Die 5 besten Lernplätze der Stadt

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STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von Max

23. März 2016

STUDIEREN & ARBEITEN

Es ist kurz vor der Prüfungswoche und zu Hause fällt einem schnell mal die Decke auf den Kopf. Um aber auch im Endspurt wie ein Profi zu pauken, muss man nur wissen wo. Wir haben für euch die Top 5 der Wiener Lernplätze gesammelt. Denn auch ein erfolgreiches Studentendasein mag gelernt sein.

Ein Studium in Wien – für viele Waldviertler Maturanten ist das der Hauptgrund für den Umzug in die große Stadt. Ein Studentenleben ist aufregend – vor allem wenn man neu in Wien ist. Doch wer lumpt muss auch leisten. Und der Pausenraum aus den Waldviertler Gyms, HAKs und Co sind kein Vergleich mit den teils ehrwürdigen Räumlichkeiten der Wiener Unis – und deren ungeschreibenen Gesetze. Damit ihr hier nicht ins regelrechte Lernfettnäppchen tretet,  haben wir für euch die besten Lernplätze der Stadt zusammengefasst. Weil auch Student-Sein gelernt sein mag.

1. Die Hauptbibliothek der Uni Wien

Oldie but Goldie gilt bei der Urmutter der Lernplätze Wiens. Selbst Studienmuffel werden hier fast melancholisch, wenn sie im geschichtsträchtige Lesesaal der Uni Wien ihre Bücher aufschlagen. Da kann keine Bibliothek aus dem Waldviertel mithalten: Marmorboden, alte Holzbänke und Apothekerlampen. Einmal seine Bücher aufgeschlagen fühlt man sich fast wie Harry Potter. Der Lesesaal erinnert nämlich an die ehrwürdigen Gewölbe  von Hogwarts. Aber keine Sorge, liebe Techies –  nicht alles an diesem Lernplatz ist derart altbacken. Jeder Platz hat eine Steckdose und das WLAN läuft tadellos. Wer allerdings rund um die Prüfungswoche ein Lernplätzchen sucht, muss Frühaufsteher sein, denn kurz vorm Aufsperren der Bibliothek um neun Uhr stehen Pauker Schlange. Die Tasche muss zwar im Schließfach bleiben, Getränke sind dafür erlaubt. Und für die Eulen unter euch: die Bib hat bis 22.00 Uhr geöffnet. Und wer eine Pause braucht – Lokale gibt’s rund um die Uni genug. Und nichts bereitet mehr Freude, als die Hipster bei ihrem Catwalk durch die Gänge des Lesesaals zu beobachten.

Kontakt und Information

Universitätsbibliothek der Uni Wien

Universitätsring 1
1010 Wien

http://bibliothek.univie.ac.at

Mo-Fr 9:00 – 22:00 Uhr 
Sa 9:00 – 18:00 Uhr 

2. Lesesaal im Juridicum Wien

Für all jene, die einen wahren Lernmarathon einlegen wollen: Das Juridicum in der Schottenbastei schräg gegenüber der Uni Wien ist der perfekte Ort dafür. Hier verteilen sich auf sechs Stockwerke vier Bibliotheken (9:00 – 18:00 Uhr) und 2 Lesesäle (7:00 – 22:00 Uhr, auch samstags). Wer hierher kommt merkt schnell: die Köpfe der Studenten rauchen. Nur einige der Pauker bleiben unter fünf Stunden. Wer einmal an einem der Einzel- oder Kojenlernplätze im Lesesaal sein Lernlager aufschlägt, der geht nicht so schnell. Das wird auch nicht empfohlen, denn besonders die Plätze am Fenster sind begehrt – so sehr, dass es auch schon mal zu einem Stunk unter den Studierenden kommen kann. Aber auch das ist eine nette Abwechslung zum Lernalltag. Wer aber eine richtige Pause braucht: Verschiedenste Lokale gibt es rund um das Juridicum genug, darunter auch einige nette Cafés. Wer Frischluft braucht, sowohl Börsen- als auch Votivpark sind nur einen Hupfer entfernt. Ein weiteres Plus: Wer rund um die Jus-Prüfungswochen kommt, wird in einen wahren Lernwahn gesogen. Ein Hauch von Adrenalin hängt in der Luft und die Anspannung unter den Studenten ist groß. Das wirkt sich dann auch auf das eigene Lernverhalten aus. Woran man das erkennt? Am Juridicum wird im Anzug die Prüfung abgelegt. Möchtest du mehr über das Juridicum erfahren? Dann klicke hier.

Kontakt und Information

Juridicum Wien - Bibliotheken und Lesesäle

Schottenbastei 10-16
1010 Wien

http://www.juridicum.at

Mo – Fr 9:00 – 18:00 bzw. 22:00 Uhr 
Sa 9:00 – 18:00 Uhr 

Lesesaal im ersten Stock des Juridicums

Lesesaal im ersten Stock des Juridicums

3. Bibliothek der TU Wien

Etwas entspannter geht’s da an den Lernplätzen der Bib der Techniker und Architekten zu. Über 5 Stockwerke zieht sich die Bibliothek, die Schreibtische haben Trennwände und sind außergewöhnlich groß. Außerdem hat jeder Platz Stromanschluss und auch für Nicht – TUler gibt’s gratis WLAN. Ein weiterer Pluspunkt: die Lage. Direkt am Karlsplatz liegt die TU Bibliothek. Von hier aus kommt man schnell in jeden Winkel der Hauptstadt. Wer einmal am Wochenende in Wien bleibt und nicht ins Waldviertel fährt, wird auch hier ein Plätzchen finden. Die Bib öffnet auch samstags ihre Pforten für lernfreudige Studenten. Einzig die kulinarischen Möglichkeiten an der Uni sind begrenzt. Es gibt zwar rundherum zahlreiche Lokale (Freihausviertel, Naschmarkt), einen Aufenthaltsraum gibt es dafür nicht. Außerdem benötigt man immer Kleingeld, denn die Kästchen für Taschen und Rucksäcke sperren nur mit ein oder zwei Euro Münzen. Weiteres Kuriosum: wer den Platz verlässt, muss eine Art Parkuhr ausfüllen. Wer länger als die angegebene Zeit weg ist, verliert den Platz.

Kontakt und Information

Bibliothek der TU Wien

Resselgasse 4
1040 Wien

http://www.ub.tuwien.ac.at

Mo – Fr 9:00 – 18:00 bzw. 22:00 Uhr 
Sa 9:00 – 18:00 Uhr

Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl

4. Lesesaal im MAK (Museum für angewandte Kunst)

Der wahrscheinlich schönste Lernplatz Wiens. In den historischen Räumlichkeiten des MAKs am Stadtpark lernt es sich gleich noch einmal leichter als in einer der verstaubten Uni Bibliotheken. Der Lesesaal im MAK ist besonders ruhig und geräumig. Auch hier gibt’s kostenloses WLAN. Für die Benützung benötigt man allerdings eine Platzkarte. Die bekommt man beim Eingang und ist kostenlos. Am Wochenende kann es im MAK aus Mangel an Lernalternativen schon einmal recht eng werden, besonders am Ende des Sommersemesters auch richtig stickig. Dafür hat man den Stadtpark vor der Tür und wer Abwechslung von den Lernplätzen braucht, kann sich auch gleich eine Ausstellung im Museum ansehen oder in der Mall in Wien Mitte shoppen gehen.

Kontakt und Information

Lesesaal im MAK 

Stubenring 5
1010 Wien

http://www.mak.at

Mo – Di 10:00 – 18:00 Uhr 

5. Lesesaal im AKH – der Lernplatz, wenn nicht’s mehr geht.

Der Lesesaal im AKH ist auch bekannt als „Kammer des Schreckens“ – ein Lernplatz für Hartgesottene und Unempfindliche. Auf der Ebene 5C im riesigen AKH Bunker versteckt sich der Lesesaal zwischen Notaufnahme, Harnkathetern, Blutkonserven und der Mondlandschaft des größten Krankenhauses des Landes.  Um Punkt neun  wird der Lesesaal gestürmt, spätestens zu Mittag glaubt man, die Luft sei aufgebraucht und ab 19:00 Uhr sitzen nur mehr Lernzombies im orangefarbenem Raum. Offiziell ist der Lesesaal bis Mitternacht geöffnet, rund um die Prüfungswoche der Mediziner sperrt der Hausmeister erst gar nicht mehr ab. Dafür stapeln sich Red Bull Dosen, Kaffeebecher und leere Nudelboxen. Allerdings sollte man auch außerhalb der Prüfungszeit seinen Platz  gut sichtbar reservieren, denn trotz der klaustrophobischen Lernatmosphäre sind die Plätze sehr begehrt. Tageslicht spendet ein Fenster, die Aussicht lenkt aber alles andere als ab – der Warteraum der Orthopädie. Steckdosen sind rar, Internet gibt es nur für Med Uni Studenten. Dafür teil man gerne einmal den Internatstick oder jemand bringt ein Verlängerungskabel. Geteiltes Leid ist doch bekanntlich nur halbes Leid.

Kontakt und Information

Lernsaal im AKH

Währinger Gürtel 18-20
1180 Wien

http://ub.meduniwien.ac.at

Mo – Fr 9:00 – 24:00 Uhr
Sa und So 9:00 – 23:00 Uhr 

beinahe Fensterlos - der Lernsaal im AKH

beinahe Fensterlos – der Lernsaal im AKH

 
 

veröffentlicht von Max

23. März 2016

STUDIEREN & ARBEITEN
Legionellen im Trinkwasser, Spanner am Klo und Obdachlose im Lesesaal – und das an einer der größten Fakultäten des Landes, dem Wiener Juridicum. Trotzdem verirren sich jedes Semester bis zu 3000 neue Studierende in die fensterlosen Hörsäle, darunter auch viele aus dem Waldviertel. Kein Wunder also, dass sich um keine andere Fakultät mehr Gerüchte schüren als um die Alma Mater der WannaBe Juristen.