Haustiere in Wien - Tierisches Vergnügen in der Hauptstadt

Haustiere in Wien | Quelle: pixabay.com
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veröffentlicht von benji

8. Februar 2018

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Ob Hund, Katze oder anderes Getier. Haustiere in Wien zu halten ist oft gar nicht so einfach. Alles Wissenswertes in Sachen Haustiere in der Großstadt gibt’s hier.

Im Waldviertel ist die Haustierhaltung oft kein Problem. Weite Flächen und genug Platz in einem großen Haus erleichtern die Haltung von diversen Vierbeinern. In der Großstadt ist diese Freizeitbeschäftigung und Lebenseinstellung oft nicht einfach. Hiermit ist gemeint, dass man eher selten schnell mit dem Hund vor die Tür gehen, die Katze zum streunen nach außen lassen oder den Hamsterkäfig auf dem Komposthaufen im Garten entleeren kann. Was du beachten solltest, wenn du Haustiere in Wien halten willst und welche Vorschriften dir die verschiedenen Magistrate der Stadt auferlegen, wollen wir dir in diesen Zeilen etwas näher bringen.

Haustiere in Wien – Was ist zu beachten?

Egal ob Nager, Reptil, Katze oder Hund. Haustiere machen Arbeit und Haustiere brauchen Platz. Wir liefern dir Tipps, wie du mit deinem geliebten Vier-, Sechs- oder Achtbeiner schöne Stunden ohne Probleme verbringen kannst. Grundsätzlich unterscheidet man bei Tieren, die beim Menschen gehalten werden zwei Ausdrücke. „Haustiere“ sind Tiere, die domestiziert wurden und beim Menschen leben. Also zum Beispiel Rinder, Schafe, aber auch Hunde und Katzen. Dann gibt es noch „Heimtiere„. Das sind Tiere, die „aus Freude am Tier“ gehalten werden. Hierzu zählen beispielsweise Kaninchen, Meerschweinchen und Co. Exotiker wie Reptilien zählen streng genommen zu keiner der beiden Gruppen, wir sind hier aber nicht so streng und sprechen durchwegs von „Haustieren„.

Haustiere in Wien sind nicht jedermanns Sache. Beachten musst du auf jeden Fall, ob Haustiere in deiner Wohnung überhaupt erlaubt sind. Diese Information sollte normalerweise im Mietvertrag stehen, wenn du dort nicht fündig wirst, solltest du deinen Vermieter beziehungsweise deine Vermieterin kontaktieren und dich schlau machen – nur um auf Nummer sicher zu gehen. Meistens sind kleinere Haustiere, die in Käfigen oder in Terrarien und Aquarien gehalten werden, in Wohnungen erlaubt, da davon auszugehen ist, dass sie nichts kaputt machen. Anders sieht das in Studierendenwohnheimen aus: Dort darfst du im Normallfall keine Haustiere halten. Es gibt jedoch einzelne Ausnahmen, wie zum Beispiel das VU Wien.

Die Pflichten als BesitzerIn von Tieren

Tiere bringen viel Verantwortung mit sich. Das lernen viele von uns, wenn sie ihr erstes Meerschweinchen oder den ersten Hund bekommen. In Wien hat man als Erwachsener in Sachen Tierhaltung noch mehr Pflichten, als einem lieb sein mag. Was du beachten solltest, wenn du dir ein Haustier zulegen willst, oder auch schon eines besitzt und nur sicherheitshalber nachlesen willst, erklären wir hier.

Nager zu halten ist einfach.

Nager zu halten, macht zwar einiges an Arbeit, ist aber nicht unbedingt schwer.
Quelle: pixabay.com

Hunde

Hunde kosten Geld – und das nicht unbedingt wenig. Die sogenannte „Hundeabgabe“ beläuft sich beim ersten Hund auf 72€ pro Jahr. Für jeden weiteren Hund sind im Jahr 105€ zu verrichten. Falls du kein Sackerl fürs Gackerl bei dir führst und Letzteres liegen lässt, musst du mit einer Verwaltungsstrafe von 36€ rechnen. Für Neugierige: Ein Hund kostet im Monat durchschnittlich 80-100€. Je nachdem, wie er verwöhnt wird und wie oft er zum Tierarzt muss.

Wichtige Punkte bei der Hundehaltung in Wien sind:

  • Beißkorb- beziehungsweise Leinenpflicht an öffentlichen Orten/in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Hundeführschein: Bei so genannten „Listenhunden“ [ ist verpflichtend innerhalb der ersten drei Monate nach Anschaffung]
  • Nach der österreichischen Tierhalteverordnung muss ein Hund außerdem mindestens einmal am Tag genügend Auslauf bekommen und mindestens zwei Mal täglich mit Menschen Kontakt haben.
  • Welpen dürfen frühestens acht Wochen nach der Geburt von der Mutter getrennt werden.

Katzen

Klassische Haustiere in Wien sind Katzen. Bei diesen ist die Haltung, so scheint es, sieht man sich die Gesetzeslage an, einfacher. Logisch klingt demnach, dass man ausreichend Platz, genügend Rückzugsmöglichkeiten und genug Katzentoiletten in der Wohnung aufgestellt hat. Die Tierhaltungsverordnung schreibt außerdem vor, dass man seinem schnurrenden Liebling Katzengras oder andere Leckerlis kredenzen muss.

Nicht vergessen werden darf bei der Katzenhaltung:

  • Balkone, Fenster und Türen müssen bei Wohnungskatzen dementsprechend gesichert sein.
  • Freilaufende Katzen/Kater müssen sterilisiert werden, wenn es sich um keine Zuchtkatzen handelt.
  • Auch Katzen kosten Geld. Beispiele für Ausgaben wären Futter, Spielzeuge und Tierarztbesucher. Eine „Katzenabgabe“ gibt es nicht.
    Zwettler Zwickl

Nagetiere

Einfacher wird die Haustierhaltung in Sachen Nagetiere. Die Gesetze sehen aber auch hier einige Dinge vor. Die Käfige der Nager müssen je nach Größe des Tieres/der Tiere angepasst sein und querliegende Gitterstäbe haben. Rückzugsmöglichkeiten sind in den Käfigen ein Muss. Außerdem muss sichergestellt sein, dass die Nagetiere auch außerhalb des Käfigs genug Auslauf bekommen.

Reptilien und Amphibien

Die Haltung von exotischeren Tierarten verlangt dem Besitzer schon mehr ab. Hier sollte man sich schon vor dem Kauf genügend informieren. Notwendig wird es sein, sich ein Terrarium anzuschaffen und dieses den Lebensbedingungen der jeweiligen Tierart anzupassen. Bedenken sollte man auch, dass einige der Exoten relativ lange leben und so auch ein größeres Loch in die Geldbörse brennen können.

Das sollte bei der Haltung von Amphibien und Reptilien beachtet werden:

  • Seriöse Händler stellen sicher, dass die Tiere nicht krank sind und es sich nicht um Wildfänge handelt.
  • Futter wird oft oder meistens lebendig kredenzt (man denke an Heimchen oder Mehlwürmer). Bei manchen Tierarten ist es auch notwendig, tote Mäuse einzufrieren.
  • Das Terrarium muss ausreichend gestaltet sein. Klettermöglichkeiten, die richtige Temperatur und eine passende Größe sind nur einige Fakten, die hier bedacht werden müssen.
  • Meldepflichten gelten oft für giftige Tierarten. Hier sollte man sich dementsprechend informieren.
Bartagamen sind beliebte Haustiere.

Bartagamen sind sehr beliebte Haustiere. Jedoch sollte man darauf achten, sie artgerecht zu halten.
Quelle: pixabay.com

Vögel

Ob Wellensittich, Kanarienvogel oder Papagei – auch Vögel sind sehr beliebte Haustiere. Bei dieser Haustierart ist vor allem zu beachten, dass sie richtig gefüttert wird. Neben getrockneten Samen sind zum Beispiel Früchte und Beeren ein Muss. Der Käfig der Hausvögel muss mindestens 80 Zentimeter hoch und vor Zugluft geschützt sein.

Bei der Vogelhaltung sind folgende Aspekte zu beachten:

  • Alle Vögel außer dem Kanarienvogel müssen in Gruppen gehalten werden. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass es zu keinen „Streitereien“ unter den Tieren kommt. Sollte dies der Fall sein, muss man die Vögel voneinander trennen.
  • Vögel machen laute Geräusche. Und das relativ oft. Für Menschen, die mehr Ruhe brauchen, sind Vögel wohl eher die schlechtere Wahl.
Papageien machen viel Lärm.

Papageien sind sehr intelligent und leben sehr lange. Jedoch machen sie auch jede Menge Geräusche.
Quelle: pixabay.com

Fische

Wenn du der Meinung bist, dass sich Fische von selber erhalten, liegst du auf dem Holzweg. Fische als Haustiere können jede Menge Arbeit machen. Hier zahlt es sich aus, sich im Vorhinein über die jeweiligen Fischarten zu informieren.

  • Welche Nahrung brauchen meine Fische?
  • Sind alle Fische Pflanzenfresser oder gibt es Fleischfresser?
  • Was passiert mit den Jungtieren, wenn es plötzlich welche gibt?
  • Habe ich Süß- oder Meerwasserfische?
  • Ist mein Aquarium groß genug?

Generell zu überlegen ist…

… ob man sich wirklich ein Haustier zulegen will. Neben den finanziellen Hindernissen, spielen Zeit und Geduld einen ebenso großen Faktor. Wenn der Hund einfach nicht stubenrein werden will oder die Katze nicht aufhört, die neue Couch zu zerkratzen, werden die Lieblinge schnell zu Quälgeistern. Informiere dich also genau, welche Anforderungen dein Haustier an dich hat und wie die Gesetze der Stadt Wien zum Thema Haustiere in Wien stehen.

 

 

 

 
 

veröffentlicht von Kerstin

8. Februar 2018

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