Videochat: Tipps zur Kommunikation

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STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von Julia

21. April 2020

STUDIEREN & ARBEITEN

In diesem Artikel geben wir euch ein paar Tipps, wie ihr digitale Lehrveranstaltungen, Prüfungen oder auch Videokonferenzen in eurem Job meistern könnt.

Denn die Regeln im digitalen Raum sind etwas anders als in einem Face-to-Face-Gespräch. Wenn ihr noch nicht so viele Erfahrungen damit habt, könnten euch unsere Tipps zum richtigen Verhalten im Videochat ein paar der klassischen Fehler am Anfang ersparen. So beeindruckt ihr eure Kommunikationspartner hundertprozentig.

Auch jene unter euch, die schon viel über Video kommuniziert haben, können sich bestimmt ein paar Tipps für den professionellen Umgang abschauen. Als Waldviertlerin habe ich mich zum Beispiel auch schon viel mit Freund_Innen per Video unterhalten, die weiter weg wohnen – für Studium und Arbeit läuft es dann doch etwas anders, wie ich dann selbst feststellen musste.

Als erstes möchten wir euch ein paar Anwendungen vorstellen, die im Videochat, im home-learning und auch in der privaten Kommunikation oft zum Einsatz kommen.

1. Skype

Das wohl bekannteste und etablierteste Videochat-Tool. Darin liegt gleich der offensichtlichste Vorteil: durch die allgemeine Popularität haben viele Skype bereits auf ihren Geräten installiert, und so ist kein Mehraufwand mehr nötig.
Bis zu 50 Personen können an einem Gruppenanruf teilnehmen – ob die Verbindung das zulässt, steht auf einem anderen Blatt.
Skype ermöglicht außerdem Screen-Sharing. Hier kann der eigene Desktop mit anderen geteilt werden, was für Erklärungen besonders nützlich ist. Zusätzlich gibt es einen Chat, in dem während der Konferenz Informationen ausgetauscht, oder süße Katzen-GIFs verschickt werden können.

2. Microsoft Teams

Als private Nutzer könnt ihr diese Software nur passiv nutzen, wenn euch jemand einen Einladungslink schickt. Teams wird also vor allem von Firmen und auch Lehrenden genutzt. Wie bei Skype sind Video- und Audio-Konferenzen sowie ein Chat verfügbar. Hier müsst ihr euch zuvor keine App runterladen, es funktioniert auch nur über den Link im Browser.

3. Zoom

Warnung: die Nutzung empfehlen wir grundsätzlich nicht, weil Zoom momentan im Lichte von datenschutzrechtlichen Problemen steht. Außerdem haben sogenannte „Zoombomber“ schon so manche Besprechung durch ein Erraten des Konferenz-ID-Codes gestört.
Wenn ihr das Tool auf Anweisung im home-learning oder im Job trotzdem verwenden sollt, hier ein paar Infos. Der Leiter kann seinen Bildschirm mit euch teilen und ein interagiertes Whiteboard verwenden. Praktisch ist, dass für die Teilnehmer der Konferenz kein Account nötig ist. Der Videochat kann auch aufgezeichnet werden. Ein klarer Minuspunkt: Die kostenfreie Nutzung ist durch eine Dauer von nur 40 Minuten beschränkt.

4. Discord

Eine gute Skype-Alternative für digitale Treffen in der Freizeit. Die GamerInnen unter euch sind sicher schon damit vertraut: hier wird Discord sehr häufig verwendet. Die Software besticht vor allem durch die Nutzerfreundlichkeit: alles ist klar aufgeteilt, man findet sich gleich zurecht. Durch das moderne Design hebt sich Discord von der Konkurrenz ab.
Außerdem hat man die Möglichkeit, eigene Server zu erstellen: darin kann man sofort sehen, sobald jemand online ist. Es wird auch angezeigt, welches Spiel die anderen gerade spielen. Auch Screen-Sharing ist dabei eine Option.

Hier noch zwei weitere Softwares und ein paar Stichworte dazu:

Jitsi – alle Anrufe sind verschlüsselt, Browser-Variante ohne Anmeldung nutzbar (über einen Einladungslink)

BigBlueButton – besonders für home-learning geeignet (Teilen von Folien), keine Anmeldung, Link zur Konferenz, integrierter Chat, Aufzeichnung möglich

 

Pexels / Marcus Aurelius

Do´s and Don´ts im Videochat

Ein paar grundlegende Tipps zu Beginn:

  • Standardmäßig Kopfhörer, oder noch besser, ein Headset mit Mikrofon verwenden – das beugt störenden Rückkoppelungen vor und bietet bessere Tonqualität.
  • Logisch: sicherstellen, dass eine durchgängige Internetverbindung besteht.
  • Bei längeren Sprechpausen oder genereller Passivität Audio abschalten. Wenn Video nicht notwendig ist, deaktivieren, um die Verbindung nicht unnötig zu belasten.
  • Den Gesprächspartner immer ausreden lassen. Generell ein Ding der Höflichkeit, aber es kann auch ein Problem in Kombination mit der Zeitverzögerung werden. Deswegen besser auch einen Augenblick länger warten, bis ihr antwortet.
  • Der Bildausschnitt sollte so gewählt werden, dass eure Gestik gut sichtbar ist.

 

chaotisch oder schön geordnet – händische To-Do-Listen sind etwas sehr Individuelles.

  • Zeit zum Organisieren einplanen

Der Aspekt, mit dem alles beginnt: gute Planung.
Es kommen so viele eMails und Benachrichtigungen mit Terminen, dass ihr langsam aber sicher den Überblick verliert? Hier ist die Devise: bewusst Zeit zum gewissenhaften Planen nehmen, aufschreiben, und tracken. Das gilt natürlich nicht nur für Videochat-Termine, sondern generell für Organisation im home-office.
Jeder hat hier seine persönlichen Methoden. Klassische Möglichkeiten sind die guten alten handschriftlichen To-Do-Listen. Für jene, die alles gerne gesammelt online haben, gibt es Angebote wie Google Tasks (integriert Google Kalender und Gmail), Listen-Softwares wie Microsoft To Do, oder die klassische Excel-Tabelle.
Hier gilt auf jeden Fall „probieren geht über studieren“: testet ein paar der Möglichkeiten, und evaluiert nach einer Woche Arbeit, wie viel Nutzen es euch gebracht hat. So findet man die Lösung, die einem selbst am meisten liegt.

  • Pünktlich sein

Dieser Punkt ist selbsterklärend, weil er im „offline-Leben“ genauso wichtig ist. Seid im Optimalfall schon zehn Minuten vor eurem Termin erreichbar und startbereit.

  • Sich vorab mit der Technologie vertraut machen

Auch verknüpft mit der Pünktlichkeit: es kann vorkommen, dass die Software ein bisschen Zeit braucht, zu starten. Deswegen ist es von Vorteil, wenn ihr die sie schonmal testweise verwendet habt, um den Ablauf zu kennen. Das ist auch ein großer Vorteil bei wichtigen Konferenzen wie einem Vorstellungsgespräch. Wenn kurz vor dem Start noch alles eingerichtet werden muss oder das Programm partout nicht starten will, trägt das nicht unwesentlich zur allgemeinen Nervosität bei.
Schaut euch in einem Testanruf am besten auch gleich an, welche Funktionen angeboten werden. Es kann gut sein, dass euch euer Gegenüber bittet, Video / Audio abzudrehen, oder euren Hintergrund im Video nicht verschwommen anzuzeigen. (Skype macht das gerne…) Auch Screen-Sharing will gelernt sein. Wer das alles aus dem Stegreif beherrscht, hinterlässt garantiert einen professionellen Eindruck.

  • Umgebung im Video

Damit ist gemeint, für gutes Licht, leise Umgebung und generell Ungestörtheit zu sorgen. Sagt eurer Familie oder euren Mitbewohnern Bescheid, wenn eine wichtige Konferenz ansteht. (sonst platzt euer Papa rein und verlangt lautstark nach dem Restmüll, weil ja morgen die Müllabfuhr kommt – true story)
Achtet auch auf den Hintergrund: ein ungemachtes Bett oder herumliegende Unterwäsche machen vielleicht nicht den besten Eindruck.

  • Ablenkungen vermeiden

Spotify, Facebook und Co. beim Kommunizieren im Videochat schließen. Das kann nicht nur zu ungewollten Nebengeräuschen führen: im Job ist das einfach höchst unprofessionell. FreundInnen könntet ihr so das Gefühl geben, durch das Gespräch nicht genug unterhalten zu sein, wenn euer Blick immer wieder abschweift. Also gilt auch: Handy weg!
Das ist vor allem ein Thema, wenn ihr euren Bildschirm mit anderen teilt: bei 20 geöffneten Tabs kann es schon mal passieren, dass ihr die gewünschte Seite nicht findet oder die anderen ungewollte Einblicke in euer Surf-Verhalten bekommen.

  • Angemessenes Aussehen

Vor allem bei wichtigen Konferenzen oder auch home-learning-Prüfungen entscheidend: die Wahl der Kleidung und gepflegtes Aussehen. In einem Videochat mit mehreren Personen können bunte Muster unruhig wirken oder sogar flimmern. Grüne Kleidung kann bei besonders kreativen Mitmenschen zu Greenscreen-Späßen führen. Beim Styling ist eine gute Faustregel, sich so zu präsentieren, wie ihr das auch bei einem Treffen „im echten Leben“ machen würdet.

Wir wünschen euch nun viel Erfolg bei euren Videokonferenzen! Mit unseren Tipps kann jetzt eigentlich nichts mehr schiefgehen 🙂

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von david

21. April 2020

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Manchmal ist man selbst die beste Begleitung – ob zum Nachdenken, Lesen oder Abschalten. Selbst eine Großstadt wie Wien bietet einige Orte zum allein sein.