Dein CO2-Fußabdruck - und wie du ihn verkleinerst

Unsplash / Markus Spiske
WOHNEN & VERKEHR

veröffentlicht von Julia

11. Januar 2021

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Wie kann ich meinen CO2-Fußabdruck verkleinern und damit die Umwelt schützen? Wir geben euch Praxistipps und stellen euch nachhaltige Strategien unseres Partners HARTL HAUS vor.

Der ökologische Fußabdruck ist euch bestimmt schon ein Begriff. Vielleicht habt ihr auch schon einmal einen Fußabdruck-Rechner selbst ausprobiert. Das Ergebnis bildet die Fläche ab, die pro Person zur Produktion von Energie, Nahrung und anderen Erzeugnissen gebraucht wird. Auch die Müllentsorgung und Umwandlung von CO2 wird in diese Fläche miteingerechnet – der CO2-Fußabdruck ist also ein spezifischer Bereich dieses allgemeinen Rechners. Zur Veranschaulichung: wir Österreicher*innen beanspruchen etwa sechs Hektar – das sind mehr als 8 Fußballfelder. Schwer vorstellbar, oder?

Was ist das Problem mit CO2?

CO2 entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen wie fossilen Energieträgern, aber auch bei natürlichen Prozessen, wie bei der Atmung oder Verdauung von Mensch und Tier.

Der Umgang mit Kohlenstoffdioxid beeinflusst unser Ökosystem erheblich. Das Treibhausgas CO2 ist eine große Belastung für unser Klima, weil es bei hoher Konzentration in der Atmosphäre zur Klimaerwärmung kommt. Viel CO2 in der Luft kann zu einer dauerhaften Erwärmung und damit zu Ungleichgewichten in unserem Ökosystems führen. So könnte bis zum Ende dieses Jahrhunderts die Durchschnittstemperatur um etwa drei Grad steigen.

Wissenschaft und Politik sind sich (großteils 😉) einig: wir müssen dem Klimawandel und damit auch dem CO2-Ausstoß entgegenwirken. Daher hat man sich bei der UN-Klimakonferenz in Paris darauf geeinigt, Emissionen soweit einzuschränken, damit eine Erhöhung von weniger als zwei Grad Celsius gewährleistet wird. Das ist aber gar nicht so leicht und nur durch hoch gesteckte Ziele machbar.

Neben diesen politischen Bemühungen kann aber jede/r von uns kleine, aber wirkungsvolle Schritte setzen, um den persönlichen CO2-Fußabdruck zu verkleinern.

Was kann ich im Alltag konkret dazu beitragen? Ein guter Startpunkt ist ein CO2-Rechner, der euren persönlichen CO2-Fußabdruck abbildet: zum Beispiel der CO2-Rechner des Forums für Umweltbildung. Probiert ihn doch gleich einmal aus – dann wisst ihr sofort, wie ihr im österreichischen Vergleich liegt und in welchen Lebensbereichen ihr noch etwas verbessern könntet.

Tipps für den Alltag

Nun möchten wir euch einige Tipps vorstellen, die an sich nur kleine Umstellungen im Alltag fordern, aber einen großen Beitrag zum Einsparen von CO2 und zum Klimaschutz leisten!

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  • Sinnvoll heizen
    Die Heizung verbraucht bis zu 75% der Energie im Haushalt. Für jedes Grad weniger sinken die Heizkosten um ca. 6%. Die Empfehlung ist 20-22 Grad, in der Nacht schläft man bei rund 16 Grad am besten.
  • Richtiges Lüften
    Stoßlüften, nicht gekippt lassen: so kühlen die Räume weniger aus und die Frischluft wird schneller in der Wohnung verteilt.
  • Stand-By vermeiden
    Wenn man die elektrischen Geräte ganz ausschaltet und nicht im Stand-By laufen lässt, könnt ihr bis zu 10% der Stromkosten einsparen.
  • Müll trennen
    Das hilft der korrekten und ressourcenschonenden Wiederverwertung.
  • Keine Lebensmittel verschwenden
    Kauft weniger und nur das ein, was ihr wirklich braucht, um weniger unnötigen Haushaltsmüll zu produzieren! Macht euch einen Essensplan und geht nicht hungrig einkaufen.
  • Haushaltsgeräte sparsam verwenden
    Werft den Wasserkocher statt dem Herd an oder backt den Gemüsestrudel gleichzeitig mit den Cookies, um den Ofen nur einmal aufzuheizen.
  • Umstieg auf Ökostrom
    Wenn ihr Ökostrom statt konventionellem Strom nutzt, erspart euch das in einem Jahr 657 kg CO2.
  • Licht einsparen
    Lasst das Licht in eurer Wohnung nur brennen, wenn es nötig ist. Kauft bei der nächsten Fahrt in den Baumarkt Energiesparlampen oder noch besser LEDs.
  • Dauerstromverbraucher einschränken
    Setzt große Verbraucher wie Klimaanlagen wenn, dann nur sparsam ein.
  • Großgeräte auf den neuesten Stand bringen
    Denkt bei Geräten wie Kühlschrank oder Waschmaschine über Neuanschaffungen mit besserer Energiebilanz nach.
  • Wasser sparen
    Lasst das Wasser nicht unnötig laufen und geht duschen statt baden.

Das Musterhaus Elegance 136 W – New Life im Musterhauspark Blaue Lagune bei Wien

Tipps für Neubauten und Renovierungen

  • Holz statt Ziegel
    Unser Partner HARTL HAUS arbeitet seit vielen Jahren mit ökologischen Baustoffen und Technologien, um nachhaltig Wärme und Strom zu erzeugen. Ein Holz-Fertighaus bindet und spart so viel CO2, wie ein Ziegelhaus insgesamt freisetzt: 1 Kubikmeter Holz bindet nämlich 1 Tonne CO2. In Fragen Nachhaltigkeit und CO2-Fußabdruck ist Holz als Baustoff also ein Spitzenreiter und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.
Wusstet ihr, dass für ein Ziegelhaus rund 400% mehr CO2-Emissionen entstehen, als für ein HARTL HAUS? Der nachhaltigen Baustoff Holz bindet CO2 und reduziert den ökologischen Fußabdruck."

Die österreichische Bundesregierung sieht in ihrem Regierungsprogramm die Forcierung des Holzbaus als eine…

Posted by pro:Holz on Friday, September 4, 2020

  • Photovoltaik
    Damit kann das Haus mehr Energie erzeugen, als es verbraucht. Ihr könnt auch in eine Batterie investieren, um den überschüssigen Strom zu speichern. Dieser kann dann in der Nacht genutzt werden, in der die Anlage keinen Strom produziert. Neben dem eindeutigen Vorteil für den Klimaschutz könnt ihr langfristig auch viel Geld für Stromkosten einsparen.
  • Dämmung
    Eine gute Dämmung hilft euch, weniger heizen zu müssen und im Sommer weniger ins Schwitzen zu kommen. Auch auf die Klimaanlage könnt ihr deswegen öfter verzichten. Ein gutes Beispiel dafür ist die „Öko-Außenwand“ von HARTL HAUS: hier werden Holzfaser-Dämmmatten verbaut, die umweltverträglich und recyclingfähig sind.
  • Modernes Heizsystem
    Ein Blockheizkraftwerk, Wärmepumpen oder Heizungen mit Pellets oder Solarwärme sind weitaus klimafreundlicher als Heizungen mit Gas oder sogar Öl.

Wie kann ein nachhaltiges, ökologisches Haus nun aussehen? Das Musterhaus Elegance 136 W – New Life zeigt es euch. Das Haus im Musterhauspark Blaue Lagune bei Wien vereint Nachhaltigkeit und modernes Design. Neben der bereits erwähnten Ökowand kann das Haus auch mit einer Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher punkten. So wird mehr Energie erzeugt als verbraucht.

CO2-Fußabdruck

Unsplash / Ashley Winkler

Hier noch einige Tipps für andere Lebensbereiche:

ERNÄHRUNG

  • Saisonal und regional einkaufen, lange Transportwege meiden
  • Wenige tierische Produkte essen, vor allem Fleisch
  • Auf unnötige Verpackungen verzichten

MOBILITÄT

  • Öffentliche Verkehrsmittel nutzen – das ist in Wien eindeutig leichter als im Waldviertel 😉

KONSUM

  • Langlebige, qualitativ hochwertige Produkte kaufen
  • Recycling-Produkte kaufen, Dinge wiederverwenden
  • Second Hand shoppen
  • öfter mal auf nicht unbedingt notwendige Produkte oder Dienstleistungen verzichten
  • Papier sparen: beidseitig oder auch gar nicht ausdrucken: heutzutage kann vieles direkt am PC erledigt werden
    Werbe- und Postwurfsendungen abbestellen
  • Nachfüllen statt wegwerfen
  • Plastik vermeiden: im Verpackungsmüll, beim Einkaufen eine Tasche mitnehmen, wiederverwendbare Trinkflaschen nutzen
 
Zwettler Zwickl
 

veröffentlicht von Julia

11. Januar 2021

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Was hat die neue „Stadt in der Stadt“ zu bieten? Wie lebt und arbeitet es sich hier? Wir nehmen euch auf einen Ausflug in die Seestadt Aspern mit.