Sponsion an der Uni Wien - Das Beste zum Schluss

Nach dem Uni-Abschluss wird gefeiert.
STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von marlene

15. März 2017

STUDIEREN & ARBEITEN

Du hast deinen Abschluss an der Uni Wien gemacht – Gratuliere! Jetzt kommt die Sponsion, die du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Wir erklären dir warum.

Was an Fachhochschulen mit zum Full-Service-Paket gehört, ist an der Uni Wien ein Zusatzluxus, den sich nicht jeder leisten will: Die Sponsion nach dem erfolgreichen Studienabschluss. Viele der Studienkollegen sagen: „Pf, nein, die Sponsion an der Uni Wien brauch ich nicht, das kostet nur Geld und was hab ich davon?“ Tja, auch ich habe das gesagt, aber meine Mama hat gesagt: „Du brauchst vielleicht keine, aber wir.“ Was kann man da noch entgegnen? Die liebe Familie war es ja immerhin, die für einen gesorgt hat, die einem gut zugeredet hat, wenn man alles hinschmeißen wollte, die die Launen in der stressigen Prüfungszeit aushalten musste. Also muss es wohl doch sein, für die Eltern, für die Großeltern (die einem immer heimlich Geld zugesteckt und eher unheimlich Essenspakete geschnürt haben) und für die Patentanten und –onkeln (auch die haben ihre Sponsoren-Tätigkeit ausgeweitet bis zum Bachelor). Und eines darf man auch nicht vergessen: Bei der Sponsion selbst bekommt man wieder Geschenke. Aber noch viel wichtiger: Es ist ein Anlass, mit seinen Liebsten (nicht nur der Omi, dem Opi, Papi und Mami, sondern auch seinen Freunden und Studienkollegen) richtig einen Draufzumachen.

Hier drin steckt deine Abschlussurkunde.

Da so eine Sponsion mit dem Abschluss leider nicht gleich mitgeliefert wird, muss man selbst aktiv werden. Das geht auch schon nach dem Bachelor, wer den aber bereits lange in der Tasche hat, hat beim Master nochmals die Chance und dann nochmal beim Abschluss des Doktorats (wobei das dann eigentlich eine Promotion ist). An jeder Universität läuft das Prozedere etwas anders ab, wir möchten es euch am Beispiel der größten heimischen Uni, der Uni Wien, erläutern.

Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl

Der Weg zur Sponsion an der Uni Wien

Zuerst braucht ihr (Achtung Trommelwirbel): Einen Studienabschluss an der Uni Wien. Erst wenn ihr den habt und auch eure Abschlussunterlagen im StudienServiceCenter abgeholt habt, könnt ihr euch für eine Sponsionsfeier anmelden. Leider ist es so, dass keine unbegrenzten Termine verfügbar sind und es durchaus sein kann, dass zwischen Abschluss und Sponsion einige Monate vergehen, also man zum Beispiel im Juni seinen Titel in der Tasche hat, aber erst im Oktober einen Termin bekommt. Das ist zwar etwas mühsam, weil man die Euphorie, die man mit dem akademischen Titel bekommt, leider nicht über Monate konservieren kann. Trotzdem ist es sehr schön, sich selbst feiern zu lassen. Für einen Termin vormerken kann man sich über die Plattform Univis bzw. über Uspace. Anmeldungen sind bis zu drei Wochen vor der Feier möglich, Abmeldungen bis zu zwei Wochen. Natürlich ist das Ganze nicht kostenlos. Ein Betrag von 85 Euro wird hier fällig, dafür bekommt man aber auch so eine coole Rolle in der eine Urkunde mit Siegel der Uni Wien drin steckt, die man dann freudenstrahlend und stolz in die Luft strecken kann (Glaubt mir, man tut es automatisch, man kann sich nicht wehren, die Rolle hat ein Eigenleben, dass deinen Arm dazu veranlasst, dass er ständig in die Höhe schnellen will).

Lasset die Sektkorken knallen.

Wer nach der Feier mit seinen Gästen anstoßen möchte findet im kleinen Festsaal oder bei schönem Wetter im Arkadenhof einen Sektstand. Man kann hier auch im Vorhinein Sekt, alkoholfreie Getränke und, für den kleinen Hunger, Häppchen in Form von belegten Brötchen bestellen. Das geht ganz unkompliziert mit einer einfachen E-Mail an die Zuständigen der Mensen Betriebsgesellschaft, die ein Angebot stellen und sich um die individuellen Wünsche kümmern. Nach der Sponsion wartet dann ein weißer Stehtisch mit deiner Bestellung und einem Namenskärtchen auf dich.

Der große Tag der Sponsion ist da

Die Uni Wien bittet darum, sich der Sponsion angemessen zu kleiden. Wer sich wenig darunter vorstellen kann: Bei den Herren darf es ruhig ein Anzug sein und auch die Damen liegen mit einem Kostüm oder einem Kleid (vielleicht nicht das weisse, bodenlange) richtig. Einladen darf man zur Sponsion jeden, den man gerne dabei haben möchte (oder wo die Mama sagt, dass man muss). Hier bittet die Uni Wien wieder, sich nicht zu weit von der Zahl Zehn zu entfernen. Ein Tipp: Wenn du schon etwas früher da bist, kannst du Plätze für deine Lieben reservieren. Pack einfach ein paar Zettel und einen Kugelschreiber ein und markiere damit freie Stühle.

Sponsion Uni WIen

Die Sponsionsfeier findet im prunkvollen großen Festsaal der Uni statt.

Die Feiern finden im großen Festsaal der Uni Wien statt, das ist genauso prunkvoll, wie es sich anhört. Es gibt eine Kanzel, das Mobiliar ist aus dunklem Holz, die Decken bemalt mit wichtigen Wissenschaftlern der Vergangenheit und die Beleuchtung kommt von riesigen Lustern. Hier haben auch die großen Persönlichkeiten Österreichs gestanden und nun steht ihr hier. Das Gefühl ist einfach fast nicht zu toppen, aber bei all dem Prunk und dem Schwelgen in der Vergangenheit, vergisst man leicht dem Dekan oder der Dekanin zuzuhören, die gerade eine Rede über die Verantwortung, die auf den Schultern der Wissenden (also euch) liegt, schwingt. Natürlich ist jede Familie anders, aber in vielen Fällen läuft es so ab: Auch Oma und Opa fällt es schwer, den Reden zu folgen, weil sie zu Tränen gerührt sind und nur ihr Enkerl im Auge haben. Von der Mama reden wir erst gar nicht, die versucht nämlich, jede Sekunde bestmöglich auf Bildern zu verewigen, während die Freunde für diejenigen, die Arbeiten müssen, oder sonst irgendwie verhindert sind, live tickern. Als Absolvent ist man aber sowieso dem ständigen Blitzlichtgewitter ausgesetzt, da ein Fotograf alles festhält. Die besten Fotos werden dir dann ungefragt nach Hause zugeschickt, wenn du sie nicht willst – was du dir im Vorhinein vielleicht gedacht hast – kannst du sie einfach wieder zurückschicken. Im Normalfall hängen jetzt ein Foto bei deinen Eltern und jeweils eines bei den Großeltern (man hält dem Druck kaum Stand).

Alles in allem hattest du einen schönen Tag, alle sind zufrieden und feiern dich und mal ehrlich nach diesen drei bis XX Jahren des Lernens und Forschens hast du dir das auch redlich verdient.

 
 

veröffentlicht von Carina

15. März 2017

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