichtungen eine große Bandbreite dieser Region entdecken. Beispiele dafür: „Hygge Playlist“ oder „All Night Midsommar Party“.
Bekannte nordische Bands wie „Of Monsters & Men“ oder die Künstler Zara Larsson und Alan Walker haben dort ihre eigenen Playlists mit ihren Lieblings-Songs aus jedem Land im Norden zusammengestellt.

Hier findet ihr die Links zu den Playlists: Website Nordic Playlist | Spotify | iTunes

Für das neue Jahr 2020 haben ja vielleicht manche von euch den Vorsatz, den eigenen Musikhorizont etwas zu erweitern – da bietet sich ein eintägiges, preisgünstiges Festival voller skandinavischer Musik doch perfekt zum Ausprobieren an! 😉

 

© Deen van Meer

CATS – Das Musical

Dieses beliebte Musical ist seit Herbst 2019 im Wiener Ronacher zu sehen, die Aufführungen finden sogar noch bis Juli 2020 statt.

Das von vielen als Meisterwerk bezeichnete Musical wurde im Vergleich zu früheren Vorstellungen leicht modernisiert. Aber keine Angst – natürlich sind die Schauplätze, Rollen und die Musik von Andrew Lloyd Webber gleich geblieben.

Die Handlung lässt sich kurz zusammenfassen: In einer Vollmondnacht kommen die Katzen des Jellicle-Clans zu einem Ball auf einer Müllkippe Londons zusammen. Am Ende des Balls wird traditionell eine Katze ausgewählt, die wiedergeboren wird und so die Chance auf ein neues Leben im Stamm bekommt. Natürlich wollen das viele Katzen in Anspruch nehmen, so kommt es im Laufe der Nacht zu Auseinandersetzungen, Intrigen und Kämpfen. Die Handlung beschreibt den Weg zur Auswahl der Katze durch den Ältesten, was bis zum Ende des 2:40 Stunden lang dauernden Musicals spannend bleibt.

Weltweit haben über 73 Millionen Menschen aus 30 Ländern das Musical in 16 unterschiedlichen Sprachen gesehen. Nach der Erstaufführung 1981 in London kam „CATS“ nach Wien und lief hier sieben Jahre ohne Unterbrechung, was für die Qualität und die allgemeine Beliebtheit spricht.

Wie ihr vielleicht schon gehört habt, sind die Karten für das beliebte Musical im Jänner schon weitgehend ausverkauft. Es gibt jedoch noch Restkarten, also solltet ihr schnell sein, wenn ihr noch diesen Monat in den Genuss von „CATS“ kommen wollt!

Kleiner Tipp: wie bei den „Körperwelten“ bekommt ihr hier mit der Sparkasse und George eure Tickets ermäßigt!

 

© Barbara Hartl, Graph Art Line e.U.

Pepi Hopf – Kabarett

Kabarett-Liebhaber aufgepasst: Pepi Hopf steht im Jänner mit gleich drei Programmen auf der Bühne:„Gemmas an!“, „Sternzeichen Stur“ und eine Kooperation mit Fredi Jirkal namens „Nimm 2“. Letzteres ist ein Best-Of der beiden Kabarettisten.

Wer Pepi Hopf noch nicht kennen sollte: Der in Wien geborene Kabarettist absolvierte als Sohn einer Gärtnerfamilie zunächst eine Lehre zum Friedhofs- und Ziergärtner. Er wurde dann aber von seiner Chefin beim „Gmundner Schwan“ (ein Kabarett-Förderpreis) angemeldet und verfolgt seither seine humoristische Karriere in Österreich und Deutschland. Von Kritikern wird er als klug, gewitzt und systemkritisch beschrieben.

„Freuen tuats mi ned, aber es hilft ja nix“ – die Einstellung mancher Österreicher zur Arbeit in einem Satz zusammengefasst, meint Pepi Hopf. Der oft verwendete Ausdruck „Gemmas an“ ist schließlich auch keine übermäßig optimistische Weise, eine Aufgabe zu beginnen.
So hinterfragt der Kabarettist das Verhältnis der Österreicher zu ihrer Arbeit und versucht, einen Blick in die Zukunft des Arbeitslebens zu werfen.

Im Programm „Sternzeichen Stur“ beschäftigt sich Hopf mit den Sturschädeln dieser Welt, und auch deren PartnerInnen. Lasst euch auf lustige Art und Weise erzählen, womit sture Menschen zu kämpfen haben und warum stur zu sein manchmal gar keine so schlechte Angewohnheit ist.

Die Spielorte der Kabaretts sind im Jänner das Theater am Alsergrund und das Orpheum Wien.

 

Kunstausstellungen

Arnulf Rainer – Albertina

Natürlich haben wir auch Events für die Kunstliebhaber unter euch: anlässlich des 90. Geburtstags des Künstlers Arnulf Rainer findet in der Albertina eine Ausstellung seiner umfangreichen Werke statt.

Der österreichische Künstler ist besonders für seine Reihe „Face Farces“ bekannt. Nicht umsonst wird er als einer der einflussreichsten lebenden Künstler der Gegenwart bezeichnet. Seine künstlerische Handschrift ist das Übermalen von eigenen und fremden Bildern, Portraits und Fotos. Wegen der öffentlichen Übermalung eines Bildes wurde er sogar schon gerichtlich verurteilt – also ist seine Person nicht ganz unumstritten.

Persönliche Grenzerfahrungen wie völlige Erschöpfung, Konsum von halluzinogenen Drogen und die Beschäftigung mit Tabu-Themen wie psychische Erkrankungen oder Tod haben seine Werke wesentlich mitbestimmt.

In der Ausstellung findet man Werke aus seiner Anfangszeit als Künstler, Fotos, Übermalungen und sogenannte Schleierbilder. Das sind bestehende Bilder, die von einem ruhigen und malerischen Farbschleier überzogen werden.

Achtung: die Ausstellung ist nur noch bis 19. Jänner zu sehen! Mittwoch und Freitag ist das Museum sogar bis 21:00 geöffnet.

 

©KHM Museumsverband

Caravaggio und Bernini – KHM

Etwas klassischer und nicht ganz so kontroversiell läuft es bei der Caravaggio und Bernini-Ausstellung im Kunsthistorischen Museum ab. Die Werke der beiden Meister des römischen Frühbarocks sind unter dem Namen „Entdeckung der Gefühle“ zu sehen.

Die Ideen Caravaggios und Berninis haben die Entwicklung des Barocks wesentlich mitbestimmt. Die wirklichkeitsgetreue Darstellung des menschlichen Körpers soll dem Inneren, den Gefühlen, folgen. Diese Bezugnahme auf die Emotionen in Verbindung mit der Wirklichkeit war damals neuartig, und ist heute Merkmal barocker Kunst.

Die Malereien und Skulpturen sind nach Emotionen sortiert, wie zum Beispiel „Liebe“, „Leid und Mitleid“ oder „Wunderbares und Staunen“. Nicht nur Caravaggio und Bernini sind in dieser Ausstellung vertreten, auch andere Künstler des Frühbarocks wie Algardi, Carracci oder Poussin tragen zu einer Auseinandersetzung mit den menschlichen Emotionen bei. Wenn man es so betrachtet, sind die „Körperwelten“ und diese barocke Exposition eine perfekte Kombination, um aus verschiedenen Blickwinkeln mehr über den Menschen zu lernen 😉

Auch hier eine Warnung: die Ausstellung ist noch bis 19. Jänner zu sehen! Das sollte aufgrund der Öffnungszeiten jedoch kein Problem sein: am Donnerstag, Samstag und Sonntag hat das KHM bis 21:00 für euch geöffnet.

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von david

7. Januar 2020

FREIZEIT & SPORT
Wien hat schon seine Eigenheiten. Im Kaffeehaus gibt es mehr Spritzer als Kaffee, alles ist irgendwie gemütlich und Sudern wird zur Lebenseinstellung.