Studium und Arbeit: Tipps für besseres Zeitmanagement

Foto: Riccardo Gazzin
STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von david

31. Mai 2021

STUDIEREN & ARBEITEN

Vollzeit studieren und dann noch ein Nebenjob? Eine herausfordernde Balance. Wir haben daher die besten Tipps zum Zeitmanagement gesammelt.

Studieren an sich ist oft schon kompliziert genug: Man muss bei all den unterschiedlichen Vorlesungen den Überblick behalten, Seminararbeiten schreiben, Übungsblätter lösen und Praxisaufgaben umsetzen. Für die klare Mehrheit der Studierenden kommt dazu noch ein Nebenjob. 65 % aller Studierenden in Österreich arbeiten neben dem Studium. Einerseits, um sich den Lebensunterhalt aufzubessern, andererseits, um wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln. Dass die Balance zwischen Studium und Arbeit in jedem Fall nicht unbedingt einfach ist, liegt auf der Hand. Selbst ein geringfügiger Nebenjob benötigt gutes Zeitmanagement. Machbar ist es auf jeden Fall – die Frage ist nur wie. Wir haben daher die besten Tipps für gutes Zeitmanagement zusammengefasst, um zwischen Univorlesungen und Nebenjob nicht den Kopf zu verlieren.

Wer für das Studium aus dem Waldviertel nach Wien zieht, muss das Studentenleben natürlich auch irgendwie finanzieren. Ein Nebenjob eignet sich dafür perfekt – er bietet genügend Spielraum, um sich noch auf das Studium konzentrieren zu können und sorgt zugleich für ein konstantes Einkommen. Die Auswahl an möglichen Studentenjobs ist grundsätzlich vielfältig: Einerseits bieten sich klassische Studenten- und Wochenendjobs in der Gastronomie oder auf Events an, andererseits gibt es auch viele Nebenjobs, die einem praktische Berufserfahrung bringen. In manchen Fällen ist das Studium sogar gleich berufsbegleitend organisiert. In jedem Fall zahlt sich ein Nebenjob aus – nicht nur ein monetärer Hinsicht. Doch wie soll das mit dem Studium zusammen gehen?

1. Planung: Was, wo, wann und wie viel?

Die einzig effektive Taktik, um Chaos zu verhindern, ist – wie so oft – Planung. Wer neben dem Studium arbeiten möchte, muss sich im Klaren sein, was das bedeutet und entsprechend vorausplanen. Da wäre zuerst einmal die Frage zu klären, wann überhaupt Zeit ist, um einem Job nachzugehen. Eine sinnvolle Option in dieser Hinsicht wäre etwa ein Samstagsjob. So hat man ganz sicher keine Probleme, im Studium irgendetwas zu verpassen. Allerdings kann und möchte nicht jeder einen Samstagsjob haben. Auch das ist kein Problem: Oft lassen sich Vorlesungen und Übungen an der Uni so legen, dass man zum Beispiel einen Tag in der Woche oder ein paar Nachmittage frei hat. Diese Zeit könnte man – je nach Tätigkeit – gut für einen Nebenjob nutzen.

Notizblock auf grauem Hintergrund

Wer neben dem Studium arbeitet, wird früher oder später zum Meister des Zeitmanagements. Foto: Kelly Sikkema / Unsplash

An diesem Punkt ist auch ganz zentral, was man denn überhaupt arbeiten möchte. Ein Job in einem Café bietet natürlich deutlich weniger Flexibilität als viele Bürojobs. Studium und Job müssen bis zu einem gewissen Grad kompatibel sein. Viele Arbeitgeber sind allerdings entgegenkommend und bieten etwas zeitlichen Spielraum. Schließlich nützt es ja auch ihnen wenig, wenn man ewig für das Studium braucht.

Und dann wären da noch mögliche Präsentationen und Klausuren. Sobald klar ist, wann die wichtigen Abgaben und Leistungsfeststellungen im Semester anstehen, empfiehlt es sich, seinen eigenen kleinen Masterplan zu schmieden: Wann lernt man für Prüfungen und wann sollte man sich eventuell einen Tag frei nehmen? Je früher das feststeht, desto besser. Eine chaotische Klausurenphase, in der man sich dann auch noch auf den Nebenjob konzentrieren muss, ist nämlich alles andere als empfehlenswert.

2. Fokus: Studium oder Arbeit?

Je nach Lebenslage nehmen Studium oder Arbeit einen unterschiedlichen Stellenwert ein. Manche studieren und arbeiten nebenbei, manche arbeiten und studieren nebenbei. Wichtig ist, dass diese Hierarchie feststeht. Im Zweifelsfall muss klar sein, was vor geht. Ansonsten ist die Gefahr groß, sich im eigenen Perfektionismus zu verheddern. Man kann nicht ständig in allen Belangen Bestleistungen bringen, ohne ein eindeutiges Ziel vor Augen zu haben.

Das erleichtert auch die Planung enorm. Dann kann man entweder die Arbeit um das Studium organisieren oder das Studium um die Arbeit, was schlussendlich allen etwas bringt.

3. Effizienz: Ohne geht es nicht

Wer neben dem Studium arbeitet, hat zwangsläufig weniger Zeit zum Lernen. Umso wichtiger ist es, aus der Zeit, die man hat, das Beste heraus zu holen. Möglichst wenig Prokrastination und eine effiziente Lerntechnik zahlt sich aus. Mach‘ genügend Pausen, schalte dein Handy aus, finde einen ruhigen Arbeitsplatz und stelle ausreichend Snacks bereit, um das Wissen aus der Uni möglichst gut aufzusaugen. Die hilfreichsten Lerntipps haben wir übrigens hier zusammengefasst.

Schreibtisch mit Laptop, Buch und Schokoriegel

Ein gemütlicher Arbeitsplatz ohne Ablenkungen hilft ungemein beim Lernen und Arbeiten. Foto: Elise Bouet / Unsplash

Effizientes Lernen und Arbeiten sorgt außerdem dafür, dass mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben bleibt. Denn auch die sollten nicht zu kurz kommen!

4. Kommunikation für mehr Klarheit

Aus Studium, Nebenjob und dem eigenen Privatleben ergibt sich mehr oder minder eine Dreiecksbeziehung. Damit diese nicht auseinander bricht, ist es unabdingbar, alle Seiten ins Gespräch zu bringen – metaphorisch, versteht sich. Rede mit deinem Arbeitgeber darüber, wie sich Studium und Arbeit vereinbaren lassen, ziehe Grenzen und adaptiere dein Arbeitspensum im Zweifelsfall. Dasselbe gilt für dein soziales Umfeld. Lass‘ dich von deiner Freizeit nicht zu sehr stressen! Wenn du einmal einen Abend Ruhe brauchst, anstatt Feiern zu gehen, wird das jeder verstehen.

Wichtig ist der offene Umgang mit Schwierigkeiten. Nur dann lässt sich etwas daran ändern. Und da wären wir auch schon bei Punkt fünf.

5. Setze Grenzen und nimm dir Auszeiten

Wer ständig mit Uni und Arbeit beschäftigt ist, verliert sich schnell darin. Das kann unverhältnismäßig viel stressen und schnell ungesund werden. Setze dir daher klare Grenzen, wo Studium und Arbeit aufhört und Freizeit anfängt. Besonders gut geht das, indem man sich einen Tag in der Woche (z.B. sonntags) von allem frei nimmt. Wenn das nur bedingt geht, kann man immerhin abends und morgens klare Grenzen setzen und beispielsweise festlegen, dass sämtliche Aufgaben nach 20 Uhr ruhen sollen.

Gruppe an Leuten geht im Wald spazieren

Bei all dem Stress sind Auszeiten mit Freunden nicht nur schön, sondern auch wichtig. Foto: Kaylee Eden / Unsplash

Ein Sportler benötigt nach Tagen des anstrengenden Trainings eine Pause, um sich zu erholen. Dasselbe gilt für dein Gehirn, wenn du es ständig mit Informationen und Aufgaben bombardierst. Die Erholung ermöglicht es überhaupt erst, effizient zu arbeiten.

Studium und Arbeit: herausfordernd aber möglich

Studieren und nebenbei arbeiten kann gerade zu Beginn eine wahre Belastungsprobe sein. Für viele Studierende es jedoch die ganz normale Realität. Die Schwierigkeit besteht zumeist darin, sich die Zeit so einzuteilen, dass man das Semester ohne größere Schrammen übersteht. Bei all den Herausforderungen überwiegt jedoch der Nutzen eines Nebenjobs – gerade, wenn er facheinschlägig ist. Denn in diesem Fall verdient man nicht nur wertvolles Geld, sondern baut sich bereits eine Basis für das Berufsleben auf.

Wer sich bereits am Ende seines Studiums befindet, kann statt einem Nebenjob natürlich schon Ausschau nach geeigneten Einstiegspositionen halten. Waldviertler.wien-Partner Hartl Haus bietet etwa ein Trainee-Programm im Bereich Planung, Technik oder Projektmanagement für Berufseinsteiger. So hat man direkt nach Studienabschluss vielleicht schon den ersten richtigen Job in der Hand.

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von MarleneK

31. Mai 2021

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