Alternativen zum Studium

Nicht für jede/n muss ein Studium das Richtige sein.
STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von Alexandra

5. Dezember 2017

STUDIEREN & ARBEITEN

Die Einsicht, dass ein Studium nicht das Richtige für dich ist, ist kein Grund zur Verzweiflung. Alle Alternativen zum Studium gibt es hier.

Jährlich beginnen mehrere tausend junge Erwachsene ein Studium an einer Universität oder FH.
Die Qual der Wahl ist groß bei einer Auswahl von über 2.000 Studiengängen.
Viele versuchen, bei gefragten und beschränkten Studiengängen wie Medizin oder Psychologie reinzukommen. Andere zerbeißen sich die Zähne an den Aufnahmetest an FHs. Auch wenn du die Aufnahme zu deinem Traumstudium noch nicht geschafft hast, musst du nicht ein Jahr verzweifeln.

Oder aber wenn du nach einigen Wochen auf der Uni draufkommst, dass das Studierendendasein nichts für dich ist, ist das auch kein Weltuntergang.

Neben einem Studium gibt es viele andere Möglichkeiten, „damit noch etwas aus dir wird“. Hier haben wir eine große Auswahl verschiedener Alternativen zusammengestellt.

 

Übergangslösungen als Alternative zum Studium

Praktika

Bevor man eine berufsbildende Ausbildung beginnt, sollte man am besten ein Praktikum im Wahlberuf machen. Den Beruf fürs Leben zu finden ist keine leichte Aufgabe. Praktika können helfen, genaueren Einblick in den Arbeitsalltag zu bekommen. Leider werden Praktikant*innen oft ausgenutzt, ein einfacher Schnuppertag kann dann aber doch schon sehr zur Entscheidungsfindung beitragen.

Jobs

Wenn du schon eine Berufsausbildung hast oder dein Papa jemanden kennt der jemanden kennt, dann kannst du als Überbrückung arbeiten. Du musst dir keinen Stress mit der Entscheidungsfindung machen, auch wenn du mit 24 keinen Anspruch mehr auf die Familienbeihilfe hast. Nach vier Jahren, in denen du berufstätig warst, hast du Anspruch auf das SelbsterhalterInnen-Stipendium, sofern du nicht älter als 30 bist. Mehr Infos über die Voraussetzungen findest du unter diesem Link. Eine andere Möglichkeit um zu Studieren und den Lebensstandard aufrechtzuerhalten ist die Bildungskarenz. Mit der Bildungskarenz kannst du dich bei aufrechtem Arbeitsverhältnis für eine Weiterbildung freistellen lassen und dich bis zu 12 Monate bezahlt deiner Bildung widmen. Genauere Infos dazu findest du auf der Website der Arbeiterkammer.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Das freiwillige soziale Jahr ist vor allem für all jene interessant, welche ein Studium oder eine Ausbildung im Sozialbereich anstreben. Junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren arbeiten elf oder zwölf Monate lang in einer Einrichtung und lernen die Arbeit mit Menschen kennen. Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächtert. Man kann mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und alten Menschen und physisch/psychisch Beeinträchtigten arbeiten.
Dein Bankkonto wird in diesem Jahr nicht übergehen, aber du kannst in diesem Jahr reich an Erfahrungen werden.

Freiwilliges Umweltjahr (FUJ)

Das Alternativprogramm für Alternative und Ökos wurde früher Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) genannt und beschreibt die 10 Monate dauernde Mitarbeit bei einem Biobauernhof oder einer Umweltorganisation. Mit einer zusätzlichen Ausbildung in „Umweltprojektmanagement und Nachhaltige Entwicklung“ kommt die Bildung auch nicht zu kurz. Falls du noch deinen Zivildienst absolvieren musst, kannst du das FUJ statt den üblichen Einsatzmöglichkeiten auswählen.

Foto eines Feldes mit Kürbissen

Wenn du gerne Kürbisse ernten würdest, ist vielleicht ein Freiwilliges Umweltjahr eine Möglichkeit. Quelle: Pixabay

 

andere Berufsausbildungen

(verkürzte) Lehre

Für den Start einer Lehre gibt es kein Höchstalter. Wenn du mit deiner AHS-Matura nicht so viel anfangen kannst und auch nicht studieren möchtest, ist eine Lehre eine gute Möglichkeit für eine Berufsausbildung. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung ist es sogar möglich, eine Lehre, die 3-4 Jahre dauert, um ein Jahr zu verkürzen.

Diplom-Lehrgänge und andere Ausbildungen

Das WIFI Österreich ist ein WIrtschaftsFörderndesInstitut und bietet jährlich über 30.000 verschiedene Lehrgänge an. Neben klassischen Ausbildungen gibt es auch jede Menge teilweise schon skurille Berufsfelder und -bezeichnungen. Die Lehrgänge sind oft mit mehr oder weniger großen Kosten verbunden, eine große Unterstützung dafür sind Förderungen, welche wir uns hier bereits genauer angesehen haben.

Kollegs

Kollegs sind postsekundäre Berufsausbildungen, welche vor allem für AHS- und andere Maturant*innen interessant sind. Bestimmte Kollegs kannst du bei einer einschlägigen Vorbildung aber auch ohne Matura oder Reifeprüfung besuchen. Das Mindestalter liegt bei 18 Jahren.
Obwohl Kollegs hauptsächlich an Schulen angeboten werden, haben sie den Status eines Studiums. Besonders privilegiert bist du mit einem Schüler- UND Student*innenausweis und kannst bei bestimmten Aktivitäten wie z.B. einem Kinobesuch mehr sparen als „normale“ Studierende.
Ein Vollzeit-Kolleg dauert 4 Semester, ein berufsbegleitendes Kolleg wie z.B. ein Abendkolleg dauert 6 Semester.
Die Anwesenheit am Unterricht ist verpflichtend und wird auch bewertet. Neben technischen Fächern ist es auch möglich, pädagogisch-soziale, künstlerische und wirtschaftliche Zweige zu wählen. Eine Liste aller Kollegs in Österreich findest du hier.

Fernstudium

Wenn das Studieren auf einer Uni oder FH nichts für dich ist, du aber trotzdem gerne ein Studium abschließen möchtest, gibt es noch die Möglichkeit eines Fernstudiums. So können teilweise auch Aufnahmetests umgangen werden, gratis ist das Fernstudium aber nicht. In Österreich gibt es keine Fernuniversität, die Linzer Johannes-Kepler-Universität hat aber eine Kooperation mit der Fernuniversität in Hagen in Deutschland. Alle Informationen darüber findest du auf dieser Website.

Fazit

Die Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich sind groß und man lernt nie aus. Weiterbildungen werden immer wichtiger und es kommt mittlerweile nicht mehr so oft vor, dass man das ganze Leben lang denselben Beruf ausübt.
Auch wenn du nicht auf Anhieb das Richtige gefunden hast, gibt es genug andere Möglichkeiten, wofür du genug Zeit hast um diese auszuprobieren.

 

veröffentlicht von marlies

5. Dezember 2017

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Semesterende: Prüfungen, Abgabetermine, Präsentationen und Abschlusstests ohne Ende. Wege zu effektiverem Lernen und Stressbewältigung in der Prüfungszeit findet ihr hier.