Die besten Lernstrategien für den Unialltag

STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von MarleneK

30. April 2020

STUDIEREN & ARBEITEN

Prüfungen an der Universität können aufgrund der großen Stoffmengen sehr anstrengend sein. Deshalb haben wir für euch die besten Tipps und Lernstrategien rund ums Lernen rausgesucht.

Gleich am Anfang: Auch alle Nicht-Studenten müssen hier nicht aufhören zu lesen! Denn mithilfe dieser Tricks und Lernstrategien könnt ihr euch auch alltägliche Dinge besser merken, wie zum Beispiel Einkaufslisten oder Namen fremder Personen.

An der Universität muss man bekanntermaßen mit dem Lernen von großen Stoffmengen klarkommen. Viele StudentInnen sind gerade in den Prüfungsphasen, bei denen viele große Prüfungen in einer Woche geschrieben werden, überfordert. Deshalb haben wir uns für euch nach den besten Lerntipps und Lernstrategien umgehört, um sich auch den kompliziertesten Stoff möglichst schnell und unkompliziert einzuprägen.

Anfangs haben wir ein paar allgemeine Tipps zusammengestellt, um sich große Stoffmengen gut zu merken:

Rechtzeitig zu Lernen beginnen

Auch wenn ihr es sicher schon oft gehört habt, wollen wir es noch einmal erwähnen, da es einfach immer wieder von Forschern bewiesen wurde: Man merkt sich Sachen besser, wenn man nicht erst den Abend davor zu lernen beginnt, sondern früh genug anfängt. So kann eine tiefgehende Verarbeitung garantiert werden und ihr merkt euch den Stoff auch langfristig. Wie früh man zu lernen beginnen sollte, ist sehr individuell und hängt sicher von der Stoffmenge und der Schwierigkeit des Stoffes ab.

Regelmäßige Pausen

Außerdem ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen Pausen zu machen. So erhält das Gehirn die Chance,  das gerade Gelernte zu verarbeiten. Alle 50 Minuten solltet ihr zumindest 10 Minuten Pause machen und nach zwei Stunden solltet ihr mal eine längere Pause von mindestens 20 Minuten machen. Eine gute Methode, um auf die Lernpausen nicht zu vergessen, ist die kostenlose Pomodoro-App für das Handy. Wenn ihr zu Lernen anfangt, drückt ihr auf Start und werdet danach in regelmäßigen Abständen daran erinnert, Unterbrechungen zu machen.

Neue Informationen verbinden

Am besten könnt ihr euch neue Informationen merken, wenn ihr sie mit vorhandenen Informationen verbindet. Wenn ihr im Biounterricht beispielsweise die deutschen Namen der Knochen gelernt habt und nun im Medizinstudium die lateinischen Begriffe dazu lernt, macht es Sinn, beide Begriffe zusammengehörig abzuspeichern. Das funktioniert, indem ihr die Begriffe zum Beispiel oft gemeinsam wiederholt oder die Lernstrategien, die später vorgestellt werden, verwendet.

Textmarker in verschiedenen Farben

Textmarker sind eine gute Methode um schon auf den ersten Blick einen guten Überblick vom Text zu haben. Jede Farbe bedeutet dabei etwas anderes. Man könnte es zum Beispiel so machen: mit einem gelben Marker werden alle relevanten Informationen beim ersten Durchlesen markiert. Danach werden mit einem grünen Stift alle wichtigen Fachbegriffe, mit einem orangen Stift alle relevanten Jahreszahlen und mit einem pinken Stift alle wichtigen Namen von Forscher markiert. Eurer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. So wisst ihr schon nach kurzem Hinsehen, wo ihr alle wichtigen Informationen finden könnt.

Und am Schluss stellen wir euch noch einige bewährte Lernstrategien vor, deren Effektivität immer wieder wissenschaftlich bewiesen worden ist. Diese sind gut, um sich komplizierte Dinge mit vielen Fremdwörtern auf Dauer einzuprägen. Oft klingen solche Strategien am Anfang sehr kompliziert, aber nach einigen Wiederholungen sind sie viel wirksamer als reines Auswendiglernen. Wir haben euch auch immer ein anschauliches Beispiel mit leichten Wörtern mitgebracht, damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, wie die Lernstrategien angewandt werden könnten.

Kategorien bilden

So wirds gemacht: Alle Wörter, die man sich merken muss, werden in zusammenpassende Kategorien eingeteilt.

Kleines Beispiel: Wenn du dir zum Beispiel eine Einkaufsliste merken möchtest, auf der Äpfel, Milch, Sirup, Weintrauben, Joghurt, Wasser, Schweizer Käse, Zwettler Bier und Grapefruit steht, kannst du sie dir gut nach Kategorie merken: Du musst also Früchte (Äpfel, Weintrauben und Grapefruits), Milchprodukte (Milch, Joghurt, und Schweizerkäse) und Getränke (Wasser, Sirup und Zwettler Bier) kaufen.

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/gesch%C3%A4ft-schreibtisch-dokument-hand-1868015/

Methode der Orte

So wirds gemacht: Stell dir vor, du gehst einen Weg, den du gut kennst, und verbindest die Wörter, die du lernen musst, mit markanten Orten, die auf dem Weg liegen.

Kleines Beispiel: Du musst eine Biologie-Prüfung schreiben und musst dir die Wörter Bein, Arm und Gesicht merken. Nun gehst du im Geiste deinen Weg zur nächsten U-Bahn Station. Dabei lässt du beim gelben Nachbarhaus ein Bein aus dem Fenster hängen, bei der großen Kirche schweben betende Arme über dem Dach und auf der Plakatwand befindet sich ein großes markantes Gesicht. Bei der Prüfung gehst du wieder imaginär den Weg und hast sofort alle Wörter parat.

Interaktive Bilder

So wirds gemacht: Du stellst dir ein interaktives Bild vor, das die einzelnen, unzusammenhängenden Wörter irgendwie miteinander verbindet.

Kleines Beispiel: Du willst Socken, Äpfel und eine Schere kaufen. Deshalb könntest du dir vorstellen, wie eine imaginäre Schere eine Socke zerschneidet, auf der ein großer Apfel abgebildet ist. Beim Abrufen dieses Bildes hast du sofort alle Wörter parat.

Pegword System

So wirds gemacht: Jedes neue Wort wird mit einem anderen Wort aus einem Sprichwort / einem Reim, den du bereits kennst, verbunden.

Kleines Beispiel: Du könntest den ersten Teil dieses Reimes nehmen, den wohl fast jeder kennt:

Hoppa, hoppa Reiter

Wenn er fällt, dann schreit er

Fällt er in den Graben

Fressen ihn die Raben

Jetzt nehmen wir an, du musst dir die Wörter Schuh, Banane, Buch, Handy merken. Dann könntest du dir folgende Szene merken: Ein Reiter trägt einen auffälligen Schuh und fällt schreiend mit einer Banane im Mund in einen Graben voller Bücher. Dort wird er von Raben mit Handys in den Krallen gefressen. Je ausgefallener die Szene dabei ist, desto besser wird sie erinnert.

Akronym

So wirds gemacht: Nimm den Anfangsbuchstaben eines jeden Wortes, das du lernen musst. Danach forme aus diesen Buchsta

ben ein neues Wort oder einen neuen Satz. Besonders gut funktioniert diese Methode natürlich, wenn das gebildete Wort ein wirklich existierendes Wort ist oder man es zumindest gut aussprechen kann.

Kleines Beispiel: Nehmen wir an, du möchtest dir alle hier vorgestellten Lernstrategien merken. Ein Akronym hierfür wäre das englischsprachige „I AM PAK“. Das steht für Interaktive Bilder, Akronym, Methode der Orte, Pegword System, Akrostichon und Kategorien bilden. Wenn du also an diesen kurzen Satz denkst, dann fallen dir die Lernstrategien sicher schnell wieder ein.

Akrostichon

So wirds gemacht: Du formulierst einen ganzen Satz. Jeder Anfangsbuchstabe eines jeden Wortes im Satz ist gleichzeitig der Anfangsbuchstabe eines Wortes, das du lernen musst.

Ein Beispiel: Viele Musiker müssen sich die Tonleitern aufsteigend nach Vorzeichen merken. Diese lauten aufsteigend nach Vorzeichen G-Dur, D-Dur, A-Dur, E-Dur, H-Dur und Fis-Dur. Ein Merksatz von vielen dafür ist „Geh du alter Esel, hole Fische.“

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/b%C3%BCcher-b%C3%BCcherregal-bibliothek-1245744/

Mit diesen Tricks und Lernstrategien seid ihr für die nächste Prüfung an der Uni sicher gut ausgerüstet. Natürlich findet nicht jeder jede Strategie hilfreich. Am besten ist es deshalb sicher, sich ein wenig durchzutesten und zu schauen, mit was man persönlich am meisten anfangen kann.

Hier findet ihr alle Informationen zu einer Initiative der Ersten Bank und Sparkasse namens Erste Stiftung Bibliothek. Dort könnt ihr euch gratis Bücher ausborgen. Ihr findet sie im 1. Bezirk mit Adresse Am Belevedere 1.

Außerdem wird mit Corporate Archives noch ein Dienst von der Ersten Bank und Sparkasse angeboten. Dort werden historische Archive und Dokumente zurück bis in das Gründungsjahr 1819 gelagert. Es ist es auf jeden Fall wert, einen Blick in die umfangreiche Foto-, Video- und Audiosammlung zu werfen.

Damit die nächste Prüfung sicher gelingt, findet ihr Hier noch die besten Lerncafés in Wien.

Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß beim Ausprobieren und viel Glück bei der Prüfung!

 

 
 

veröffentlicht von Julia

30. April 2020

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