WOHNEN & VERKEHR

veröffentlicht von Thomers

12. August 2016

WOHNEN & VERKEHR

Wir haben dir eine Checkliste zusammengestellt, die du unmittelbar nach deinem Umzug unbedingt abarbeiten solltest. 

Du hast es geschafft. Endlich bist du dem Nest deiner Eltern entflohen, hast die unvorstellbare Pein der Wohnungssuche erfolgreich überstanden. Hier stehst du nun, in deiner ersten eigenen Wohnung. Die ist wahrscheinlich noch ziemlich leer, es sei denn, du hast ein paar Möbel übernommen. Falls du einen/mehrere Mitbewohner hast, wird/werden er/sie dich wahrscheinlich gerade genauso ratlos ansehen wie du ihn/sie. Was jetzt?

1. Möbel

Wir gehen einfach mal davon aus, dass sich noch niemand Gedanken darüber gemacht hat, wie und ob ihr Möbel in eure Wohnung bringt. Solltest du deine alte Einrichtung aus dem Waldviertel übernehmen, und keinen Anhänger, Umzugswagen o.ä. besitzen, oder niemand kennen, der jemanden kennt, der mal einen getroffen hat, von dem er sich ein Transportmittel dieser Art ausborgen könnte, (was im Waldviertel ziemlich wahrscheinlich ist), musst du eine Umzugsfirma beauftragen oder dir deine neuen Möbeln direkt vom Möbelhaus liefern zu lassen. Du kannst auch bei Sixt, Avis, share-me, oder anderen Car Rentals einen Transporter mieten. Alles kein Ding.
Neue Möbel bekommst du in Wien bei den bekannten Möbelhäusern (Ikea, Möbelix, Leiner, XXX-Lutz, etc.). Dabei ist allerdings zu beachten, dass gewisse Einrichtungsgegenstände eine Lieferzeit haben und nicht sofort verfügbar sind. Es kann passieren, dass du ein paar Wochen, im schlimmsten Fall sogar ein paar Monate, warten musst. Du solltest rechtzeitig dafür sorgen, dass dein neues Bett beim Einzug verfügbar ist, da die missbräuchliche Verwendung des Fußbodens als Ruhestätte auf lange Sicht das ein oder andere gesundheitliche Problem mit sich bringt.

2. Geld

Wie regelt man die Geldangelegenheiten am besten? Wenn du allein wohnst, kein Problem, bei einer WG erweist sich das schon etwas schwieriger. Das Einfachste ist es, ein gemeinsames Konto zu eröffnen, auf das ihr alle anfallenden Beträge regelmäßig überweist. Dafür würde sich zum Beispiel ein Studentenkonto bei unserem Partner Sparkasse eignen. Auf dieses Konto könnt ihr dann unter anderem Lastschriften erteilen lassen (Internet, Strom, Miete). In Zeiten von Online Banking und Smartphones alles überhaupt kein Problem mehr. Sollte die Miete nicht automatisch von eurem Konto abgebucht werden, dürft ihr nie darauf vergessen am Monatsanfang (oder je nachdem wie es vereinbart wurde) den Betrag zu überweisen, da bei Verzug meist zusätzliche Kosten anfallen.

3. Strom/Heizung

Wenn du verhindern möchtest, dass dir auf einmal der Strom bzw. die Heizung abgedreht wird und du im dunklen Zimmer sitzt und kein Warmwasser zum Duschen hast, solltest du vor dem Unterschreiben des Mietvertrages mit deinem Vermieter abklären, wie ihr es mit dem Strom bzw. der Heizung handhabt. In den meisten Fällen musst du dich um nichts kümmern, weil das alles dein Vermieter erledigt, oder dir beim Einzug gleich ein Formular hinterlässt, dass du einfach ausfüllen und wegschicken musst. Sollte das nicht der Fall sein, und dir wird tatsächlich der Strom abgedreht (was durchaus passieren kann, wir sprechen aus Erfahrung), solltest du dich schleunigst auf die Suche nach einem Anbieter machen. Und davon gibt es mehr als genug. Auf diversen Internetseiten findest du Suchmaschinen, die alle verfügbaren Stromanbieter miteinander vergleichen und automatisch den billigsten für dich heraussuchen.

keinstrom

Quelle: allmystery.de
Kein Strom? Lass es nicht so weit kommen.

Apropos Internet. War da nicht was?

4. Internet

Auch das kannst du eigentlich schon vor deinem Einzug erledigen. Wenn dir bis jetzt die Zeit dafür gefehlt hat, können wir dir auch hierbei ein paar Tipps geben. Es kann natürlich sein, dass du alles wie gehabt vom Vormieter übernehmen kannst, ohne dich irgendwie darum kümmern zu müssen. Anderenfalls bist du nicht auf Festnetzinternet angewiesen, das nebenbei bemerkt teilweise unverschämt teuer ist. Die Vorteile von mobilem Internet liegen auf der Hand. Du kannst es nutzen wo und wann immer du willst. Webcubes sind nicht allzu teuer und die verfügbare Datenmenge sollte ausreichen, vorausgesetzt du lädst nicht terrabyteweise Filme und Musik runter. Selbst dafür gibt es aber Tarife für unbegrenzte Datenmenge, die sind allerdings etwas teurer. Soll es doch ein Festnetzanschluss sein, einfach ein Online Formular bei UPC oder A1 ausfüllen, Kontodaten angeben, und fertig. Du wirst anschließend noch von einem Mitarbeiter wegen einem Installationstermin kontaktiert, bei dem du zuhause sein solltest. Das war’s.

5. Versicherung

Du bist nun Mieter einer Wohnung, das heißt, du solltest auch eine Haushaltsversicherung abschließen. Ein absolutes Muss, denn passieren kann immer etwas. Wenn zum Beispiel ein Fenster zu Bruch geht und du die Rechnung selbst begleichen musst, wird dir das gar nicht gefallen. Haushaltsversicherungen sind nicht allzu teuer. Für durchschnittlich 10-20€ (ist von der Größe der Wohnung abhängig) im Monat solltest du für jeden möglichen Fall gerüstet sein.

checkliste umzug

Versicherungen vergleichen lohnt sich.

Manche Vermieter setzen außerdem im Mietvertrag fest, dass das vermietete Objekt mit einer Versicherung zu versehen ist.

6. Meldebestätigung

Du bist jetzt zumindest zu einem Teil Wiener. Das erste, das du machen musst, ist zum Magistrat zu gehen und deinen neuen Wohnistz zu melden. Ob Wien nun dein Haupt- oder Nebenwohnsitz wird, bleibt dir überlassen, gemeldet sein musst du aber in jedem Fall. Dazu brauchst du ein Antragsformular (und einen Personalausweis), mit dem du anschließend zum Magistrat in deinem Bezirk gehen musst. Wenn du deinen neuen Wohnsitz nicht als Haupt- sondern als Nebenwohnsitz melden möchtest (oder umgekehrt), brauchst du zusätzlich eine Meldebestätigung deines bisherigen Wohnsitzes.

7. Parkpickerl

Solltest du dein eigenes Auto besitzen und in einem parkpickerlpflichtigen Bezirk wohnen, musst du dir das Parkpickerl holen, wenn du dein Auto in der Nähe der Wohnung parken möchtest. Dazu musst du zuerst zu einer Zulassungsstelle und dein Auto ummelden. Daraufhin bekommst du ein neues Kennzeichen. Ist das vollzogen, kannst du zum Magistrat in deinem Bezirk gehen und das Parkpickerl beantragen.

8. Öffis

Früher oder später wirst du um die Öffis nicht herumkommen, es sei denn du kannst es dir leisten jeden Tag mit dem Auto oder dem Taxi zu fahren. Da dies nicht nur Geld, sondern auch Nerven kostet, raten wir dir, so schnell wie möglich ein Jahresticket bei den Wiener Linien zu beantragen. Alles was du dazu brauchst, ist ein Foto. Das kannst du online erledigen, also musst du dazu nicht mal das Haus verlassen. Für Studenten gibt es das Semesterticket.

wienerlinien

Quelle: commons.wikimedia.org
Die Stadt gehört dir! Jedoch nur mit einem gültigen Ticket.

9. Gegend erkunden

Ist eigentlich selbstverständlich. Bist du erstmal angekommen, kannst du gleich die Gegend um dein neues Zuhause erkunden. Ein größerer Spaziergang reicht meist völlig aus, um ein paar Supermärkte, Drogerien, Ärzte, Friseure, Restaurants oder Clubs in der Umgebung zu erspähen und machen dich mit deinem künftigen Umfeld vertraut.

Die wichtigsten Dinge kurz zusammengefasst:

  • Einrichtung transportieren
  • Geldangelegenheiten regeln
  • Strom/Heizung checken
  • Internet besorgen
  • Versicherung abschließen
  • Amtswege (Meldebestätigung, Parkpickerl, etc.)
  • Gegend erkunden
 
 

veröffentlicht von benji

12. August 2016

WOHNEN & VERKEHR
Die Wohnungssuche in Wien ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Das waldviertler.wien-Interview mit einer Immobilienmaklerin von sReal.