Die besten Förderungen für Aus- und Weiterbildung

STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von Max

17. Juni 2016

STUDIEREN & ARBEITEN

Bock auf Weiterbildung aber gähnende Leere im Börserl? Hier gibt’s die besten Förderungen für Aus- und Weiterbildung in Wien und Niederösterreich!

600 – 1000 Euro! So viel braucht man durchschnittlich pro Monat als Studierender in Österreich. Eine Summe, die man sich erst einmal verdienen muss, denn der Bankomat finanziert einem sein Studium nur periphär. Wenn du auf der Suche nach lukrativen Studentenjobs bist, dann klick‘ hier. Hier die besten Tipps, damit euch der (finanzielle) Weg auf die Uni und in die Weiterbildung leichter fällt!

Bundesförderungen – Danke, Papa Staat!

  • Familienbeihilfe: Familienbeihilfe kann grundsätzlich nur bis zum 18. Lebensjahr bezogen werden. Entscheiden sich die Kinder zu studieren, wird sie bis zum 24. oder sogar 25. Lebensjahr gewährt. Die Höhe hängt vom Alter ab. Bis zum 18. Lebensjahr des Kindes erhält man 120,90€, ab dem 19. sogar 152,70€. Voraussetzung hierfür ist, dass man sein Studium in einer gewissen Mindessemesterzeit absolviert. Bis 25 wird sie außerdem nur gewährt, wenn man Zivil- bzw. Präsenzdienst geleistet oder eine fünfjährige Schule besucht hat. Mehr Infos und den Antrag findet ihr hier.
  • Studienbeihilfe: Wir warnen gleich vor – es gibt kaum eine Förderung die komplexer ist und immer nach Einzelfall abgewogen werden muss. Deshalb muss man sich auch auf lange Amtszeiten einstellen. Gefördert wird dafür mit bis zu 680€. Die (harten) Voraussetzungen teilen sich in:

    • soziale Förderungswürdigkeit: Dieser Faktor wird individuell bestimmt und richtet sich nach Höhe des Einkommens der Eltern, Familienstand sowie Familiengröße.
    • günstigen Studienerfolg: Für das erste oder die ersten beiden Studiensemester ist die Aufnahme als ordentlicher Studierender nachzuweisen. Danach muss man der Behörde regelmäßig seine Studienerfolge vorlegen (in Form eines Sammelzeugnisses). Dabei gilt der Wortlaut:  „Prüfungen überwiegend bestanden“. Außerdem muss das Studium vor dem 30. Lebensjahr begonnen werden und man darf nicht mehr als 2 mal den Studiengang wechseln. Wenn ihr Tipps für Studienbeihilfe braucht, dann lest mal hier rein.  Mehr Infos zum komplexen Verfahren gibt’s hier.

Achtung: Sowohl bei der Studien- als auch der Familienbeihilife gibt es eine Zuverdienstgrenze des Studierenden von 10.000€ im Jahr!

  • Studienzuschuss: Für all jene, die auf Grund eines oder zwei Semester zu viel jetzt plöztlich Studiengebühren zahlen müssen –  keine Sorge, auch für euch gibt’s Geld. Und zwar den Studienzuschuss – unglaubliche 60€- € 726,72 jährlich, abgestuft nach dem elterlichen bzw. dem eigenen Einkommen. Die Antragstellung, sowie die Voraussetzungen bezüglich Alter, Studienerfolg usw. sind gleich mit jenen der Studienbeihilfe. Außerdem ist man Studiengebühren befreit, wenn man jährlich mehr als  5.683,72€ brutto verdient. Laut Gesetz gilt man dann als Vollzeitbeschäftigter und man muss somit keine Studienbeiträge mehr zahlen. Mehr Infos gibt’s hier.
  • Selbsterhalter Stipendium: Apropos Arbeit! Ein Anrecht auf die finanzielle Unterstützung hat man, wenn man sich vor Studienbeginn mindestens vier Jahre „selbst erhalten“ hat. Das bedeutet, dass man schon für mindestens vier Jahre gearbeitet hat und dabei auf ein jährliches Brutto-Einkommen von 7.272€ gekommen ist. Außerdem darf man zu Studienbeginn maximal 29 Jahre alt sein. Hat man fünf Jahre gearbeitet, erhöht sich die Altersgrenze um ein Jahr bis zu maximal 9 Jahren Arbeit und einem Alter von 34 Jahren. Auch  Präsenz- oder Zivildienstmonate gelten  als Selbsterhaltungszeit. Mehr Infos gibt’s hier.
  • Studienabschlussstipendium: Geld gibt’s auch für jene, die sich in der heißen Schlussphase ihres Studiums befinden und in den letzten vier Jahren mindestens drei davon Teilzeit gearbeitet haben. Hinter dem sperrigen Wort der Studienabschlussphase verbergen sich die letzten 18 Monate seines Studiums. Das bedeutet, dass neben dem Abschluss der Bachelor- oder Masterarbeit nur noch Lehrveranstaltungen von maximal 10 Stunden oder 2 Fachprüfungen zu absolvieren sind. Außerdem darf noch kein anderes Studium abgeschlossen sowie in den letzten 4 Jahren keine Studienbeihilfe bezogen worden sein. Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach dem Ausmaß der Berufstätigkeit und geht bis zu 1040€. Mehr Infos gibt’s hier.
  • Leistungsstipendium: Du bist ein überdurchschnittlicher Studierender? Oder zumindest glaubst du das? Dann solltest du dich an die Stipendienstelle deiner Universität oder Fachhochschule wenden, denn hierfür gibt es spezielle Leistungsstipendien. Jede Uni bzw. Fachhochschule hat andere Voraussetzungen für ein solches Stipendium, allerdings geht es meist um deinen Notendurchschnitt. An der Uni Wien zum Beispiel darf der nicht über 1,8 liegen.

Förderungen des Landes Niederösterreich – Danke, Hanni!

  • Stipendium der ARGE Donauländer: Wer an ein Praktikum oder einen anderen Auslandsauftenhalt in einem Land an der Donau denkt, den können wir dieses Stipendium ans Herz legen. Gefördert wird zum Aus- und Weiterbildungszweck in den Bereichen Wissenschaft, Kunst, Kultur und Verwaltung und zwar in der Höhe von max. 1000€. Hier wird man aber wieder geographisch eingeschränkt, denn weiterilden darf man sich nur in BUNDESLÄNDERN oder REGIONEN (zum Beispiel dss Bundesland BadenWürttemberg). Außerdem wird auch eine schriftliche Bewerbung inklusive Motivationsschreiben verlangt.  Mehr Infos findet ihr hier.
  • NÖ Bildungsförderung: Das Land Niederösterreich vergibt für zahlreiche Aus- und Weiterbildungen, darunter auch Studien, Förderungen in Höhe von bis zu 2500€ verteilt auf 3 Jahre. Voraussetzunge dafür ist, dass man berufstätig ist und nicht mehr als 2500€ brutto pro Monat verdient. Außerdem muss die Ausbildung an einem anerkannten Bildungsträger stattfinden und man muss mehr als 6 Monate im Land NÖ Hauptwohnsitz gemeldet sein. Mehr Infos findet ihr hier.
  • Semesterticket NÖ Bonus: Solltet ihr jetzt enttäuscht sein – keine Sorge! Zumindest das Semesterticket für die Wiener Linien bekommt (fast) jeder vom Land gefördert. Betonung auf fast! Denn man muss ordentlicher Studierender an einer Hochschule in Wien sowie max. 26 Jahre alt sein. Hier gehts zum Antrag!
Zwettler Zwickl

Förderungen der Stadt Wien – Danke, Michi!

  • Weiterbildungstausender des WAFF: Der Wiener Arbeitnehmenerförderungsfonds – hinter diesem sperrigen Namen verbergen sich mit etwas Glück satte 3000€ Förderung der Stadt Wien. Die Voraussetzungen sind ähnlich jener der NÖ Bildungsförderung. Man darf nicht mehr als 1800€ netto verdienen und die Aubildung muss an einem anerkannten Bildungsträger stattfinden (viele Unis und FHs des Landes sowie Ausbildungs- und Kursstätten). Die Förderung hängt vom Grad der Ausbildung ab. Für Lehre oder Hauptschulabschluss gibt’s 3000€, je weiter man auf der Bildungsleiter nach oben klettert, desto magerer wird die Höhe des Stipendiums. Für ein Studium an der Donau Universität Krems bekommt man aber zum Beispiel trotzdem noch 2000€. Wichtig: Nach Abschluss der Ausbildung auf keinen Fall auf die Zeugnisnachreichung vergessen, sonst droht die Rückzahlung. Mehr Infos zum WAFF findet ihr hier!

Die Liste der Förderungen ist lange (und genau so undurchsichtig). Das Bildungsministerium hat allerdings eine Datenbank mit ALLEN Förderungen erstellt, die ihr hier findet. Die aussichtsreichsten davon haben wir hier für euch zusammengefasst.

 
 

veröffentlicht von Carina

17. Juni 2016

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