WOHNEN & VERKEHR

veröffentlicht von marlies

6. August 2018

WOHNEN & VERKEHR

40 Jahre Wiener Linien – zu diesem Anlass haben wir für euch ein paar Highlights gesammelt. „Highlights“ in Verbindung mit „Wiener Linien“? Ja, ganz recht. Es lohnt sich zweifelsohne, bei der nächsten U-Bahn-Fahrt die Augen offen zu halten und besonders die U-Bahn-Stationen an sich unter die Lupe zu nehmen.

Quelle: kurier.at © Wiener Linien / Thomas Jantzen

Seit 40 Jahren ermöglichen es die Wiener Linien, möglichst schnell und flexibel von A nach B zu kommen. Dass das nicht immer reibungslos klappt, müssen wir wohl kaum erwähnen. Und dass wir uns – besonders im Sommer – etwas Besseres vorstellen können, als auf die stickige, eher unbeliebte U6 angewiesen zu sein, ist auch kein Geheimnis. Allerdings können wir im Großen und Ganzen sehr froh sein, kostengünstig und sehr flott in Wien an unser Ziel zu gelangen. Die Wiener Öffis erfüllen allerdings nicht nur eine reine Nutzfunktion – dahinter stecken auch einige unterhaltsame und interessante Facts.

Statistiken am Karlsplatz

Kennt ihr bereits die sich ständig aktualisierenden Statistiken am Karlsplatz? Wie viele Verliebte gibt es in Wien? Oder wie viele Schnitzel wurden seit Jahresbeginn in Wien verzehrt? Und wie viele Kinder weltweit sind unterernährt? All das erfahrt ihr, wenn ihr der U-Bahn-Station Karlsplatz einen Besuch abstattet. Auf großen Spiegelwänden werden die Zahlen eingeblendet und machen die U-Bahn-Station zu einem einzigartigen Hot Spot der Wiener Linien. Der sonst nicht so beliebte Karlsplatz wirkt dank der Statistiken direkt viel lebhafter und interessanter. Falls ihr also einmal in der Nähe seid, checkt ab, wie viele Verliebte durch Wien laufen oder wie viele Schnitzel dieses Jahr bereits vom Teller in den Mund gewandert sind.

u-bahn wien

Love is in the air…

U-Bahn Stars

Wenn wir schon in der Nähe des Karlsplatzes sind, können wir auch direkt den U-Bahn Stars einen Besuch abstatten. By the way, die U-Bahn Stars gibt es nicht nur beim Karlsplatz, sondern beispielsweise auch bei der Station Handelskai. Auf den kleinen „Bühnen“ können Künstler, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen, ihr musikalisches Talent unter Beweis stellen. Auf der Website der Wiener Linien könnt ihr nachlesen, wer wann wo spielt/singt/auftritt. Da das Musikbusiness besonders am Anfang sehr hart sein kann, freut sich bestimmt jeder Künstler, wenn ihr kurz stehenbleibt, der Musik lauscht und sie auf euch wirken lasst, eventuell eine kleine Spende dalasst und mit einem Lächeln weitergeht.

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Ein U-Bahn Star am Karlsplatz!

Vienna Ring Tram

Innerhalb von 25 Minuten den Wiener Ring erkunden und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten quasi im Vorbeifahren besichtigen? Kein Problem mit der Vienna Ring Tram. Start ist bei der U-Bahn-Station Schwedenplatz (U1 und U4) – von da aus fährt sie einmal non-stop um den Ring entlang, vorbei an prunkvollen Bauten wie der Staatsoper, der Hofburg, dem Parlament und dem Burgtheater. Über Audioguides (verfügbar in Deutsch, Wienerisch à la „Mundl“ Sackbauer, kinderfreundlichen Erklärungen und sieben Fremdsprachen) erfahrt ihr Wissenswertes über den Ring und die einzelnen Gebäude.

Die Vienna Ring Tram ist ganzjährig von 10-17:30 im Halbstundentakt unterwegs und eine Einzelfahrt beläuft sich für Erwachsene auf 9€.

Kronehit U-Bahn-Party

Seit 2011 findet jährlich in Zusammenarbeit mit Kronehit die U-Bahn-Party in Wien statt. Dabei wird aus der U2 auch dieses Jahr am 9. November 2018 die längste Partyzone der Stadt. Dabei ist die U2 zwischen Stadion und Karlsplatz unterwegs. Um an dem Event teilnehmen zu können, müsst ihr euch lediglich rechtzeitig einen der 1500 gratis Partypässe sichern. Für gewöhnlich wird beim Stadion eine Preparty zur Einstimmung auf die U-Bahn-Party veranstaltet, bevor in der zugegebenermaßen sehr ungewöhnlichen Location bis in die Morgenstunden gefeiert wird. Diese Partynacht werdet ihr bestimmt nicht so schnell vergessen!

Zwettler Zwickl
Zwettler Zwickl

Verkehrsmuseum Remise

Seit 2014 gibt es im Verkehrsmuseum der Wiener Linien „Remise“ historische und moderne Fahrzeuge zu bestaunen. Auf dem Gelände eines ehemaligen Betriebsbahnhofs für Straßenbahnen gewinnen Besucher einen interaktiven Einblick in den öffentlichen Verkehr der Stadt Wien. In dem Museum steht Geschichte im Vordergrund und auf 14 unterschiedlichen Themeninseln wird eine spannende Zeitreise durch die Geschichte des öffentlichen Verkehrsnetzes ermöglicht. Von der Pferde-Tramway aus der Kaiserzeit über die Eröffnung der Wiener U-Bahn im Jahr 1978 wird der Bogen bis hin zur Gegenwart gespannt.
Auch der Blick hinter die Kulissen des täglichen Öffi-Betriebs verspricht Spannung. Durch verglaste Schaufenster einer umgebauten Silberpfeilgarnitur können Besucher die Technik hinter den Fahrzeugen näher erforschen.
Ihr wolltet immer schon wissen, wie es sich anfühlt, eine U-Bahn zu führen? Das könnt ihr mittels des multimedialen U-Bahn Simulators im Verkehrsmuseum ausprobieren.

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Quelle: falter.at / © Wiener Linien/Johannes Zinner

Der Eintritt kostet für Erwachsene 8€, jedoch werden auch ermäßigte Tickets um 7€ angeboten. Ermäßigungen gibt es für Besitzer der Wien-Karte, eines Dienstausweises der Wiener Linien oder einer Jahreskarte der Wiener Linien, Studierende, Zivil- und Präsenzdiener und Personen mit gültigem Behinderten- oder Pensionistenausweis. Achtung, für die Ermäßigungen solltet ihr euren Ausweis bereithalten.

Virgilkapelle am Stephansplatz

Die Virgilkapelle, entstanden um 1220/1230, wurde im Jahre 1973 im Zuge des U-Bahn-Baus entdeckt. Heute integriert in die U1-Station Stephansplatz gilt der Unterbau für einen geplanten Kapellenbau im frühgotischen Stil als einer der besterhaltenen gotischen Innenräume in Wien. Die Virgilkapelle war ursprünglich als Andachtskapelle für eine reiche Wiener Kaufmannsfamilie gedacht.

Gegen Ende des Jahres 2015 wurde sie wiedereröffnet und lockt nun dank des besucherfreundlichen Eingangs auf Ebene der U-Bahn Passage laufend Besucher an.

Wandgemälde am Praterstern – Guinness World Records

Als 2008 die U-Bahn-Linie U2 bis zum Stadion verlängert wurde, veranstalteten die Wiener Linien einen Wettbewerb, bei dem diverse Vorschläge und Projekte zur Gestaltung der U-Bahn-Station Praterstern eingereicht werden konnten. Das Siegerprojekt von Susanne Zemrosser misst exakt 50,63 x 2,61 Meter und soll durch heitere und helle Farben eine Fantasiewelt darstellen, die Passanten emotional auf den Wurstelprater einstellt. Das Riesenrad, eine Schaukel, ein Ringelspiel, springende Pferdchen und vieles mehr sind auf dem Wandgemälde zu finden. Die Emaille-Malereien wurden nach Entwurf Susanne Zemrossers von der Firma Farbklang in einer Schremser Emaille-Brennerei unter Verwendung bleifreier und ungiftiger Farben hergestellt. Im Jahr 2010 wurde das Wandgemälde von Guinness World Records sogar als die längste Emaille-Malerei der Welt ausgezeichnet.

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Hier seht ihr das von Guinness World Records ausgezeichnete Emaille-Gemälde.

Wie ihr seht, sind die Wiener Linien nicht nur dafür da, euch von eurem Ausgangsort an euer Ziel zu bringen. Haltet einfach die Augen offen, wenn ihr das nächste Mal mit den Öffis unterwegs seid. Vielleicht fallen euch ja noch weitere Highlights oder Fakten zum Thema ein. Wenn ja, erzählt uns davon in den Kommentaren.

 
 

veröffentlicht von Kerstin

6. August 2018

WOHNEN & VERKEHR
Wer denkt, dass die Lugner City das einzige Highlight im 15. Bezirk ist, der wird überrascht sein! Rudolfsheim-Fünfhaus hat viel mehr zu bieten und sollte auch von Wohnungssuchenden nicht außer Acht gelassen werden.