Versteckte Plätze in Wien Teil 2

Der Floridsdorfer Wasserpark. Wikimedia Commons / Peter Gugerell
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Julia

3. Dezember 2020

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Dem Alltagsstress mal kurz entfliehen und neue Energie tanken – wir zeigen euch 6 weitere versteckte Plätze in Wien, die euch Erholung verschaffen.

Wir Waldviertler lernen die idyllische Ruhe unserer Heimat oft erst dann richtig zu schätzen, wenn man viel Zeit in der Stadt verbracht hat. Besonders die Hauptstadt Wien ist in vielen Gegenden von Hochhäusern, engen Gassen und Beton gesäumt. Das kann eine Auszeit von der Hektik des Alltags schon schwierig machen, besonders, wenn man keinen Balkon oder Garten zum Entspannen an der frischen Luft hat. Doch auch Wien bietet viele versteckte Plätze und Stadtoasen, wo die Batterien wieder aufgeladen werden können.

Schon im ersten Teil haben wir euch solche ruhigen, entschleunigenden Orte vorgestellt. Denn manchmal haben wir eine Abwechslung vom Alltag oder eine wohlverdiente Auszeit nach einer stressigen Zeit einfach mal dringend nötig. In diesem zweiten Teil zeigen wir euch noch ein paar neue versteckte Plätze, an denen ihr neue Energie tanken könnt. Vielleicht befindet sich ein solcher Ort auch gleich bei euch ums Eck.

Den ersten Teil findet ihr hier:

 

versteckte Plätze

Wikimedia Commons / Peter Gugerell

1. Erdberger Stadtwildnis

Wir starten mit dieser Naturlandschaft, die ohne Zweifel alle Kriterien für Entspannung und Flucht aus dem Alltag erfüllt: die Erdberger Stadtwildnis. Dieser Ort ist eine ökologische Entwicklungsfläche und sieht dementsprechend „verwildert“ aus. Das Areal ist im Industrieraum Erdberg / Schlachthausgasse eine erstaunliche Abwechslung, die man in diesem Gebiet niemals vermuten würde. Beim Entdecken der rund ein Hektar großen Wildnis könnt ihr die Natur dabei beobachten, wie sie sich ungehindert ausbreitet. Erinnert doch gleich an das Waldviertel, oder?

Maiselgasse, 1030 Wien

 

versteckte Plätze

Wikimedia Commons / Vulpes45

2. Friedenspagode

Dieser buddhistische Stupa liegt gleich an der Donau im zweiten Bezirk. Das Gebäude bildet das Leben des Buddhas Siddhartha Gautama ab und ist in Wien ein recht ungewöhnlicher Anblick. Das fernöstliche Denkmal entführt in fremde Länder, und der Besuch fühlt sich wie ein Kurzurlaub an. Vor diesem bedächtigen und stillen Ort liegt auch eine Wiese, die zur Entspannung inmitten dieses besonderen Ambientes einlädt. Wegen der Lage an der Donau kann der Besuch perfekt mit einem Spaziergang kombiniert werden, und auch der Stadtwanderweg 9 geht daran vorbei.

Hafenzufahrtsstraße F, 1020 Wien

Einen Tapetenwechsel in fernöstlicher Manier könnt ihr außerdem im Döblinger Setagayapark genießen.

 

Wikimedia Commons / Peter Gugerell

3. Floridsdorfer Wasserpark

Dieser Park im Erholungsraum Alte Donau besteht zu einem Drittel aus Wasser und bringt Idylle in den Alltag. Wer sich als Ausgleich einmal so richtig auspowern möchte, kann das im Aktiv-Park mit den bereitgestellten Fitnessgeräten tun. Wenn eure Auszeit eher nach Entspannung und Ruhe verlangt, bieten die vielen Bänke, Brücken und Spazierwege Raum für Erholung. Im Wasserpark finden sich auch einige Wasservögel, die das Gewässer am Hubertusdamm als natürliches Winterquartier nutzen. Das Beobachten von Stockenten, Möwen, Schwänen und manchmal auch Graureihern bringt euch schnell auf andere Gedanken.

Am Nordbahndamm, 1210 Wien

 

versteckte Plätze

Wikimedia Commons / Lydia Platzer

4. Friedhof der Namenlosen

Wer schon einmal den Zentralfriedhof besucht hat weiß, dass Friedhöfe eine sonderbare, aber zum Nachdenken anregende Atmosphäre inne haben. Die Besonderheit des abgelegenen Friedhofs der Namenlosen liegt darin, dass hier Menschen begraben liegen, deren Identität nicht feststeht: an diesem Platz fanden jene Menschen ihre letzte Ruhe, die von 1840 bis 1940 an den Alberner Hafen von der Donau angeschwemmt wurden. Das macht nachdenklich und lässt das Wesentliche im Leben wieder in den Fokus rücken. Auch dieser Ort wird der Aufzählung für versteckte Plätze gerecht, weil auch viele Wiener*innen den Friedhof noch nie besucht haben oder gar nicht kennen.

Alberner Hafen , 1110 Wien

 

Flickr / ChristianeWien

5. Wilhelminenberg

Perfekt für eine kurze Stadtflucht ist auch der Wilhelminenberg im 16. Bezirk. Über die Bezeichnung „Berg“ müssen wir Waldviertler vielleicht schmunzeln: der Wilhelminenberg liegt auf ca. 449 Metern und damit weit unter der Seehöhe mancher Orte im Waldviertel. Als Anhöhe über Wien bietet der Berg aber trotzdem eine schöne Aussicht über Wien. Die Jubiläumswarte nimmt den höchsten Punkt ein und erweitert euren Ausblick noch um ein Vielfaches. Am Wilhelminenberg befindet sich außerdem ein Schloss, das heute als Hotel und Restaurant genutzt wird. Ein angrenzender Wald und eine groß angelegte Wiesenfläche bietet euch Entspannung in der Natur.

Savoyenstraße 2, 1160 Wien

 

Wikimedia Commons / Peter Gugerell

6. Lobau

Viele Wiener kennen diesen Nationalpark zwar schon, haben wegen der Lage im 22. Bezirk noch nie einen Besuch gewagt, weil er für viele recht weit entfernt ist. Das solltet ihr schleunigst ändern, denn die Lobau ist der perfekte Naherholungsort im Grünen. Die Donau als Lebensader verschafft etlichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Die vielen Wander- und Radwege versprechen körperliche Erholung, im Sommer kann an bestimmten Plätzen auch gebadet werden. Das Ökosystem Auwald könnt ihr am besten mit den geführten Erlebniswanderungen entdecken.

Dechantweg 10, 1220 Wien

Neugierig? Noch mehr Infos zum Nationalpark Lobau findet ihr in diesem Artikel:

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von MarleneK

3. Dezember 2020

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