Der Survival-Guide für die Prüfungszeit

STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von marlies

18. Januar 2018

STUDIEREN & ARBEITEN

Semesterende: Prüfungen, Abgabetermine, Präsentationen und Abschlusstests ohne Ende. Wege zu effektiverem Lernen und Stressbewältigung in der Prüfungszeit findet ihr hier.

Wohl jeder Student weiß wovon wir reden: das Semester geht zu Ende und der Stress steigt gefühlt ins Unermessliche. Zu Semesterbeginn nimmt man sich immer wieder vor, von Anfang an mitzulernen, in die Vorlesungen zu gehen und unter Umständen sogar die Pflichtlektüre zu lesen. Dass die Realität meist ein bisschen anders aussieht, brauchen wir euch wohl kaum erzählen. Selbstverständlich könnte man sich viel Stress ersparen, indem man rechtzeitig zu Lernen beginnt. Leider gestaltet sich die Umsetzung häufig dann doch etwas schwieriger als erwartet. Nicht nur Motivationsprobleme, sondern auch Arbeit, Krankheit, Freizeit oder sonstige Verpflichtungen sind mögliche Gründe, die euren Lernfortschritt gefährden könnten.

Um euch auf eurem Weg zum Studienabschluss zu unterstützen und euren Stress zu reduzieren, haben wir einige Tipps gesammelt.

Einen Lernplan und To Do-Listen erstellen

Jeder von euch hat diesen Tipp bestimmt schon bekommen, aber wie viele von euch haben ihn auch wirklich in die Tat umgesetzt? Plant konkret, wann ihr was lernt und erstellt To Do-Listen, die ihr nach getaner Arbeit abhakt. So habt ihr einen besseren Überblick darüber, was ihr bereits erledigt habt. Zudem ist es doch ein schönes Gefühl zu sehen, was man bereits gelernt (und hoffentlich auch verstanden) hat.
Bei der Erstellung von Zeitplänen solltet ihr allenfalls realistisch denken und auch Zeitpuffer einplanen. Genau dann, wenn’s nämlich am wenigsten in den Plan passt, kommt ständig etwas dazwischen, das man keinesfalls absagen kann (oder will).

prüfungszeit

Mit Hilfe von To Do-Listen habt ihr direkt einen besseren Überblick.

Lerngruppen

Sie sind besser als ihr Ruf: Lerngruppen können euch (wenn ihr’s richtig anstellt) den Unialltag gehörig erleichtern. Ganz nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ könnt ihr euch Arbeitsaufwand ersparen, indem ihr eure Lernunterlagen austauscht und Mitschriften ergänzt. Ob ihr’s glaubt oder nicht: gemeinsames Wiederholen festigt euer Wissen und hilft so dabei, die letzten Wissenslücken zu schließen. Voraussetzung für erfolgreiche Lerngruppen ist jedoch, dass ihr euch mit euren Studienkollegen gut versteht und wenn möglich auf einer Wellenlänge seid.

Der richtige Ort zum Lernen

Diejenigen unter euch, die in den eigenen vier Wänden stets von Ablenkung geplagt werden, sollten darüber nachdenken, ihren Lernort zu wechseln. Zu Hause fallen einem womöglich tausend andere Dinge ein, die man erledigen könnte, was letztendlich nur zu Prokrastination führt. Auch für ein Weekend-Escape ins Waldviertel ist der Zeitpunkt eher ungeeignet, das könnt ihr allerdings direkt nach Semesterende nachholen.
Habt ihr es hingegen schon einmal probiert auswärts zu lernen? Dafür eignen sich besonders Bibliotheken und Einrichtungen der Wiener Universitäten und Fachhochschulen sehr gut, aber im Sommer könnt ihr euch natürlich auch nach Draußen begeben. So ein Tapetenwechsel hat doch noch keinem geschadet.

Die Hauptbibliothek der Uni Wien. Foto: Hubertl / Wikimedia

Bewusst Freizeit einplanen

Natürlich sollte man sich in der Prüfungsphase hauptsächlich auf das Lernen konzentrieren, jedoch sollte man keinesfalls darauf vergessen, sich genügend Lernpausen freizuhalten. Nur so kommt ihr wieder auf andere Gedanken und könnt dazwischen abschalten. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr schon ewig vor euren Lernunterlagen sitzt, aber das Gefühl habt, dass sowieso nichts hängen bleibt? Genau dann braucht ihr dringend eine Lernpause. Nach einer gut genutzten Auszeit geht ihr bestimmt mit neuer Energie an eure Aufgaben heran und seht so manches Problem direkt ein bisschen lockerer. Oft hilft es schon, wenn man kurz das Fenster öffnet und die frische Luft tief einatmet und sich ein bisschen bewegt.

Den perfekten Ausgleich finden

Falls ihr an dem Problem leidet, ständig abgelenkt zu sein und beispielsweise auf euer Handy zu schauen, helfen euch Apps wie zB die Forest App. Dabei stellt ihr einen Timer und in der Zeit, in der ihr euer Smartphone nicht benutzt, kann ein virtueller Baum in der App wachsen. Wenn ihr die App jedoch vorzeitig schließt, stirbt der Baum ab.   Ihr könnt euch (und euren Wald) mit Freunden in einem Ranking vergleichen. Und wisst ihr was das Coolste daran ist? Ihr könnt sogar über die App etwas Gutes tun: Wenn euer Baum wächst, verdient ihr virtuelle Münzen – diese könnt ihr spenden und dafür werden dann auch in Wirklichkeit Bäume gepflanzt. Lernen und dabei etwas Gutes für unsere Umwelt tun? Da sagen wir nicht nein!

Um eure verdienten Lernpausen effektiv zu nutzen, solltet ihr euch zudem damit auseinandersetzen, ob ihr diese wirklich für Aktivitäten nutzt, die euch als stressreduzierender Ausgleich dienen, oder ob ihr die Zeit einfach vertrödelt.  Natürlich sind in diesem Bereich die Geschmäcker und Interessen von Grund auf verschieden, aber wieso nicht einfach hin und wieder etwas Neues ausprobieren. Wir haben uns umgehört und unter Studenten die beliebtesten Wege zum Stressabbau gesammelt.

Der Klassiker: Sport

Der Kopf raucht, man hat keinen klaren Blick mehr. Was da hilft? Ab mit euch an die frische Luft! Vor allem Freiluftsport wie Laufen oder Radfahren wirken in solchen Momenten Wunder, aber auch Teamsport oder Kraftsport können in stressigen Situationen beflügeln. Vielleicht findet ihr ja beim Sport sogar Leidensgenossen, die ebenfalls Ablenkung vom Unialltag gebrauchen könnten. Besonders bei USI-Kursen trifft man häufig auf andere Studenten und knüpft somit direkt neue Kontakte. Durch die beim Sport ausgeschütteten Endorphine und die bessere Sauerstoffversorgung des Gehirns kommt einem übrigens jedes Verständnisproblem bei späterem Hinsehen gar nicht mehr so groß vor, versprochen! Worauf wartet ihr noch? Egal ob Sportverein, Fitnessstudio oder eine Laufrunde auf der Donauinsel – in Wien gibt’s so viele Möglichkeiten um Sport zu machen.

Schnürt eure Sportschuhe und ab in die Natur!

Der Fels in der Brandung: Freunde und Familie

Wenn man sich zum Lernen daheim regelrecht einigelt, fehlt einem über kurz oder lang vor allem eines: menschlicher Kontakt. Ob es dann ein Kaffeedate mit der besten Freundin, das Feierabendbier mit dem besten Freund oder ein Telefonat mit Mama, bei dem man in Selbstmitleid versinkt, ist, bleibt euch überlassen. Wichtig ist nur, dass ihr euch dabei Kummer und Stress von der Seele redet, um euch später mit viel Tatendrang und Motivation wieder an eure Lernunterlagen setzen zu können. Setzt diese Treffen so an, dass sie nach der Arbeit als Belohnung dienen und somit auch etwas länger als geplant dauern dürfen, ohne ein komplettes Durcheinander in eure Organisation zu bringen. Ihr habt den ganzen Tag gelernt? Gönnt euch doch einen netten Abend in der Lieblingspizzeria oder im Kaffeehaus ums Eck, das habt ihr euch wirklich verdient.

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Für den Kaffee zwischendurch sollte man sich einfach Zeit nehmen.

Jeder muss wohl für sich den perfekten Ausgleich zum Lernstress finden, beziehungsweise geeignete Lernstrategien entwickeln, aber warum nicht einfach etwas Neues ausprobieren? Habt ihr besondere Lerntipps oder Wege, um einfach wieder runterzukommen? Teilt sie mit uns in den Kommentaren.

Wir wünschen euch viel Glück für die bevorstehende Prüfungsphase. Kopf hoch, ihr schafft das bestimmt!

 

 
 

veröffentlicht von Kerstin

18. Januar 2018

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