Ein Vergleich der Wiener Öffis

Quelle: wikimedia.org
WOHNEN & VERKEHR

veröffentlicht von benji

25. März 2016

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In Wien gibts es vier verschiedene Öffis, die ein mehr oder weniger angenehmes Reisen möglich machen. Ein Vergleich von Bus, U-Bahn, Straßenbahn und S-Bahn.

Anders als im Waldviertel, gibt es in Wien mehrere Öffis, die sich sehr flexibel miteinander verbinden lassen. Ob es eindeutige Vorteile eines bestimmten öffentlichen Verkehrsmittels gibt? Das wollen wir in den folgenden Zeilen klären.
Wenn du dich jetzt fragst „Was zum Teufel sind Öffis?!“, dann liefern wir dir hier gleich die Lösung: Unter Öffis versteht man die öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Wiener Öffis

Schnellbahn

S-Bahnen wir uns den Weg vom Rande Wiens ins Innere: die Schnellbahnverbindungen verlaufen zumeist am Rande von Wien. Nur die S-Bahn-Strecke Floridsdorf-Meidling führt mitten durch das Herz der Stadt (auf dieser Strecke verkehren nicht nur diverse S-Bahnen, sondern auch Regionalzüge).
Wenn du dir ein Herumpendeln in der Wiener City ersparen willst, weil du sowieso ans andere Ende der Stadt musst, dann sind die Schnellbahnen also eine relativ gute Wahl. Zum einen musst du das Verkehrsmittel weniger oft wechseln, zum anderen bieten die Schnellbahnen einen sehr hohen Komfort, was eine angenehme Fahrt möglich macht. Zu den Stoßzeiten sind aber auch die S-Bahnen schnell überfüllt. Vor allem im Sommer kann dies zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden. Auch ist zu beachten, dass die Linien wirklich rund um Wien verlaufen, weswegen die Fahrtzeiten ein Quäntchen länger dauern könnten, als mit den Öffis der inneren Stadt. Ein dickes Plus bekommt die S-Bahn jedoch, weil sie außerhalb der Stoßzeiten wirklich ein sehr komfortabler Kurzstreckenzug ist, der besonders leise im angenehmen Tempo und ohne jegliche Ruckler von A nach B und wieder zurück pendelt. Die meisten Schnellbahnen haben ein Intervall von 10-20 Minuten, deshalb sollten die Abfahrtszeiten beachtet werden, wenn man diese Öffis nutzen will.
Rund um, aber auch durch Wien verlaufen insgesamt neun S-Bahn Linien. Das Interessante an den Schnellbahnlinien ist, dass sie auch aus Wien hinaus führen. Das ist vor allem für Pendler, die außerhalb Wiens wohnen, interessant.
Es gibt Schnellbahnverbindungen die die Nacht über durchfahren, aber auch welche, die Nachts eine Pause brauchen. Mit dem ÖBB Routenplaner ‚Scotty‚ kannst du deine Reisen mit den S-Bahnen gut planen.

Was ist zu beachten?

Die S-Bahnen von Wien gehören nicht zu den Wiener Linien! Sie sind ein Teil der ÖBB. Preislich stellt dies für dich zumindest in Wien jedoch kein Problem dar, wenn du ein Semesterticket oder aber auch nur eine Tageskarte für die Öffis hast. Denn: In der ‚Zone 100‚ – das ist ganz Wien – zählen die Schnellbahnen ebenso zu den Öffis wie U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Aufpassen musst du lediglich, wenn du die S-Bahnen in Wiens Nachbarbundesländern nutzen willst, denn dann verlässt du die ‚Zone 100‚.

Es gibt eine eigene Homepage der Wiener Schnellbahnen, die man unter www.schnellbahn-wien.at finden kann. Auf dieser Seite findest du unter anderem einen Planer für deine Fahrten, geschichtliche Hintergründe aber auch einen kleinen Ausblick in die Zukunft der S-Bahnen.

Wenn du dir die Scotty-App für dein Android-Smartphone downloaden willst, klicke HIER.
HIER findest du dieselbe App für dein iOS-Betriebssystem.

U- und Schnellbahnplan im Schnellüberblick

Quelle: wikimedia.org
Der Netzplan der Wiener Öffis sieht manchmal etwas kompliziert und unübersichtlich aus. Beschäftige dich mit den verschiedenen Netzplänen, dann hast du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln keine Probleme mehr.

U-Bahn

Die Wiener U-Bahnen setzen sich aus insgesamt 5 Bahnlinien zusammen: der U1, der U2, der U3, der U4 und der U6. Im Gegensatz zu den S-Bahnen, verlaufen die U-Bahn-Linien durch ganz Wien. Sehr positiv an den U-Bahnen sind vor allem die sehr kurzen Intervalle und das schnelle Tempo, in dem man unter, aber auch über den Straßen Wiens dahinbrettert. Wenn du mit den U-Bahnen unterwegs bist, kann es durchaus sein, dass du das ein oder andere Mal in eine andere U-Bahn oder ein anderes öffentliches Verkehrsmittel umsteigen musst, um zu deiner gewählten Destination zu gelangen. Da die Untergrundbahnen von Wien die beliebtesten Öffis sind, musst du damit rechnen zu den Stoßzeiten sehr volle Waggons vorzufinden. Besonders im Sommer fühlt man sich dann schnell eher wie in einer vollgefüllten Sauna, als in einem öffentlichen Verkehrsmittel. Komfortmäßig sind in den U-Bahnen im Gegensatz zu den Schnellbahnen einige Abzüge zu machen, jedoch verbringt man in den  U-Bahn-Waggons nicht so viel Zeit, beziehungsweise im Idealfall nur einige wenige Minuten, weshalb man hier wohl sehr gut ein Auge zudrücken kann.
Besonders praktisch sind die U-Bahnen an den Wochenenden, denn sie fahren von Freitag bist Sonntag in etwas längeren Intervallen die ganze Nacht lang durch. Unter der Woche fahren die U-Bahnen von zirka 5:00 Uhr früh bis ca 00:00.
Tickets für die gesamten Wiener Öffis lassen sich an den Schaltern in den U-Bahn-Stationen kaufen.

Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl
Wie plane ich meinen Trip mit der U-Bahn?
Für alle Wiener Öffis und die Planung deiner Trips bietet sich der Routenplaner der Wiener Linien an. Dieser nennt sich ‚Qando‚ und ist relativ einfach zu bedienen. Über das Menü gelangst du online und im praktischen App zum Routenplaner. Es werden auch Störungen und Sperren der öffentlichen Verkehrsmittel angezeigt.

Um die App für in der Androidversion downzuloaden, klicke HIER.
Wenn du die App für dein Iphone brauchst, könnte DIESER Link nützlich für dich sein.

Bekanntlich passieren in den Wiener U-Bahnen die schrägsten Sachen. 
Was hast du schon allerhand verrücktes in der U-Bahn erlebt? Berichte uns in einem Kommentar darüber!

Ein Vergleich der Wiener Öffis - wie man sich in Wien mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurecht findet.

Qulle: wikimedia.org
Diese U-2 Station ist vor allem für diejenigen unter euch ein Hotspot, die an der Hauptuni studieren.

Straßenbahn

Die Wiener Straßenbahnen setzen sich aus insgesamt 30 Linien zusammen. Besonders praktisch sind die Straßenbahnen, weil sie die kürzeren Strecken zwischen den U-Bahnen und S-Bahnen relativ gut abdecken. Man kann sie also zum einen sehr gut zur Überbrückung nutzen – aber sie lassen auch eine anderswertige Benützung zu: Dorthin, wo die U-Bahnen, aber auch die Schnellbahnen nicht mehr kommen, komplettieren die Straßenbahnen das Netz der Wiener Linien relativ gut. Die verschiedenen Bim-Linien fahren in sehr unterschiedlichen Intervallen. Vor allem zur späteren Stunde werden diese länger, sodass man sich nicht wundern darf, wenn man einmal länger als 10 Minuten darauf warten muss.
Ein kleiner Minuspunkt der Straßenbahnen ist, dass sie sich teilweise an den Straßenverkehr anpassen müssen und so im Vergleich zu den anderen Gleiß-Öffis viel Zeit auf der Strecke liegen lassen können.
Auch für die Straßenbahnlinien lässt sich der Routenplaner ‚Qando‚ sehr gut nützen.

Übrigens ist es halb so schlimm, wenn du mal eine oder mehrere Stationen zu weit fährst, denn schon Reinhard Mey hat gesungen: „Denn die Bahn fahrt ja zum Glück, jede Strecke auch zurück“.

Bim fahren in Wien ist manchmal etwas kompliziert. Der Netzplan hilft dir bei der Übersicht.

Quelle: wikimedia.org
Das Straßenbahnnetz in Wien sieht sehr unübersichtlich aus. Mithilfe der Apps ist das problemlose Bimfahren aber normalerweise kein Problem.

Bus

Da auch die Straßenbahn an ihre Gleise gebunden ist, gibt es ein weiteres öffentliches Verkehrsmittel, das relativ frei und ungebunden auf den Wiener Straßen unterwegs ist. In Wien gibt es insgesamt 99 Busverbindungen. Busse der Wiener Linien erkennst du an der Endung. Sie tragen entweder den Namen A oder B. Zum Beispiel die Linie 69A oder 20B.
Die Busse der Wiener Linien sind nicht gerade die größten, weshalb es oft zu Gruppenkuscheleien kommen kann. Leider sind manche Fahrten mit den Bussen jedoch unumgänglich, denn die Busstrecken führen dorthin, wo die anderen Öffis nicht mehr kommen. Besonders die äußeren Gegenden, aber auch Strecken zwischen den vielen Schienen, werden von den fleißigen Busfahrern der Wiener Linien angefahren und befahren. Es gibt auch Busse, die dich von der einen U-Bahn-Linie zur anderen U-Bahn-Linie bringen – beispielsweise von der U3 zur U4 (die beiden Linien verlaufen eine gewisse Strecke parallel). Die Strecke mit den Bussen planst du am besten auch mit ‚Qando‚ – entweder online oder per App.
Die Straßengefährte komplettieren übrigens auch den Nachtfahrplan der Wiener Öffis. Sie fahren ab zirka 00:00 Uhr bis 05:00 Uhr unter der Woche, aber auch an den Wochenenden. Die sogenannten Nightlines fahren jedoch nur in einem Intervall von etwa 30 Minuten. Beachten sollte man bei den Nachtfahrplänen vor allem, dass die Busse einen anderen, um nicht zu sagen, einen ganz eigenen Fahrplan haben. Noch verwirrender wird das Ganze, weil die Nightlines unter der Woche (Montag-Freitag) einen anderen Fahrplan als an den Wochenenden (Freitag-Sonntag) haben. Hierzu solltest du deine Trips wirklich gut planen, um nicht auf den Sonnenaufgang und somit die anderen Öffis warten zu müssen!
Wenn du mehr zu den Wiener Nightlines erfahren und dich auf deine nächtlichen Eskapaden vorbereiten willst,  interessiert dich bestimmt auch der Artikel „Acht Überlebenstipps für die Nightline„.

Das Busfahren in Wien ist oft praktisch und erspart dir im Falle des Falles das Taxigeld.

Quelle: wikimedia.org
In Wien fahren dutzende Buslinien. Sie überbrücken die Zonen, in die die gleisgebundenen Verkehrsmittel nicht mehr kommen.

Die Wiener Linien haben übrigens auch eine eigene Homepage. Auf ihr lassen sich alle aktuellen Störungen, Informationen zu den Ticketpreisen, alle Fahrpläne und sogar ein Routenplaner finden. Besuche die Seite unter wienerlinien.at.

 
 

veröffentlicht von Max

25. März 2016

WOHNEN & VERKEHR
Wer öffentlich aus dem Waldviertel nach Wien fährt, kommt oft nicht an ihr vorbei: der Wiener U6. Sie ist zwar die zweitlängste Ubahnlinie der Bundeshauptstadt, dafür angeblich auch die unbeliebteste. Schweiß, Kebab oder leere Bierdosen - eine Fahrt mit der U6 soll wie eine Lotterie sein. Man mag es kaum glauben, aber sogar über Ubahn Linien gibt es Gerüchte.