Wohnen im Waldviertel – Arbeiten in Wien?

Flickr / Coffee Danube Still Life Photography und Andrew Neel
WOHNEN & VERKEHR

veröffentlicht von Julia

22. Juni 2021

WOHNEN & VERKEHR

Wohnen im Waldviertel – Arbeiten in Wien? Erfahrt hier, wie das klappen kann und warum diese Kombination Vorteile bringt.

Die Zukunftsplanung ist für Leute, die sowohl im Waldviertel, als auch in Wien gewohnt haben, nicht leicht – vor allem, wenn man weiterhin die Vorteile beider Wohnorte nutzen möchte. In diesem Artikel zeigen wir, warum das Wohnen im Waldviertel und Arbeiten in Wien vielleicht genau das Richtige sein könnte, um von „the best of both worlds“ zu profitieren.

Am Schluss findet ihr noch einen Erfahrungsbericht, wie das Arbeiten in einer Wiener Firma mit Homeoffice im Waldviertel so funktioniert.

Unsplash / Raphael Cruz

Wohnen im Waldviertel

Zuerst stellt sich die Frage: warum lohnt es sich überhaupt, im Waldviertel zu leben? Die zwei häufigsten Antworten darauf sind: Lebensqualität inmitten der Natur und leistbares Wohnen.

Mit der grünen Umgebung im Waldviertel kann die Hauptstadt auch mit Parks oder Erholungsgebieten nicht mithalten. Die Ausflugsziele hat man direkt vor der Haustür: Radwege, Wanderwege, Badegewässer und Sportanlagen.

Außerdem hat man durch die günstigen Grundstückspreise im Waldviertel viel Platz zum Leben. So kann man im Bezirk Gmünd zwischen 10 und 20 Euro pro Quadratmeter rechnen, im Umkreis Zwettl sind es 15 bis 25 Euro und rund um Horn zwischen 25 und 40 Euro. Mit solchen Preisen ist ein eigenes Haus keine Utopie für den durchschnittlichen Verdiener, ganz im Gegensatz zu Wien.

Eigene vier Wände

Beim Hausbau im Waldviertel kann euch zum Beispiel unser Partner HARTL HAUS zur Seite stehen. Nach einer ausgiebigen Beratung, in der auf eure Anforderungen, Bedürfnisse und Wünsche eingegangen wird, kann es auch schon mit der Planung losgehen. Dabei habt ihr stets die Möglichkeit, individuelle Wünsche einzubauen. Wenn ihr noch nicht wirklich konkrete Vorstellungen habt, könnt ihr virtuelle Rundgänge durch die Häuser von HARTL HAUS machen. Natürlich sind auch Besuche in den Musterhausparks möglich, wo ihr die Bauten persönlich unter die Lupe nehmen könnt.

CO2-Fußabdruck

HARTL HAUS / Musterhaus Elegance 128W

Neben den günstigen Preisen für Wohnen sind auch die übrigen Lebenshaltungskosten ein Pluspunkt. Wer schon einmal knappe 20 Euro für ein Schnitzel in Wien gezahlt hat, weiß, worum es geht. Aber auch Mieten oder Eintritte für Veranstaltungen sind im Waldviertel allermeistens preiswerter. Auch das große Einkaufsangebot in Zwettl, Horn oder Krems braucht sich nicht vor den Möglichkeiten in Wien verstecken.

Gemeinschaft

Auch Vereine sind großer Vorteil, den Wien nur bedingt bieten kann. Das rege Vereinsleben im Waldviertel reicht von Feuerwehr, Musikverein und Dorferneuerungsverein bishin zu Landjugend oder den verschiedensten Sportvereinen. Generell ist die Dorfgemeinschaft perfekt für die soziale Eingebundenheit, bei der gegenseitige Unterstützung im Vordergrund steht. Im Gegensatz zu Wien kennt man auch die Nachbarn beim Namen. So fühlt man sich im Waldviertel gleich Zuhause.

Verkehr

Ein modernes Straßennetz verbindet das Waldviertel mit den Städten und Ballungsräumen. Im Vergleich zu Wien sind Staus oder lange Zeitverzögerungen Fremdwörter. Außerdem spart man sich die langen Fahrzeiten, die man in Wien in den Öffis verbringt, am Land durch das Auto.

In diesem Artikel haben wir noch mehr Gründe dafür gesammelt, den Wohnsitz ins Waldviertel zu verlegen. Lest zum Beispiel über das angenehme Wetter oder die besseren Möglichkeiten für Haustiere:

Wie mit dem Arbeiten in Wien verbinden?

Warum aber in Wien arbeiten, während man im Waldviertel lebt? Einerseits steht die Tatsache im Raum, dass Wien mehr Beschäftigungsmöglichkeiten über alle Sparten hinweg bietet. Bei manchen Jobs ist Arbeit im Waldviertel nur schwer zu finden. In Wien befinden sich auch viele Sitze größerer Unternehmen, was noch mehr Chancen verschafft.

Außerdem ist es nicht abwegig, dass man sich nach der Ausbildung in Wien erstmal einen Job dort sucht. Nach ein paar Jahren kann dann aber der Wunsch aufkommen, sich (wieder) ins Waldviertel zu begeben, den Job aber zu behalten. Für solche Situationen kann die Kombination Leben im Waldviertel, Arbeiten in Wien durchaus die optimale Möglichkeit darstellen.

Lest hier mehr über den Berufseinstieg und welche Vorteile ihr dabei in Wien oder im Waldviertel habt:

Abschlussarbeit schreiben

Foto: Glenn Carstens / Unsplash

Homeoffice als Chance

Die Coronakrise hat die Arbeitswelt erstmal auf den Kopf gestellt. Allerdings hatte die Pandemie nicht nur schlechte Seiten: denn ArbeitgeberInnen waren gezwungen, alternative Arbeitsmodelle bereitzustellen. So bietet das Homeoffice die Möglichkeit, in Wien zu arbeiten und im Waldviertel zu leben. Auch wenn sich die Lage nun entspannt hat und Homeoffice oft nicht mehr notwendig ist, möchten viele ArbeitnehmerInnen auch weiterhin von zu Hause arbeiten, manche davon sogar dauerhaft. Die flexiblen Arbeitszeiten, die das Homeoffice mit sich bringt, ist laut einer Studie jungen Menschen sogar wichtiger als das Grundgehalt. Somit kann man davon ausgehen, dass ArbeitnehmerInnen in Zukunft eher Jobs annehmen möchten, die diese Option anbieten.

Unternehmen werden sich auf lange Sicht also auf diese Bedürfnisse einstellen müssen – in Deutschland machen einige Firmen Homeoffice schon zum Standard. Abhängig von der Branche wird man sich den Arbeitsstandort also immer öfter selbst aussuchen können, was Wohnen im Waldviertel, Arbeiten in Wien zu einem attraktiven Zukunftsmodell macht. Je nach Job kann es natürlich sein, dass man trotzdem hin und wieder am Arbeitsort anwesend sein muss, doch im Großen und Ganzen erspart man sich viel Zeit, die man anderweitig nutzen kann.

Mehr Zufriedenheit durch das Arbeiten von zu Hause aus

Bei vielen ist durch das Arbeiten von zu Hause aus die Zufriedenheit im Job gestiegen. Gründe dafür sind die flexiblere Zeiteinteilung, aber auch das entgegengebrachte Vertrauen vonseiten der Chefetage.

Die neue Flexibilität durch das Homeoffice kann die Lebensqualität also bedeutend erhöhen. Man erspart sich viel Zeit, weil die Anfahrtszeiten wegfallen. Ganz wichtig für die Work-Life-Balance ist es jedenfalls, beim Homeoffice die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem klar zu ziehen. Ein eigenes Arbeitszimmer, festgelegte Arbeitszeiten und auch Zeiten, wo man bewusst nicht erreichbar ist, helfen dabei.

Homeoffice ist aber nur dann möglich, wenn flächendeckendes Internet bereitgestellt wird. Durch den Glasfaserausbau ist schnelles Internet nun Normalität im Waldviertel. So sind zwei Bezirke im Waldviertel bereits flächendeckend versorgt, in den anderen laufen Ausbauprojekte. So ist die Infrastruktur gegeben, um von zu Hause aus arbeiten zu können.

Persönliche Erfahrungen

Philip ist in einer Firma in Wien angestellt, verbringt aber die meiste Zeit im Waldviertel. Hier erzählt er von seinen Erfahrungen:

Wie ist es dazu gekommen, dass du hauptsächlich im Waldviertel lebst, aber in Wien arbeitest?

Die Hauptursache ist ganz klar die Jobsituation in meiner Branche (Softwareentwicklung). Es gibt kaum Berufe in einer Entfernung von meinem Wohnort, die ein tägliches Pendeln ermöglicht. Die nächstgelegenen Angebote hatte ich in Linz, Hagenberg und Amstetten mit jeweils ca. einer Stunde Fahrzeit pro Strecke. Für Wien habe ich mich dann entschieden, weil meine damalige Freundin bereits dort wohnte.

Welche Vorteile hat das Wohnen im Waldviertel für dich?

Für mich ist das Leben im Waldviertel viel ruhiger und entspannter. Es gibt kein ständiges Getümmel, keine schlechte Stadtluft, man hat die Natur direkt vor der eigenen Haustür.

Und welche Vorteile bringt das Arbeiten in Wien?

Ein großer Vorteil ist, dass ich anstelle des Autos mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren kann (nur 10 Minuten Fahrzeit!). Im Winter bleiben natürlich noch die Öffis als Alternative. Darüber hinaus werden vergleichbare IT-Berufe in der Großstadt deutlich besser bezahlt, es gibt interessantere Themengebiete und Karrieremöglichkeiten.

Wie wichtig ist dir Homeoffice für die Zukunft?

Sehr wichtig. Aktuell passt Wien für mich noch als Wohnort an Wochentagen zum Arbeiten. Ich bin mir aber sehr sicher, dass ich längerfristig die Stadt hinter mir lassen werde. Da ich mit meinem Beruf sehr zufrieden bin, wäre Homeoffice eine gute Chance, um meinen Job in Wien weiterhin zu ermöglichen, auch wenn ich nicht mehr in Wien wohne.

Ist Wohnen im Waldviertel und Arbeiten in Wien für dich eine Lösung, die du dir auch auf lange Sicht vorstellen könntest?

Mein Optimum bei 38,5 Wochenstunden wäre 1 Tag Anwesenheit im Büro inklusive An- und Abreise aus dem Waldviertel und den Rest der Woche Homeoffice aus dem Waldviertel. Das würde reichen, um soziale Kontakte mit den KollegInnen zu halten – das ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Die zurückgelegte Fahrtstrecke mit dem Auto würde gleich bleiben, eine An- und Abreise nach Wien pro Woche. Die höheren Wohn- und Nebenkosten der Großstadt würde ich mir dadurch komplett sparen.

 
 

veröffentlicht von Julia

22. Juni 2021

STUDIEREN & ARBEITEN
In diesem Artikel haben wir praxisnahe Tipps zusammengestellt, um euch den Berufseinstieg nach einer Ausbildung zu erleichtern.