7 Fotografie-Locations in Wien

Unsplash / Alex Rainer
FREIZEIT & SPORT

veröffentlicht von Julia

16. Juni 2020

FREIZEIT & SPORT

SpaziergängerInnen, EntdeckerInnen, Instagram-Models und ProfifotografInnen aufgepasst: wir verraten euch die schönsten Fotografie-Spots in Wien.

In der Waldviertler Heimat stehen hauptsächlich die Natur und Landschaft im Fokus. (pun intended) Wem das zu einseitig erscheint, ist in Sachen Fotografie in Wien perfekt aufgehoben. Denn: wie man sich leicht vorstellen kann, bietet die Hauptstadt unzählige Möglichkeiten, schöne Aufnahmen zu machen. So haben die vielen Grünflächen, das umfangreiche Kulturangebot und die historischen Gebäude Wien schon mehrmals zur lebenswertesten Stadt der Welt gemacht!

Fotografieren ist eine Tätigkeit, die heutzutage eigentlich jeder ausführen kann – auch ohne sündhaft teures Equipment zu besitzen. Denn fast jedes neuere Smartphone ist imstande, schöne Fotos zu produzieren. Es kann auch eine interessante Abwechslung sein, allein oder mit FreundInnen eine Location herauszusuchen und einfach mal die jeweiligen Funktionen der Geräte auszuprobieren. Dabei kommen oft überraschend gute Ergebnisse heraus!

Auch für die Fotografie-Profis unter euch sind vielleicht neue Spots und Perspektiven dabei, die euch frische Inspiration liefern könnten. Verratet uns gerne eure Favoriten und Geheimtipps!

 

Wikimedia Commons / Alireza Javaheri

1. Kahlenberg

Besonders schön ist es an dieser Location im Wienerwald zu Sonnenaufgang und in der Dämmerung, da der Himmel das Bildmotiv stark beeinflusst. An klaren Tagen kann man so ganz Wien von oben sehen.

Der höchste Punkt des Kahlenbergs ist dabei die Stefaniewarte – eure Fotosession könntet ihr also auch mit einer Wanderung verbinden. Am besten geht das über den Stadtwanderweg 1, der Start befindet sich bei der Endstation der Linie D. Der Weg ist 11 Kilometer lang, im Schnitt braucht man dafür 3,5 bis 4 Stunden.

Bei der St. Josefskirche könnt ihr zur Panorama-Terrasse weitergehen, wo sich dieser einmalige Blick auf Wien genießen lässt. Sie ist mit einem kürzeren Fußweg von der Endstation der Linie D erreichbar. Hier ist auch ein Restaurant und ein Café gelegen, der Kahlenberg ist also perfekt für einen längeren Ausflug geeignet.

Ein weiterer Tipp: der nahegelegene Leopoldsberg bietet eine ähnlich tolle Aussicht – und weniger Besucher. Das liegt daran, dass dieser Berg öffentlich nur mühselig erreichbar ist. Auf dem Leopoldsberg ist außerdem eine Burgruine zu finden.

 

Wikimedia Commons / tribp

2. Flakturm Mariahilf – Haus des Meeres

Dieser Spot bietet euch perfekte Aussicht auf Wien – und damit eindrucksvolle Panoramaaufnahmen. Das circa 50 Meter hoch gelegene Aussichtsplateau befindet sich „on top“ des Museums Haus des Meeres. Für den perfekten Bildausschnitt sorgt die 360°-Begehbarkeit des Plateaus. Mit einem Ticket fürs Museum könnt ihr ganz einfach im Inneren des Gebäudes auf die Terrasse gelangen. Ein angenehmer Nebeneffekt davon: ihr könnt euch außerdem fotografisch im Haus des Meeres austoben. Die Tierwelten geben einzigartige Fotomotive ab:

ein Foto aus dem Haus des Meeres, aufgenommen mit einem Samsung Galaxy S8+. Man sieht: Smartphones machen also auch ganz passable Fotos! / zur Verfügung gestellt von Markus Boigner

Aber auch ohne einen Besuch im Haus des Meeres ist es möglich, für 5€ die außen gelegene Turmstiege zu benutzen. Für Bewohner des Bezirks Mariahilf haben wir noch eine gute Nachricht: sie dürfen „ihren“ Bezirk kostenlos von oben sehen. Aufgrund von Bauarbeiten ist die Turmstiege jedoch momentan nicht benutzbar.

Das Aussichtsplateau bietet beispielsweise Sicht über die Oper, das Kunst- und Naturhistorische Museum, die Karlskirche oder auch den Stephansdom. Perfekt also für Sightseeing auf die etwas andere Art und Weise.

 
 
 

3. Augarten

Der Augarten ist die älteste barocke Anlage Wiens. Gelegen im zweiten Bezirk bietet er weitläufige Grünflächen, die in Kombination mit den Sandwegen spannende Akzente auf Fotos setzen. Die Gartenanlage ist im französischen Stil gehalten: neben aufwändigen Blumenlandschaften wird dieser vor allem durch Alleen gekennzeichnet.

Ein genau mittig gelegener Flakturm ist ein Paradebeispiel für die Fluchtpunkt-Perspektive, wo die Geraden auf einen Punkt zusammenlaufen. Das macht eure Fotos zu geometrisch anmutenden Kompositionen.

Auch das Schloss im Augarten ist ein perfektes Motiv für eure Bilder. Darin befindet sich heute eine Porzellanmanufaktur. Aber Achtung bei eurer Planung: wie in fast allen Bundesgärten in Wien ist der Zutritt in der Nacht leider nicht möglich.

 
 
 

4. Donaukanal

Unser nächster Tipp hebt sich ein bisschen von schöner Landschaft und Blumengärten ab: der Donaukanal bietet feinste Voraussetzungen für Street Art-Fotografie in Wien. Die urbane Umgebung, gesäumt von Graffiti und Szenelokalen, verspricht interessante Aufnahmen.

Dieser Spot ist vor allem auch für Fotoshootings in der Nacht beliebt – so sind die bunten Spiegelungen der nächtlichen Beleuchtungen im Kanal ein toller Effekt. Hier hat man wirklich viele Möglichkeiten: man kann zum Beispiel von einer Brücke aus fotografieren oder sich auch direkt ans Ufer platzieren.

Auch untertags bietet das urbane Flair gute Voraussetzungen zum Fotografieren von Menschen. Die Graffiti und Lokale stellen eine ganz eigene Atmosphäre her: großstädtisch, cool, lässig. Die spiegelnden Glasfassaden der anliegenden Gebäude und auch die Schiffe am Kai sind weitere interessante Fotoobjekte.

 
 
 

5. Blumengärten Hirschstetten

Diese Blumengärten im 22. Bezirk sind klarerweise vor allem im Frühling und Sommer Hotspots für Fotografie in Wien. Die saisonalen Blumen und Gewächse präsentieren sich in Form und Farbe als tolle Motive für Nahaufnahmen. Über das ganze Gelände verteilt finden sich auch spezielle Bereiche wie Plätze, die für Hochzeiten genutzt werden. Auch ein Heckenlabyrinth sorgt für Ideen-Input.

but wait – there is more: von März bis Oktober beherbergen die Blumengärten außerdem einen Tierpark, gewissermaßen also ein kleines Gratis-Schönbrunn. Wasserschildkröten im Teich, Wildkatzen, Erdmännchen oder verschiedene Vogelarten sind perfekte Fotomodelle – wenn sie denn stillhalten. 😉 Es stehen außerdem Gewächshäuser bereit, in denen allerlei andere Tierarten beheimatet sind. So sind dort vor allem Insekten, Reptilien und Amphibien anzutreffen.

In der Weihnachtszeit verwandelt sich das Areal in einen Christkindlmarkt, wo die besinnliche Atmosphäre mit Lichtern und vielen Menschen perfekt eingefangen werden kann.

 

Flickr / Cha già José

6. Schönbrunn und Gloriette

Eine sehr bekannte, aber trotzdem erwähnenswerte Location für Fotografie in Wien. Der Schlosspark ist mit den großflächigen Grün- und Blumenarealen ein Hingucker. Im Park stehen auch beeindruckende Brunnen, Statuen und Denkmäler, mit denen man interessante Bildkompositionen schaffen kann.

Der Blick von der Gloriette, der „Bekrönung“ des direkt anliegenden Schönbrunner Berges, bietet einen bemerkenswerten Blick über das ganze Schlossareal – mit der Stadt Wien als Hintergrund. Auch der Tiergarten Schönbrunn ist nur einen kurzen Fußmarsch entfernt, eine Kombination für einen abwechslungsreichen Fotoshooting-Tag ist sehr empfehlenswert.

Wichtig: Im Schloss selbst darf nicht fotografiert werden. Auch bei den Außenaufnahmen müsst ihr beachten, dass die Fotos nur zu privaten Zwecken verwendet werden dürfen.

 

Pixabay / Michael Kleinsasser

7. Karlskirche

Unser letzter Punkt in unserer Auflistung für Fotografie-Spots in Wien ist die Karlskirche. Sie ist ein Meisterwerk barocker Architektur und ein wichtiges Wahrzeichen Wiens.

Besonders im Sommer ist die Kirche im vierten Bezirk einen Besuch wert: hier ist der Teich vor Kirche mit Wasser gefüllt, was effektvolle Spiegelungen verspricht. Auch hier ist ein Besuch bei Nacht zu empfehlen: einerseits eben für die Spiegelbilder, andererseits sind einfach weniger Menschen anzutreffen.

Der Eintritt in die Kirche selbst beläuft sich auf 8€: damit dürft ihr aber auch mit dem Panoramalift fahren, sowie die Schatzkammer und Ausstellungen besuchen. Die Fahrt mit dem Lift wirft spannende Blicke auf die Fresken der Kirche. Auch der Ausblick aus der Kuppel ist für Fotografierende das Geld wert.

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von david

16. Juni 2020

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