Was tun, wenn der Aufnahmetest schiefgelaufen ist?

Na, auch leider nicht geschafft? /// www.pixabay.com
STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von sebastian

6. Oktober 2020

STUDIEREN & ARBEITEN

Oje, was soll ich nur tun, ich habe meinen Aufnahmetest an der Uni nicht geschafft? Kein Problem, wir zeigen dir heute ein paar alternative Möglichkeiten.

Wir können uns alle in die folgende Situation hineinfühlen: Man geht mehrere Jahre in die Oberstufe, bemüht sich, kämpft sich durch und schafft die Matura. Viele entscheiden sich im Anschluss daran für ein Studium – was ja prinzipiell kein Problem wäre. Nur gibt es mittlerweile so viele Bewerber für manche Studienrichtungen, dass bei einem vorher stattfindenden Aufnahmetest kräftig aussortiert wird. Schaffst du diesen nicht, bricht womöglich eine Welt zusammen – aber Gott sei Dank gibt es einige Alternativen, die wir dir heute vorstellen möchten.

Schritt 1: Gedanken sammeln

Dir muss zunächst bewusst werden, ob du dieses Studium wirklich zu 100% abschließen willst und später in einem Beruf dieser Branche arbeiten möchtest. In der Theorie klingt so ein Studium immer lustig, aber ist dir klar, was auf dich zukommt? Stöbere vielleicht einmal in den curricularen Vorgaben deines Traumstudiengangs oder frag‘ Leute, die sich mitten im Studium befinden. Ein toller Vorschlag wäre auch, in deinen zukünftigen Beruf hineinzuschnuppern. Lohnt es sich beispielsweise wirklich, den Aufnahmetest für Medizin nochmals zu probieren, wenn dir die Arbeit eines Arztes gar nicht gefällt? Wofür nochmal für einen schwierigen Aufnahmetest an der Angewandten vorbereiten, wenn dir gar nicht bewusst ist, was du später damit anfangen willst? Geh‘ in dich und überlege gut! Vielleicht findest du im Internet noch Alternativen, die dich womöglich mehr interessieren.

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Jetzt geht’s bergauf! /// www.pixabay.com

Schritt 2: Nach Möglichkeiten suchen

Wenn du dir zu 100% sicher bist, dass du ein Jahr warten und den Aufnahmetest nochmal probieren möchtest, ist es an der Zeit, nach Möglichkeiten zu suchen. Und davon gibt es unserer Meinung nach genug!

Arbeiten gehen und Geld verdienen

„Geh wos hackln!“ Das raten dir wahrscheinlich die meisten Menschen aus deinem Umfeld. Und so schlecht ist dieser Vorschlag gar nicht, denn so viel Zeit wirst du nie wieder haben, dir einen guten Geldpolster anzulegen. Und diesen wirst du im Studium auf jeden Fall benötigen! Wie wär’s mit einem Job, der zu deinem zukünftigen Studium passt? Ist vielleicht nicht immer ganz so leicht zu finden, aber einen Versuch ist es wert. Ansonsten gibt es unterschiedliche Homepages, auf denen laufend Stellenangebote ausgeschrieben werden:

Vielleicht ist da auch schon ein Job dabei, den du neben deinem Studium weiterführen kannst? Auch auf Facebook gibt es diverse Gruppen (Studentenjobs, Jobbörse, ..), in denen täglich mehrere Jobangebote gepostet werden. Im Zuge dessen besteht auch die Möglichkeit, neue Bereiche und Branchen kennenzulernen. Es ist immer wichtig, einen Plan B im Hinterkopf zu haben, wenn einem das Studium oder die Arbeit absolut nicht gefällt. Probiere Neues aus und sei nicht zimperlich!

Ein ähnliches Studium suchen

Wenn du schon nach dem Aufnahmetest merkst „Satz mit X, war wohl nix“ kannst du versuchen, ein anderes Studium zu finden, für welches du dich ohne Aufnahmetest inskribieren kannst. Da kommt es natürlich auf deine Interessen an und ob du so spät noch zugelassen wirst. Manche Unis, wie beispielsweise die Boku, bieten dir die Möglichkeit, dich für einige Studiengänge bis Ende September einzuschreiben.

Bei einem vergeigten Aufnahmetest für Lehramt könntest du beispielsweise ein Studium in Bildungswissenschaften in Betracht ziehen. Besser ist es jedoch, dich bereits im Vorhinein für zwei Studien anzumelden, um dann nicht völlig perspektivenlos dazustehen. Je größer die Chance ist, den Test nicht zu schaffen, desto ratsamer ist es, sich für zwei Studien zu registrieren. Welche Fristen eingehalten werden müssen und was für dich in Frage kommen könnte, findest du unter anderem hier. Bist du für ein anderes Studium zugelassen, kannst du versuchen, über das sogenannte Interessensmodul bereits Prüfungen aus deinem Wunschstudium zu absolvieren. Damit könntest du dir viel Zeit sparen. Aber aufgepasst: Informiere dich vorher gründlich, ob dir die Prüfungsleistungen im Nachhinein auch angerechnet werden, manche Institute sehen sowas gar nicht gerne.

Freiwilliges soziales Jahr machen

Ein freiwilliges soziales Jahr ist ebenfalls eine tolle Möglichkeit, um neue Branchen kennenzulernen und sich an die Arbeit mit anderen Menschen zu gewöhnen. Die Einsatzbereiche sind vielfältig und reichen von Betreuung in Pflegeheimen oder anderen Einrichtungen bis hin zu einem Job im Kindergarten. Falls eine der angegebenen Einsatzstellen nicht für dich in Frage kommen sollte (zu weit weg, zu groß, ..), kannst du dich auch selbst auf die Suche nach einem Arbeitsplatz machen. Es muss sich dabei jedoch um eine soziale Einrichtung handeln. Die zuständige Verwaltung nimmt dann Kontakt mit der Arbeitsstelle auf und versucht, einen Platz für dich zu arrangieren. Wenn du also unbedingt im Kindergarten in deinem Dorf im Waldviertel arbeiten möchtest, könnte das schon bald möglich sein. Das FSJ bietet dir die Möglichkeit, gleichzeitig etwas für dich und für andere zu tun. Wichtige Voraussetzungen für ein freiwilliges soziales Jahr sind (gemäß deren Homepage):

  • Interesse, Motivation und eine bewusste Entscheidung für den Einsatz
  • Bereitschaft, 34 Wochenstunden in einer Einsatzstelle mitzuarbeiten
  • Physische und psychische Stabilität, Belastbarkeit
  • Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und zur vollständigen Teilnahme am verpflichtenden Bildungsprogramm
  • Positive Absolvierung des Aufnahmegespräches
  • Alter: ab 18 Jahren, in Ausnahmefällen und nur bei besonderer Eignung ab Vollendung des 17. Lebensjahren

Das FSJ ist eine tolle Alternative, wenn du nach der Matura oder aufgrund eines gescheiterten Aufnahmetests eine Überbrückung suchst und gleichzeitig gerne mit Menschen arbeitest. Alle weiteren Informationen findest du auf der Homepage des FSJ.

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Geld verdienen kann so schön sein. /// www.pixabay.com

Schritt 3: Kein Grund zur Sorge

Wenn man die Benachrichtigung bekommt, dass der Aufnahmetest nicht geschafft wurde, bricht man womöglich innerlich zusammen. Auch wenn man damit gerechnet hat, die Bestätigung tut trotzdem weh. Aber keine Sorge, du bist auf keinen Fall alleine mit deinem Ergebnis. Vielleicht findest du ja auf sozialen Plattformen Gleichgesinnte, denen es genauso ergangen ist wie dir. Tu dich mit ihnen zusammen, möglicherweise könnt ihr euch gemeinsam auf den nächsten Aufnahmetest vorbereiten. In so einem jungen Alter sind Enttäuschungen noch schwerer zu verkraften, da man solche Situationen in der Schule nicht oft oder womöglich gar nicht durchleben musste. Aber auch das gehört zum Erwachsenwerden dazu, also nicht den Kopf in den Sand stecken. Hoffentlich konnte dir einer unserer Vorschläge helfen und wer weiß, vielleicht ist ja gerade eine Stelle in einem Job deiner Wahl frei geworden?

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Na siehst du, alles wieder gut! 😉 /// www.pixabay.com

 
 

veröffentlicht von david

6. Oktober 2020

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