Öffentliche Verkehrsverbindungen Tipps&Tricks

WOHNEN & VERKEHR

veröffentlicht von benji

25. März 2016

WOHNEN & VERKEHR

Die Verkehrsverbindungen von und nach Wien sind oft schwer zu durchschauen. Hier findest du Tipps, wie du öffentlich relativ sorgenfrei pendeln kannst.

Die öffentlichen Verkehrsverbindungen von Wien ins Waldviertel oder vom Waldviertel nach Wien erscheinen oft relativ kompliziert und teuer. Um euch Stress zu ersparen, sind hier einige Tipps aufgelistet, wie ihr Geld und Nerven sparen könnt.

Das Waldviertel ist groß

Kaum zu glauben, aber die Anzahl der öffentlichen Verkehrsverbindungen im ländlichen Bereich ist relativ groß. Je nachdem, wo du wohnst, wirst du verschiedenste Verbindungen zu deinem Ziel finden. Nicht jede/r hat die Möglichkeit direkt zu einem Bahnhof zu gelangen und ist darauf angewiesen, das ein oder andere Mal mit dem Bus zur nächstgelegenen Zughaltestation zu tuckern. Hier sind vor allem die Waldviertler-Busverbindungen wertvoll, die zum Verkehrsbund Ost-Region (VOR) gehören. Es gibt für Studierende, die die Waldviertler-Linien in Verbindung mit der Bahn nutzen, einen speziellen Ausweis, den es jeden Monat zu erneuern gilt. Hier zahlt man am Monatsbeginn zurzeit zwischen 7,30€ und 12,30€ (je nachdem wohin du fährst), kann jedoch die Waldviertler-Linien dann zu einem günstigeren Preis individuell nützen. Die ‚Monatskarte Umsteiger‘ erhältst du am einfachsten bei den Busfahrern. Wenn du alle Rabatte der VOR-Linien einsehen möchtest klicke HIER. Hier kannst du übrigens auch gleich nachsehen, wieviel eine Semesterkarte der Wiener Öffis für dich kostet.
Du willst deine Reise im Waldviertel oder in Wien sofort planen? Dann klicke HIER, um zum VOR-Routenplaner zu gelangen.
Die genauen Tarife, Verbindungen und Infos der VOR-Linien kannst du auf der Homepage www.vor.at einsehen.

Die mobile Version des VOR-Routenplaners kannst du HIER für dein Androidgerät downloaden.
Willst du die App wiederum für dein iOS-Gerät herunterladen, dann klicke ganz einfach HIER.

Von Wien aufs Land

Die Verbindungen von Wien ins Waldviertel sind am besten und einfachsten mit der Bahn zu bewältigen. Man kommt von der großen Stadt relativ rasch in ländliche Metropolen, die an einer Bahnverbindung liegen. Natürlich gilt hier: je größer die ländliche Metropole, desto wahrscheinlicher ist es, andere Verkehrsverbindungen (also Busverbindungen) zu deinem Ziel zu finden.
Es ist auf jeden Fall ratsam, sich eine ÖBB Vorteilscard (Vorteilscard Jugend) zu kaufen, wenn man die Zugverbindungen regelmäßig nutzen will, da man sich so einiges an Geld ersparen kann. Wenn du Infos für zu den verschiedenen Vorteilscardvarianten brauchst folge dem Link, indem du HIER klickst. Die Vorteilscard Card Jugend kostet übrigens 19€ im Jahr.
Wenn du mehr Infos und genauere Beschreibungen brauchst, oder du dich einfach näher mit der ÖBB beschäftigen willst, besuche die Seite der ÖBB unter www.oebb.at. Der Routenplaner der Österreichischen Bundesbahnen nennt sich Scotty und ist so auch am einfachsten in den Suchmaschinen und im App-Store zu finden.

Natürlich kannst du auch Zeit sparen und die Scotty-App der ÖBB direkt hier downloaden.
Wenn du die Android-App benötigst, klicke HIER.
Brauchst die iOS-App, dann klicke ganz einfach HIER.

Zug Innenanicht

In Wien gibt es viele Bahnhöfe

Wenn du dich entschlossen hast, mit dem Zug ins Waldviertel zu fahren, musst du in Wien zuerst einmal Bahnhöfe finden, die eine Zugverbindung dorthin anbieten. Hier kommen mehrere Bahnhöfe in Frage: der Franz-Josefs-Bahnhof, Wien Spittelau und Wien Heiligenstadt.
Theoretisch kannst du auch am neu gebauten Wiener Hauptbahnhof ein- und aussteigen. Dabei solltest du aber beachten, dass du ’nur‘ bis nach Sankt Pölten kommst und dort umsteigen musst.
An deinem Wunschbahnhof angekommen brauchst du ein Ticket, das sich am schnellsten und einfachsten bei den Ticketautomaten der ÖBB kaufen lässt (nicht mit den Ticketautomaten der Wiener Linien verwechseln!). Anfangs sieht das Menü der Automaten etwas unübersichtlich und kompliziert aus – das ist es aber nicht. Du solltest aber auf jeden Fall darauf achten, deinen Vorteilscard-Bonus im Menü zu aktivieren, da das Zugticket dann etwa um die Hälfte billiger wird!
Tickets bekommst du übrigens auch an den Verkaufsschaltern – hier wird aber zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr fällig.
Außerdem besteht die Möglichkeit Zugtickets per App zu kaufen. Dazu benötigst du eine eigene ÖBB Ticket App, die im Appstore gratis zum Download zur Verfügung steht. Hast du die App erfolgreich runtergeladen, musst du dich erst einmal registrieren. Danach kannst du deine Route auswählen und dir dafür ein Ticket zulegen. Nun kannst du auf verschiedene Arten zahlen: Entweder du nutzt die Möglichkeit der Kreditkartenzahlung, oder du überweist den zu zahlenden Betrag per EPS Online-Überweisung über dein Bankkonto.

Den direkten Link zur ÖBB Ticket App für Android entnimmst du am besten HIER.
Genauso kannst du die ÖBB Ticket App aber auch für dein Applegerät downloaden, indem du HIER klickst.

Die Strecken ins Waldviertel und ihre Preise

Wo du nun hinfährst, entscheidest du. Die Züge steuern mehrere Richtungen an.

  • Zum einen gibt es die Zugverbindung von Wien nach Krems an der Donau. Hier zahlst du mit der Vorteilscard aktuell 8,30€ und bist etwa eine Stunde unterwegs. Das praktische an Krems ist, dass die Zugverbindungen mit den Waldviertler Busverbindungen gut übereingestimmt sind. Wenn du aus dem Zug aussteigst, wartet alle zwei Stunden der WA1-Bus auf dich und bringt dich über Gföhl und Zwettl in das nördliche Waldviertel bis nach Gmünd. Die Fahrtzeit mit dem Bus von Krems nach Gmünd beträgt zirka eine Stunde und dreißig Minuten.
    Die Tarifberechnung mit dem VOR-Routenplaner ist etwas kompliziert. Von Krems nach Zwettl zahlst du 13,70€, nach Gmünd wird das Ganze noch ein Stück teurer.
  • Zum anderen gibt es die Zugverbindung von Wien nach České Velenice. Erwähnenswerte Zwischenstopps auf dieser Strecke sind Eggenburg, Göpfritz an der Wild, AllentsteigSchwarzenau, Vitis und Gmünd. Hier variieren die Ticketpreise je nach Ein- und Ausstiegshaltestelle. Jedoch sollte man erwähnen, dass eine Zugfahrt nach Gmünd wesentlich teurer und länger ist, als beispielsweise nach Krems an der Donau. Deswegen nutzen viele Studierende, aber auch Pendler, die Möglichkeit des Einfach-Raus-Tickets, das es einer Gruppe von zwei bis fünf Personen ermöglicht, die Reise ab 34€ anzutreten und sich die Fahrtkosten aufzuteilen. Oft warten auch Personen vor den Ticketschaltern, die sich ein Einfach-Raus-Ticket teilen wollen.
    Kurzinfo: Ein Ticket von Wien (ab Kernzonengrenze) nach Gmünd ohne Vorteilskarte schlägt sich mit 23,60€ nieder.
    Genauere Infos, wie das mit dem Einfach-Raus-Ticket funktioniert kannst du auf der ÖBB Homepage finden, oder du kannst einfach ganz einfach dem folgenden Link folgen, indem du HIER klickst.

    Waldviertel Linien - Wien

Die Fahrtzeiten der Züge

Das praktische an den Zügen ist, dass sie 7 Tage die Woche in regelmäßigen Intervallen fahren. Die Züge fahren also sowohl nach Krems an der Donau, als auch nach České Velenice im Ein- oder Zweistundentakt, jeden Tag. Beachten sollte man hierbei nur, dass an den Wochenenden keine, beziehungsweise nur wenige Busse im Waldviertel fahren.

Hinweis: Natürlich fahren auch Züge vom Waldviertel nach Wien. Hier ist dasselbe Prinzip zu beachten: jede Stunde (oder sogar öfters) fährt ein Zug in Richtung Wien. Auch die Tickets kosten gleich viel und sind auf dieselbe Art und Weise zu kaufen.

Die Fahrtzeiten der Busse

  • Die Waldviertler Busse fahren im 2-Stunden Takt von Krems an der Donau Richtung Norden.
    Interessant sind aber auch vor allem die Verbindungen vom Waldviertel nach Krems an der Donau. Vor allem in der Früh und am Vormittag lassen sich die Waldviertler Linien dazu nützen, um praktisch zum Zug zu gelangen. Auch von hier fahren sie im 2-Stunden Takt Richtung Donau.
  • Die Wiesel-Busse fahren beinahe dieselbe Strecke wie die Waldviertler Busse, jedoch haben sie gewisse Eigenheiten, die man beachten sollte: In der Früh fahren sie nur Richtung Krems an der Donau oder St. Pölten, während sie ab Mittag nur mehr in Richtung Waldviertel (also eher gen Norden) fahren. Das ist ganz einfach so, weil die Wiesel-Busse für Pendler, die Richtung St. Pölten und wieder retour kommen müssen, konzipiert sind. Hier ist es ratsam seine Apps und Routenplaner genau zu studieren. Außerdem fahren die Wiesel-Busse nur von Montag bis Freitag. Genauere Infos, Fahrpläne und Fahrtzeiten der Wiesel-Busse findest du auf der  NÖVOG-Homepage, oder ganz einfach, wenn du HIER klickst.
  • Von Montag bis Freitag fährt jeden Morgen vom Zwettler Busbahnhof ein Dr. Richard-Bus nach Wien Floridsdorf. Der Preis für eine Fahrt beträgt etwa 20€. Derselbe Bus fährt auch jeden Abend wieder direkt nach Zwettl zurück. Diese Busverbindung findest du am einfachsten mit dem VOR-Routenplaner.

Tipps & Tricks für die öffentlichen Verkehrsverbindungen

#Tipp1: Überblick verschaffen

Das Allerwichtigste ist, sich einen Überblick über die zahlreichen Verkehrsverbindungen zu verschaffen. Im Computerzeitalter ist das natürlich nicht das größte Problem, kann aber dennoch schnell zur Tortur werden. Ratsam ist es, Homepages von ÖBB & Co. aufzusuchen. Hier lassen sich (fast) immer Routenplaner finden, die dir helfen, deinen Trip zu planen. Für das Waldviertel und seine Verkehrsverbindungen eignet sich vor allem der VOR-Routenplaner, aber auch der Scotty-Routenplaner der ÖBB. Beide sind auch für das Navigieren der Wiener Öffi-Verbindungen nutzbar. Beides kannst du übrigens auch als praktische App gratis downloaden.

Hier noch einmal die direkt Links zu den Apps:
VOR-App: Für die Androidversion klicke HIER. Für die Apple-iOS-Version klicke ganz einfach HIER.
Scotty-App: Die Android-App findest du HIER. Brauchst die iOS-App, dann klicke ganz einfach HIER.

Scotty

#Tipp2: Früh genug erkundigen

Ein relativ simpler Trick ist, sich ganz einfach früh genug bei Freunden und Bekannten umzuhören. Wie werden sie nach Wien kommen? Ist vielleicht ein Platz zum Bahnhof für dich frei?
Praktisch ist auch das sogenannte Einfach-Raus-Ticket. Dabei handelt es sich um ein Gruppenticket für zwei bis fünf Personen. Der Ticketpreis kann unter den Personen aufgeteilt und somit deine Geldbörse geschont werden. Mach dir mit Bekannten und Freunden aus, wann und von wo du mit dem Zug wegfahren willst. Infos und genaue Preise zum Einfach-Raus-Ticket sind auf der ÖBB Homepage oder dem folgenden Link zu finden, indem du HIER klickst.

#Tipp3: Weniger ist mehr

Deine Omi gibt dir leckeren Kuchen und das Gulasch von gestern für die kommende Uniwoche mit. Außerdem hat deine Mami deine Kleidung gewaschen und deine Studiumsachen müssen natürlich auch wieder mit nach Wien. Wenn du auf öffentliche Verkehrsverbindungen angewiesen bist, solltest du darauf achten, nicht zu viel Zeug mit dir herumzuschleppen, denn spätestens in den Wiener Öffis wird dir dein 37 Liter Trolley so sehr auf die Nerven gehen, dass du ihn auf der Stelle wegwerfen willst. Du solltest dir daher genau überlegen, was du mit dir herumchauffierst.

#Tipp4: Öffentliche Verkehrsverbindungen können nervenaufreibend sein

Der Zug hat wiedermal Verspätung, oder es kommt einfach kein Bus? Ja, leider, auch das kommt manchmal vor. Hier heißt es klassisch: Nicht den Kopf hängen lassen. Über kleinere Umwege (die du mit Hilfe deines Smartphones relativ schnell recherchieren kannst) oder mit etwas Geduld, wirst du bestimmt an dein Ziel gelangen. Hier ist auch #Tipp5 ratsam!

#Tipp5: Nutze die Zeit

Wenn du Öffis benutzt, musst du dich nicht über den Verkehr, oder die alte Dame, die viel zu langsam über die Straße geht, ärgern. Du kannst dich gemütlich zurücklehnen, ein Buch lesen, etwas für die Uni machen oder die Zeit konstruktiv nutzen und einen Powernap halten.

#Tipp6: Bargeld

Wenn du öffentliche Verkehrsverbindungen nutzt, musst du dir im Klaren sein, dass du Geld brauchen wirst, auch wenn du schon jegliche Studierendenrabatte des jeweiligen Verkehrsmittels in Anspruch nimmst. Vor allem als Student/in kann das regelmäßige Pendeln mit den Öffis ein großes Loch in deine Geldbörse reißen. Gerade deswegen solltest du darauf achten, dich genügend mit den Verkehrsverbindungen der jeweiligen Region im Vorhinein auseinanderzusetzen, um unangenehme Überraschungen und einen Kredit bei deinen Eltern zu vermeiden.

Bargeld

Natürlich ist das Nutzen der öffentlichen Verkehrsverbindungen nicht die einzige Möglichkeit, um in das schöne Waldviertel oder wieder nach Wien zu kommen. Wöchentlich fahren dutzende Pendler in der Gegend herum und bieten private Plätze in ihren Autos gegen ein kleines Entgelt an. Wenn du mehr über Möglichkeiten des privaten Pendelns erfahren möchtest, interessiert dich bestimmt der Artikel „Mitfahrgelegenheit Wien – Waldviertel„.

Du kennst andere und bessere öffentliche Verkehrsverbindungen? Berichte uns in einem Kommentar darüber, dann sind wir alle up to date!

 
 

veröffentlicht von sophie

25. März 2016

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