STUDIEREN & ARBEITEN

veröffentlicht von Max

28. Oktober 2016

STUDIEREN & ARBEITEN

Um euch einen kleinen Überblick zu verschaffen, haben wir hier ein paar der Zivildienst-Alternativen zu Rotem Kreuz und Altersheim für euch zusammengefasst.

Nach dem Lehrabschluss oder der Matura heißt’s für die Burschen: Zivi oder Heer.  Für all jene, die sich für ersteres entscheiden, gibt es auch in Wien die Möglichkeit, Zivildienst zu machen. Einziges Kriterium: ihr müsst in der Bundeshauptstadt Hauptwohnsitz gemeldet sein. Ist das einmal erledigt, warten viele Möglichkeiten auf euch, die 9 Monate als Zivi zu verbringen – weit aus mehr als im Waldviertel.

  • Zivildienst mit den Kleinen: 

Die meisten (privaten) Kindergartenträger wie Kinder in Wien KIWI oder die Kinderfreunde suchen regelmäßig für ihre Einrichtungen Zivildiener. Hier verbringt man die 9 Monate mit Kinderbetreuung, Windelwechseln, UNO Spielen und der Nachmittagsbetreuung der Schulkinder. Bei KIWI bekommt man 3 Mahlzeiten am Tag und als kleinen Bonus noch volles Essensgeld dazu. Dementsprechend groß ist auch der Run auf die freien Plätze. Vorstellungsgespräche und sogar Probetage sind daher Usus. Die Kinder nehmen die Zivis aber offen und mit viel Freude in ihre Gruppen auf, da sie meist die einzigen männlichen Bezugspersonen im Kindergarten sind. KIWI und Kinderfreunde bieten außerdem zweisprachige Gruppen an, wer also seine Englischkenntnisse verbessern will, ist hier bestens aufgehoben. Außerdem kann man auch über den Sommer verlängern und wir dann als Betreuer angestellt. Die 9 Monate entsprechen nämlich der Ausbildung zum Betreuer (Achtung: Nicht zum Pädagogen).

Unsplash / Markus Spiske

  • Zivildienst mit Flüchtlingen:

Das Rote Kreuz, Caritas und der Verein Ute Bock bieten ebenfalls die Möglichkeit, seinen Zivildienst in ihren Einrichtungen zu absolvieren. Es ist sicher nicht die leichteste, dafür eine einzigartige und bestimmt auch bereichernde Alternative. Als Flüchtlingsbetreuer ist man für die Sorgen der Bewohner zuständig, macht Botenwege, kocht und spielt mit den Kleinen und muss immer ein offenes Ohr für die Bewohner haben. Bevorzugt werden hier Anwärter mit guten Sprachkenntnisse. Englisch und eine weitere Sprache werden vorausgesetzt. Je exotischer desto besser. Besonders gefragt sind Arabisch, Russisch und Farsi. Vorstellungsgespräche und teilweise sogar Assessment Center sind hier ebenfalls Gang und Gebe.

 

  • Zivildienst in der Zivildienst – Serviceagentur: 

Auch in der Zentrale des Zivildienstes in der Paulanergasse im vierten Bezirk in Wien lassen sich gut neun Monate verbringen. Hier ist man eine klassische Bürokraft – schreibt Briefe, bearbeitet Anträge oder hilft anderen Anwärtern, ein gutes Platzerl zu finden. Anders als in den oben genannten Einrichtungen ist man hier nicht der einzige Zivi. Pro „Saison“ werden hier gleich mehrere junge Burschen angestellt.

 

  • Zivildienst im Europazentrum Wien

Im Europazentrum im 2. Bezirk arbeitet man an der Zweigstelle zwischen EU und Österreich. Hier sucht man Zivis vorwiegend zur Betreuung der Jugendprojekte; man betreut internationale Jugendprojekte und erledigt klassische Bürotätigkeiten. Fremdsprachenkenntnisse sind auch hier erwünscht.

 

  • Zivildienst im Umweltschutz

Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace oder 4Pfoten suchen regelmäßig Zivis. Hier kommt es immer darauf an, welche Projekte gerade anstehen. Anders als bei den vielen Vorurteilen muss man hier nicht auf die Straße gehen und Leute um ihre Spenden anbetteln. Hier arbeitet man vielmehr im Büro. Außerdem sucht (Stand August 2016) auch das Bundesamt für Geologie gerade wieder Zivildiener. Hilfsdienste bei Probennahmekampagnen, Bohreinsätzen, bei Datenbankeingaben, Haus- und Gartenarbeiten sowie Hol- und Bringdienste zählen hier zu den Hauptaufgaben. Hier kommt man bestimmt viel herum und hat keinen klassischen Bürojob.

 

  • Zivildienst an Gedenkstätten

Auch hier lässt sich Zivildienst machen. Man arbeitet als Aufseher, Betreuer oder Guide in Museen und Gedenkstätten, wie dem jüdischen Museum oder dem Zentralfriedhof. Besonders jenen, die ausgeprägtes Interesse für jene Einrichtung haben, wird diese Art von Zivi nahegelegt. Immerhin soll man auch mit einer gewissen Begeisterung durch die Gedenkstätte oder das Museum führen können. Auch das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes sucht regelmäßig Zivis.

c Wien Holding
Foto: Museum Judenplatz

  • Zivildienst in Haftanstalten

Wer immer schon einmal hinter schwedische Gardinen blicken wollte, der sollte seinen Zivildienst im Gefängnis absolvieren. Hier arbeitet man entweder in der Haftanstalt Simmering oder Josefstadt, verrichtet Hilfsdienste in der Häftlingsbetreuung oder hilft bei therapeutischen Aktivitäten mit. Sicherlich eine ganz neue – wenn auch nicht leichte Erfahrung.

 

  • Zivildienst in der Suchtbetreuung 

Ebenfalls nicht gerade leicht zu verdauen, dafür um so lehrreicher ist der Zivildienst in einer der vielen Drogenberatungsstellen der Stadt Wien oder privater Träger. Man hilft hier in der Betreuung von Drogenabhängigen mit, bereitet Therapien vor, hilft in der Küche oder an der Rezeption. Auch Hol- und Bringdienst (der Klassiker unter den Zivi-Tätigkeiten) gehört hier zum Alltag.

Es gibt noch viele andere Möglichkeiten – da diese aber den Rahmen des Blogs sprengen würden, haben wir natürlich nicht alle auflisten können. Alle freien Stellen findet ihr dafür hierhttp://www.bmi.gv.at/zivildienst/_zuweisung/

 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von stephi

28. Oktober 2016

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